Asyl, Bericht

Die Anerkennungsquoten für Asylsuchende unterscheiden sich stark von Bundesland zu Bundesland.

12.10.2017 - 20:52:31

Bericht: Asyl-Quoten unterscheiden sich stark von Bundesland zu Bundesland

Wie aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linken-Abgeordneten Ulla Jelpke hervorgeht, über die die Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Freitag) berichten, war die Schutzquote von Flüchtlingen aus dem Irak in den ersten sechs Monaten dieses Jahres in Bremen mit 96,4 Prozent fast doppelt so hoch wie in Berlin, wo die Quote bei 50,3 Prozent lag. Auch bei den Entscheidungen über die Anträge von Afghanen und Iranern zeigten sich große Unterschiede.

So lag die Spannbreite der positiven Asylbescheide bei Antragstellern aus Afghanistan zwischen 30,9 Prozent (Brandenburg) und 65 Prozent (Bremen). Bei Asylbewerbern aus dem Iran lag die Schutzquote zwischen 37,6 Prozent (Bayern) und 85 Prozent (Bremen). Die Schutzquoten von syrischen Asylbewerbern lagen dagegen in allen Bundesländern über 99 Prozent. Diese sogenannte "bereinigte Schutzquote" beschreibt den Anteil der Asylbewerber, die Asyl, einen anerkannten Flüchtlingsstatus, subsidiären oder anderen Schutz erhalten haben. Sie dürfen als Flüchtlinge in Deutschland bleiben. Verfahren, die aus formellen Gründen entschieden wurden, etwa weil ein anderer EU-Staat für die Entscheidung zuständig ist, werden bei der bereinigten Anerkennungsquote nicht berücksichtigt. Bundestagsabgeordnete Ulla Jelpke (Die Linke) zeigte sich angesichts der Zahlen besorgt: "Es ist nicht zu leugnen: Es gibt in den Bundesländern sehr unterschiedliche Anerkennungsquoten, ohne dass plausible Erklärungen hierfür ersichtlich wären", sagte sie den Funke-Zeitungen. "Es darf aber nicht sein, dass afghanische Flüchtlinge beispielsweise in Brandenburg oder Bayern nur etwa halb so große Chancen auf einen Schutzstatus haben wie in Bremen." Beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF), dass über Asylanträge entscheidet, handele es sich um eine Bundesbehörde, so die Abgeordnete. "Die Chancen für eine Anerkennung sollten deshalb bundeseinheitlich gleich sein."

dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

@ dts-nachrichtenagentur.de

Amazon wird sich schwarzärgern, aber …

… wir schenken Ihnen den Report „Börsenpsychologie - Markttechnik für Trader“ heute trotzdem kostenfrei. Normalerweise kostet der Report im Onlinehandel 39,99 Euro.

Sie können sich den genialen Report heute jedoch absolut kostenfrei sichern. Wir senden Ihnen den Report vollkommen KOSTENFREI zu.

Jetzt HIER klicken und dank richtigen Timing reich an der Börse werden!

Weitere Meldungen

Handlungsfähigkeit des Staates: Mohring appelliert an Merkel und Seehofer Thüringens CDU-Landeschef Mike Mohring hat Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Innenminister Horst Seehofer (CSU) aufgerufen, sich im Asylstreit zu einigen und "die volle Handlungsfähigkeit des Staates nach innen und außen wiederherzustellen". (Politik, 23.06.2018 - 13:57) weiterlesen...

Baerbock: Merkel muss sich über CSU hinwegsetzen Grünen-Chefin Annalena Baerbock fordert von Kanzlerin Angela Merkel (CDU), sich über die ablehnende Haltung der CSU in der Asylpolitik hinwegzusetzen. (Politik, 23.06.2018 - 05:01) weiterlesen...

Tajani warnt vor Egoismus in Flüchtlingspolitik EU-Parlamentspräsident Antonio Tajani hat die Mitgliedstaaten eindringlich vor Egoismus in der Flüchtlingspolitik gewarnt. (Politik, 23.06.2018 - 01:01) weiterlesen...

Seehofer warnt Merkel vor Ausübung ihrer Richtlinienkompetenz Im Asyl-Streit zwischen CDU und CSU warnt Bundesinnenminister Horst Seehofer Kanzlerin Angela Merkel offen davor, ihn durch ihre Richtlinienkompetenz an dem Vorhaben zu hindern, Flüchtlinge an der Grenze abzuweisen, die bereits in anderen EU-Ländern registriert sind. (Politik, 23.06.2018 - 00:01) weiterlesen...

Söder fordert Wende für europäische Zuwanderungspolitik Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder fordert eine grundlegende Änderung der Migrationspolitik. (Politik, 22.06.2018 - 18:17) weiterlesen...

E-Mails belasten Ex-Chefin der Bremer BAMF-Außenstelle In der Affäre um die Bremer Außenstelle des Flüchtlingsbundesamts (BAMF) hat die Polizei E-Mails sichergestellt, die die ehemalige Behördenleiterin belasten. (Politik, 22.06.2018 - 18:02) weiterlesen...