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Demonstrationen, Kriminalität

Der Tod des Afroamerikaners George Floyd nach einem brutalen Polizeieinsatz in den USA führt weiterhin zu schweren Ausschreitungen.

29.05.2020 - 10:25:27

Polzeigebäude gestürmt - Gewaltsame Proteste nach Tod eines Schwarzen in den USA. Der Gouverneur des Bundesstaats Minnesota ruft die Nationalgarde zur Hilfe.

  • Gedenken - Foto: Jerry Holt/Star Tribune/AP/dpa

    Ein Mann hält ein Foto des verstorbenen George Floyd hoch. Foto: Jerry Holt/Star Tribune/AP/dpa

  • Ausschreitungen - Foto: Mark Vancleave/Star Tribune/AP/dpa

    Ein mehrstöckiges Wohngebäude steht nach Protesten in Flammen. Foto: Mark Vancleave/Star Tribune/AP/dpa

  • New York - Foto: Frank Franklin II/AP/dpa

    Auch in New York findet eine Kundgebung nach dem Tod von Floyd statt. Foto: Frank Franklin II/AP/dpa

  • Feuer - Foto: Elizabeth Flores/Star Tribune/AP/dpa

    Die Demonstranten haben in der Stadt gleich mehrere Brände entzündet. Foto: Elizabeth Flores/Star Tribune/AP/dpa

  • Brennendes Auto - Foto: David Joles/Star Tribune/AP/dpa

    Demonstranten stehen auf einem brennenden Auto. Foto: David Joles/Star Tribune/AP/dpa

  • Polizisten - Foto: John Minchillo/AP/dpa

    Ein Polizist wirft während einer Demonstration eine Dose mit Tränengas auf eine Straße. Foto: John Minchillo/AP/dpa

  • Tränengaseinsatz - Foto: John Minchillo/AP/dpa

    Eine Demonstrantin spült mit Milch ihre Augen aus, nachdem die Polizei Tränengas eingesetzt hatte. Foto: John Minchillo/AP/dpa

  • Demonstration - Foto: Mark Vancleave/Star Tribune/AP/dpa

    Große Wut: Eine Frau brüllt einen Polizeibeamten an. Foto: Mark Vancleave/Star Tribune/AP/dpa

  • Festnahme - Foto: David Zalubowski/AP/dpa

    Auch in Denver gibt es Proteste: Polizisten während der Festnahme eines Demonstranten. Foto: David Zalubowski/AP/dpa

  • Polizei - Foto: David Zalubowski/AP/dpa

    Polizisten feuern in Denver Tränengas ab, um die eine Ansammlung von Menschen zu zerstreuen. Foto: David Zalubowski/AP/dpa

Gedenken - Foto: Jerry Holt/Star Tribune/AP/dpaAusschreitungen - Foto: Mark Vancleave/Star Tribune/AP/dpaNew York - Foto: Frank Franklin II/AP/dpaFeuer - Foto: Elizabeth Flores/Star Tribune/AP/dpaBrennendes Auto - Foto: David Joles/Star Tribune/AP/dpaPolizisten - Foto: John Minchillo/AP/dpaTränengaseinsatz - Foto: John Minchillo/AP/dpaDemonstration - Foto: Mark Vancleave/Star Tribune/AP/dpaFestnahme - Foto: David Zalubowski/AP/dpaPolizei - Foto: David Zalubowski/AP/dpa

Minneapolis - US-Präsident Donald Trump hat nach Ausschreitungen in der Stadt Minneapolis mit Konsequenzen gedroht.

«Habe gerade mit Gouverneur Tim Walz gesprochen und ihm gesagt, dass das Militär ganz an seiner Seite steht. Wenn es Schwierigkeiten gibt, werden wir die Kontrolle übernehmen, aber wenn die Plünderungen beginnen, beginnt das Schießen», twitterte Trump in der Nacht zum Freitag (Ortszeit).

In der Großstadt Minneapolis im Bundesstaat Minnesota kam es in der Nacht zum Feitag (Ortszeit) erneut zu Ausschreitungen, die durch den Tod des Schwarzen George Floyd nach einem brutalen Polizeieinsatz ausgelöst wurden. Demonstranten drangen in eine Polizeistation ein, wie örtliche Medien berichteten. Auf Fernsehbildern waren auch Feuer zu sehen. «Diese Schlägertypen entehren das Andenken an George Floyd, und das werde ich nicht zulassen», schrieb Trump.

Trump warf dem Bürgermeister der Stadt «völlige Führungslosigkeit» vor. «Entweder kriegt der sehr schwache Bürgermeister der Radikalen Linken, Jacob Frey, die Kurve und bringt die Stadt unter Kontrolle, oder ich schicke die Nationalgarde rein und erledige den Job richtig.»

Dieser wies die Kritik in einer Pressekonferenz zurück. «Schwäche ist es, in einer Krise mit dem Finger auf jemand anderen zu zeigen. Donald J. Trump weiß nichts über die Stärke von Minneapolis. Wir sind verdammt stark», sagte Frey, der Mitglied einer den Demokraten nahestehenden Partei ist. «Sie können sich verdammt sicher sein, dass wir das durchstehen werden.»

Der Gouverneur des Bundesstaats, Tim Walz, hatte am Donnerstag die Nationalgarde mobilisiert und einen Notstand für Minneapolis und umliegende Gebiete ausgerufen. Mehr als 500 Soldaten seien in die Region Minneapolis entsandt worden, teilte Minnesotas Nationalgarde mit. Ihre Aufgabe sei es, Leben und Eigentum zu schützen sowie friedliche Demonstrationen zu gewährleisten. Die Nationalgarde zählt zur Reserve der US-Armee und untersteht in Friedenszeiten der Führung eines Bundesstaats. In nationalen Notfällen kann der Präsident jedoch die Nationalgarde mobilisieren.

Auslöser für die Wut und Empörung der Demonstranten war ein rund zehn Minuten langes Video von Floyds Tod, das sich wie ein Lauffeuer in Sozialen Medien verbreitete: Ein weißer Polizist drückte sein Knie mehrere Minuten lang an den Hals des 46-Jährigen, der wiederholt um Hilfe flehte, bevor er das Bewusstsein verlor. Wiederholt sagte der Afroamerikaner: «Ich kann nicht atmen.» Er starb kurz danach in einem nahen Krankenhaus. Die insgesamt vier involvierten Polizisten wurden entlassen, aber bislang weder festgenommen noch angeklagt.

@ dpa.de