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Regierung, Militär

Der Widerstand gegen die Militärjunta in Myanmar geht unvermindert weiter - aber jetzt reagiert die Polizei.

10.02.2021 - 09:02:06

Prinzessinen gegen den Putsch - Myanmar-Demonstranten immer kreativer. Es wird geschossen, es gibt Verletzte. Auch die Zentrale von Aung San Suu Kyis Partie wurde jetzt zerstört.

  • Protest gegen Putschisten - Foto: Str/AP/dpa

    Demonstranten treten auf ein durchgestrichenes Bild des Oberbefehlshabers des Milit?rs von Myanmar. Foto: Str/AP/dpa

  • Protest gegen Putschisten - Foto: Str/AP/dpa

    Demonstranten halten in Rangun Plakate hoch, die die Freilassung der inhaftierten myanmarischen Staatsr?tin Aung San Suu Kyi fordern. Foto: Str/AP/dpa

  • Proteste gegen Putschisten in Myanmar gehen weiter - Foto: Str/AP/dpa

    Polizisten mit Schutzschilden blockieren eine Demonstration an einer Kreuzung in Mandalay. Foto: Str/AP/dpa

  • Nach dem Milit?rputsch in Myanmar - Foto: Uncredited/AP/dpa

    Demonstranten in Yangon halten Bilder der inhaftierten Regierungschefin Aung San Suu Kyi. Foto: Uncredited/AP/dpa

Protest gegen Putschisten - Foto: Str/AP/dpaProtest gegen Putschisten - Foto: Str/AP/dpaProteste gegen Putschisten in Myanmar gehen weiter - Foto: Str/AP/dpaNach dem Milit?rputsch in Myanmar - Foto: Uncredited/AP/dpa

Naypyidaw - In Myanmar haben wieder zahlreiche Menschen in allen Landesteilen gegen den Militärputsch protestiert.

Die Kundgebungen wurden dabei am fünften Tag in Folge immer bunter und kreativer. So marschierten in der größten Stadt Rangun (heute offiziell Yangon) mehr als 100 Frauen in prächtigen Abendkleidern als Disney-Prinzessinen durch die Straßen und forderten die Freilassung der festgesetzten Regierungschefin Aung San Suu Kyi.

«Wir wollen zeigen, dass junge Frauen auch an den Protesten teilnehmen. Wir dachten, diese Outfits wären der offensichtlichste Weg, dies zu tun», zitierte das Portal «Frontier Myanmar» eine Demonstrantin.

An anderer Stelle war ein Demonstrationszug muskelgestählter Bodybuilder zu sehen, die mit nacktem Oberkörper gegen die Putschisten protestierten, wie Videos auf sozialen Netzwerken zeigten. In Myawaddy waren Mitarbeiter des Gesundheitswesens in grünen OP-Anzügen auf den Straßen. Beobachter berichteten auf Twitter, dass sich vielerorts auch Polizisten den Demonstranten angeschlossen und ebenfalls gegen die Junta ausgesprochen hätten, so etwa in der östlichen Stadt Loikaw. «Wir sind auf der Seite des Volkes», war auf Plakaten zu lesen.

Seit dem Wochenende reißen die Massenproteste nicht ab. Am Dienstag hatten die Sicherheitskräfte erstmals mit Gewalt reagiert und Wasserwerfer und Gummigeschosse eingesetzt. Dabei soll auch scharf geschossen worden sein. Es gab viele Verletzte, eine Frau wurde von einer Kugel am Kopf getroffen und ist Berichten zufolge in kritischem Zustand. Die Befürchtungen eines massiven Durchgreifens der Polizei wachsen. Seit Montagabend gelten in stark von Protesten betroffenen Gegenden Ausgangssperren zwischen 20.00 und 4.00 Uhr und ein Versammlungsverbot von mehr als fünf Menschen.

© dpa-infocom, dpa:210209-99-357450/10

@ dpa.de