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Konflikte, Diplomatie

Die Blockade Katars hatte die Golfnachbarn gespalten und ein kleines Emirat isoliert, das 2022 zur Fußball-WM laden will.

05.01.2021 - 14:16:10

Nach drei Jahren Konflikt - Aussöhnung: Katar und Golfnachbarn unterzeichnen Abkommen. Nun ist ein Ende der Krise eingeleitet.

  • Streit beigelegt - Foto: Kamran

    Ein riesiges Bild des Emirs von Kuwait,?Scheich Tamim bin Hamad Al Thani, schm?ckt einen Wolkenkratzer. Mehr als drei Jahre nach dem Beginn einer Blockade gegen Katar legen Saudi-Arabien und seine Verb?ndeten ihren Streit mit dem Emirat bei. Foto: Kamran

  • 41. Gipfeltreffen Golf-Kooperationsrat in Saudi-Arabien - Foto: -/Saudi Press Agency/dpa

    Mohammed bin Salman (r), Kronprinz von Saudi-Arabien, begr??t Scheich Nawaf al-Ahmed al-Sabah, den Emir von Kuwait, bei seiner Ankunft auf dem Flughafen zum 41. Gipfeltreffen des Golf-Kooperationsrates (GCC). Foto: -/Saudi Press Agency/dpa

Streit beigelegt - Foto: Kamran 41. Gipfeltreffen Golf-Kooperationsrat in Saudi-Arabien - Foto: -/Saudi Press Agency/dpa

Riad/Doha - Spitzenvertreter aus Katar, Saudi-Arabien und den weiteren Nachbarn am Golf haben ihren mehr als drei Jahre langen Konflikt mit einem Abkommen offiziell beendet.

Beim Gipfeltreffen des Golf-Kooperationsrats (GCC) in der Wüstenstadt Al-Ula im Nordwesten Saudi-Arabiens sprachen die Teilnehmer am Dienstag von einer neuen Phase der Zusammenarbeit - auch mit Blick auf die Bedrohung durch den Iran in der Region. Der katarische Emir Tamim bin Hamad al-Thani und Kronprinz Mohammed bin Salman, faktischer Herrscher Saudi-Arabiens, umarmten sich in Al-Ula bei ihrer ersten Begegnung seit Jahren.

«Wir müssen unsere Anstrengungen dringend vereinen, um den Rat zu entwickeln und den Herausforderungen um uns zu begegnen», sagte Kronprinz Mohammed, der die Ratssitzung leitete, in einer im Fernsehen übertragenen Ansprache. «Darunter sind insbesondere Bedrohungen durch das Atomprogramm und das Programm für ballistische Raketen des iranischen Regimes.» Der Kronprinz sprach auch von den «staatsfeindlichen, zerstörerischen Projekten» Teherans und dessen Verbündeten.

Saudi-Arabien, Bahrain und die Vereinigten Arabischen Emirate hatten am 5. Juni 2017 die Grenzen zu dem auf einer Halbinsel liegenden Land Katar geschlossen und eine Blockade verhängt. Ägypten schloss sich an. Die Staaten hatten Katar unter anderem Terrorunterstützung und zu enge Beziehungen zum schiitischen Iran vorgeworfen. Das Emirat hatte die Vorwürfe zurückgewiesen. Es war eine der schwersten Krisen des GCC seit dessen Gründung im Jahr 1981.

Auch die Spitzenvertreter der weiteren vier Mitglieder des GCC - Bahrain, Oman, Kuwait und die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) - unterzeichneten das Abkommen. Aus katarischen Quellen hieß es, Scheich Mohammed bin Said al-Nahjan, faktischer Herrscher der Emirate, sei gegen die Aussöhnung. An dem Treffen nahmen auch Ägyptens Außenminister Samih Schukri sowie Jared Kushner teil, Berater und Schwiegersohn des amtierenden US-Präsidenten Donald Trump. Die USA und Kuwait hatten in dem Streit vermittelt.

© dpa-infocom, dpa:210105-99-900028/4

@ dpa.de