Konflikte, Medien

Die Beziehung zwichen Berlin und Ankara ist nicht ungetrübt.

15.02.2018 - 18:02:06

Bewegung im Fall Yücel? - Merkel empfängt türkischen Ministerpräsidenten Yildirim. Einer der Hauptstreitpunkte ist die Inhaftierung des Journalisten Deniz Yücel. Nun hat sich der türkische Ministerpräsident mit Kanzlerin Merkel getroffen.

  • Binali Yildirim - Foto: Pool Prime Ministry Press Service/AP

    Der türkische Ministerpräsident Binali Yildirim sieht «die Zeit gekommen, um eine neue Seite aufzuschlagen». Foto: Pool Prime Ministry Press Service/AP

  • Gabriel und Cavusoglu - Foto: Swen Pförtner

    Seit Wochen immer wieder im Gespräch über den Fall Yücel: Außenminister Gabriel und sein türkischer Amtskollege Cavusoglu. Foto: Swen Pförtner

  • Deniz Yücel - Foto: Auch Deniz Yücel selbst lehnt «schmutzige Deals» ab. Foto: Karlheinz Schindler

    Auch Deniz Yücel selbst lehnt «schmutzige Deals» ab. Foto: Karlheinz Schindler

  • Protest gegen deutsche Panzer - Foto: Protest gegen deutsche Panzer, die von der türkischen Armee angeblich gegen Kurden in Syrien eingesetzt werden. Foto: Rainer Jensen

    Protest gegen deutsche Panzer, die von der türkischen Armee angeblich gegen Kurden in Syrien eingesetzt werden. Foto: Rainer Jensen

  • Yildirim bei Merkel - Foto: Bundeskanzlerin Angela Merkel begrüßt den türkischen Ministerpräsidenten Binali Yildirim im Hof des Bundeskanzleramtes. Foto: Kay Nietfeld

    Bundeskanzlerin Angela Merkel begrüßt den türkischen Ministerpräsidenten Binali Yildirim im Hof des Bundeskanzleramtes. Foto: Kay Nietfeld

  • Pressekonferenz im Kanzleramt - Foto: Bernd von Jutrczenka

    Bundeskanzlerin Merkel und der türkische Ministerpräsident Binali Yildirim bei einer Pressekonferenz im Bundeskanzleramt. Foto: Bernd von Jutrczenka

Binali Yildirim - Foto: Pool Prime Ministry Press Service/APGabriel und Cavusoglu - Foto: Swen PförtnerDeniz Yücel - Foto: Auch Deniz Yücel selbst lehnt «schmutzige Deals» ab. Foto: Karlheinz SchindlerProtest gegen deutsche Panzer - Foto: Protest gegen deutsche Panzer, die von der türkischen Armee angeblich gegen Kurden in Syrien eingesetzt werden. Foto: Rainer JensenYildirim bei Merkel - Foto: Bundeskanzlerin Angela Merkel begrüßt den türkischen Ministerpräsidenten Binali Yildirim im Hof des Bundeskanzleramtes. Foto: Kay NietfeldPressekonferenz im Kanzleramt - Foto: Bernd von Jutrczenka

Berlin - Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sieht noch viele Hürden auf dem Weg zu einer Normalisierung der deutsch-türkischen Beziehungen.

Nach einem Gespräch mit dem türkischen Ministerpräsidenten Binali Yildirim in Berlin übte sie unter anderem Kritik an der Art und Weise, wie die Türkei seit dem Putschversuch vom Juli 2016 gegen mutmaßliche Verdächtige vorgeht.

Deutschland habe den versuchten Staatsstreich verurteilt. Sie habe ihrem Gast aber erklärt, dass die Verhältnismäßigkeit gewahrt bleiben müsse und «dass wir uns rechtsstaatliche Mechanismen wünschen», sagte Merkel. Die Bundesregierung haben in diesem Zusammenhang eine «Vielzahl von Sorgen».

Das Verhältnis zwischen Deutschland und der Türkei ist angespannt. Größter Streitpunkt ist die Inhaftierung des deutsch-türkischen Journalisten Deniz Yücel. Der Korrespondent der «Welt» war vor einem Jahr in der Türkei festgenommen worden. Anschließend wurde gegen ihn wegen Terrorvorwürfen Untersuchungshaft verhängt. Eine Anklage liegt bisher nicht vor. Merkel sagte, sie habe Yildirim darauf hingewiesen, «dass dieser Fall eine besondere Dringlichkeit für uns hat».

Deutschland die Türkei hätten auch in komplizierten Zeiten gemeinsame Interessen, betonte Merkel - durch die türkischstämmigen Migranten, in der Nato, bei der Terrorbekämpfung und auch in wirtschaftlichen Fragen. Deshalb habe sie mit Yildirim vereinbart, dass «sowohl auf unserer Ebene als auch in Gesprächen mit dem Staatspräsidenten, Herrn Erdogan, wir unsere Kontakte intensivieren wollen, wenn wir hoffentlich bald in Deutschland eine stabile Regierung haben».

@ dpa.de

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