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Brände, Umwelt

Die Bilder aus dem Süden Europas und auch der Türkei sehen aus wie ein Inferno.

06.08.2021 - 17:32:07

Verheerende Hitze-Folgen - Südeuropa und Türkei kämpfen verzweifelt gegen Brände. Die Lage in Griechenland, der Türkei, Italien und weiteren Ländern kompakt zusammengefasst.

  • Waldbr?nde in der T?rkei - Foto: Uncredited/NASA/AP/dpa

    Diese NASA-Satellitenaufnahme zeigt mehrere Waldbr?nde an der Mittelmeerk?ste der T?rkei. Foto: Uncredited/NASA/AP/dpa

  • Waldbrand in Italien - Foto: Vigili del Fuoco/dpa

    Feuer auch in Italien: Ein Feuerwehrmann beobachtet einen Waldbrand. Foto: Vigili del Fuoco/dpa

  • Waldbr?nde in Griechenland - Foto: Giannis Spyrounis/ilialive.gr/AP/dpa

    Ein Flugzeug wirft L?schwasser ?ber einem Waldbrand in Olympia ab. Foto: Giannis Spyrounis/ilialive.gr/AP/dpa

  • Waldbr?nde in Griechenland - Foto: Angelos Tzortzinis/dpa

    Einen gewaltigen Brand im Norden Athens konnte die Feuerwehr bis zum fr?hen Abend nicht unter Kontrolle bringen. Foto: Angelos Tzortzinis/dpa

  • Niedergebrannter Wald - Foto: Uncredited/AP/dpa

    Die verheerenden Br?nde in der T?rkei hinterlassen verkohlte Landstriche. Foto: Uncredited/AP/dpa

  • Waldbr?nde in Griechenland - Foto: Thodoris Nikolaou/AP/dpa

    Der Rauch der Waldbr?nde zieht ?ber das Feld - Sonnenblumen lassen die K?pfe h?ngen. Foto: Thodoris Nikolaou/AP/dpa

  • Waldbr?nde in Griechenland - Foto: Marios Lolos/XinHua/dpa

    Im von verheerenden Waldbr?nden getroffenen Griechenland spitzt sich die Lage weiter zu. Foto: Marios Lolos/XinHua/dpa

  • Waldbr?nde in Griechenland - Foto: Angelos Tzortzinis/DPA/dpa

    Bei einem Waldbrand n?rdlich von Athen brennt ein Baum in der N?he eines Hauses. Foto: Angelos Tzortzinis/DPA/dpa

  • Waldbr?nde in Griechenland - Foto: Angelos Tzortzinis/DPA/dpa

    Feuerwehrleute versuchen einen Waldbrand in einem bewaldeten Gebiet n?rdlich von Athen zu l?schen. Foto: Angelos Tzortzinis/DPA/dpa

  • Waldbr?nde in Griechenland - Foto: Angelos Tzortzinis/DPA/dpa

    Ein ausgebranntes Haus ist w?hrend eines Waldbrandes n?rdlich von Athen zu sehen. Foto: Angelos Tzortzinis/DPA/dpa

  • Zerst?rte Grabsteine - Foto: Anne Pollmann/dpa

    Vom Feuer zerst?rte Grabsteine stehen auf dem Friedhof des Dorfes Kalemler (Antalya). Foto: Anne Pollmann/dpa

Waldbr?nde in der T?rkei - Foto: Uncredited/NASA/AP/dpaWaldbrand in Italien - Foto: Vigili del Fuoco/dpaWaldbr?nde in Griechenland - Foto: Giannis Spyrounis/ilialive.gr/AP/dpaWaldbr?nde in Griechenland - Foto: Angelos Tzortzinis/dpaNiedergebrannter Wald - Foto: Uncredited/AP/dpaWaldbr?nde in Griechenland - Foto: Thodoris Nikolaou/AP/dpaWaldbr?nde in Griechenland - Foto: Marios Lolos/XinHua/dpaWaldbr?nde in Griechenland - Foto: Angelos Tzortzinis/DPA/dpaWaldbr?nde in Griechenland - Foto: Angelos Tzortzinis/DPA/dpaWaldbr?nde in Griechenland - Foto: Angelos Tzortzinis/DPA/dpaZerst?rte Grabsteine - Foto: Anne Pollmann/dpa

Athen/Istanbul/Rom - Wetterextreme und vor allem verheerende Waldbrände machen Ländern des Südens in diesen Tagen schwer zu schaffen. Außerordentliche Hitze und Trockenheit und dann folgenreiche Feuer scheinen in den letzten Jahren auch wegen des Klimawandels zuzunehmen. Ein Überblick zur Lage nach Ländern:

Griechenland

Die jetzige Hitzewelle scheint an Intensität und Dauer alle bisherigen in den Schatten zu stellen, wie Meteorologen sagen. Derzeit spitzt sich die Lage bei Wind und enormer Trockenheit zu, etwa rund um Athen mit so berühmten Orten wie Marathon. In Griechenland wussten die Menschen schon immer von lodernden Pinienwäldern zu berichten. Doch vom Klimawandel bedingte Hitzewellen und Feuer begannen nach Einschätzung des griechischen Klimaexperten Christos Zerefos erst mit einer gewaltigen Hitzewelle 1987.

Damals herrschten im Juli neun Tage lang 44 Grad und mehr. Tausende vor allem ältere Menschen kamen ums Leben, auch weil Klimaanlagen noch nicht weit verbreitet waren. 2007 verbrannten auf der Halbinsel Peloponnes große Flächen, Dutzende Menschen starben. Von nun an folgten die Hitzewellen in immer kürzeren Abständen - so etwa 2017, als Athen im Juli tagelang um die 45 Grad registrierte. Auch der Großbrand in der Ortschaft Mati im Jahr 2018 folgte auf eine Hitzewelle. 100 Menschen kamen dabei ums Leben.

Türkei

In der Türkei sind derzeit die Küstenregionen Antalya, Marmaris und Milas besonders betroffen. In Milas mussten Wohnviertel evakuiert werden. Nach offiziellen Angaben wurden seit Beginn der Brände vor etwa zehn Tagen mehr als 36.000 Menschen aus rund 12.000 Häusern in Sicherheit gebracht. Die Zerstörung ist immens. Schätzungen zufolge sind mindestens 100.000 Hektar (1000 Quadratkilometer) Wald und Feld den Flammen zum Opfer gefallen. Acht Menschen kamen ums Leben, darunter ein deutsch-türkisches Ehepaar.

Italien

Das Land ist derzeit zweigeteilt - im Süden kämpft die Feuerwehr seit Tagen gegen Brände. Im Norden machen Starkregen, Gewitter und Überschwemmungen das Leben schwer. Ende Juli brannte es auf Sardinien, Einwohner und Touristen wurden evakuiert. Jetzt stehen eher Sizilien und Kalabrien im Fokus. Zwei Tote wurden am Freitag bei einem Bauernhof in San Lorenzo (Reggio Calabria) gefunden. Die Nachrichtenagentur Ansa berichtete, die Frau und der Mann hätten einen Olivenhain vor den Flammen bewahren wollen. Für die nächsten Tage sagen Meteorologen wieder um die 40 Grad für Orte im Süden vorher. Dagegen drohen im Norden an den Alpen ab dem Wochenende wieder Unwetter. Zu Überschwemmungen kam es zuletzt etwa am Comer See oder in Südtirol. Umweltminister Roberto Cingolani betonte, dass rund 70 Prozent der Brände auf Fehlverhalten oder Brandstiftung zurückgehen - der Klimawandel tue den Rest.

Bulgarien

Nach Trockenheit und einer tagelangen Hitzewelle brachte Regen in der Nacht zum Freitag Abkühlung und Entspannung in den Brandgebieten im Süden des Balkanlandes. Die im Osten des Landes gelegenen Feriengebiete am Schwarzen Meer waren von den Wald- und Flächenbränden im Süden nicht betroffen. Bei Löscharbeiten kamen am Mittwoch zwei Forstarbeiter ums Leben, einer erlitt schwere Verbrennungen. Die Brände umfassten viel kleinere Gebiete als etwa in Griechenland. Eine Kaltfront sorgte am Freitag dafür, dass die Temperaturen schnell von rund 40 Grad auf etwas über 20 Grad sanken.

Nordmazedonien

Hier hatte die Regierung am Donnerstag den Krisenzustand ausgerufen angesichts von acht aktiven Bränden. Der Wind ändere ständig seine Richtung und entfache dadurch immer wieder neue Brandherde. Österreich schickte besonders viel Hilfe.

Albanien

Hier gab es am Freitag etwa zehn Waldbrände, wie der Verteidigungsminister sagte. Während der letzten Woche hatten Brände im Süden und an der Küste bei Vlora auch Bauernhäuser zerstört.

Kosovo

Das kleine Land wurde von fast 500 Waldbränden heimgesucht, auch hier brannten mehrere Bauernhöfe. Die Brände konnten mit Unterstützung der im Kosovo stationierten KFOR-Truppe der Nato gelöscht werden. Doch fürchten die Behörden weitere Ausbrüche.

© dpa-infocom, dpa:210805-99-728418/19

@ dpa.de