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Gesundheit, Lauterbach

Der SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach hat Hoffnungen gedämmt, dass der am Sonntag beschlossene Lockdown am 10.

14.12.2020 - 12:02:59

Lauterbach erwartet kein Lockdown-Ende am 10. Januar

Januar beendet wird. "Ich bin ehrlicherweise relativ skeptisch", sagte er der RTL/n-tv-Redaktion. "Ich glaube, dass wir die derzeit stabil hohen Fallzahlen langsam runterfahren können. Die Weihnachtstage werden eine Unterbrechung im Shutdown bringen und hoffentlich nicht wieder ein Ansteigen der Fälle."

Er glaube, es werde bis zum 10. Januar nicht gelingen. Langfristig müsse man es schaffen, dass die Gesundheitsämter wieder ihre Arbeit machen und Kontakte nachverfolgen können: "Die entscheidende Maßnahme ist die, dass man nicht zu früh aus dem Lockdown rausgeht. Wir müssen die Zielinzidenz von 50 sauber unterschreiten." Die Auswirkungen des anstehenden Lockdowns werden sich in den Krankenhäusern demnach noch später zeigen. Zeitnah werde sich die Situation wohl verschlechtern: "Die Lage ist schon sehr dramatisch. Sehr viele Kliniken haben kaum mehr Kapazitäten. Auch das Personal ist einfach erschöpft. Diese Menschen arbeiten am Anschlag über viele Wochen und Monate hinweg. Ich glaube, dass die Situation besonders in der nächsten Woche prekär sein kann. Weil wir in den letzten Tagen sehr viele Infektionen gesehen haben und diese Infektionen verschlechtern sich in dieser Woche und werden in der nächsten Woche auf der Intensivstation sein." Bis in Deutschland flächendeckend geimpft werden könne, werde es noch einige Monate dauern. Die Corona-Warn-App könne bis dahin hilfreich sein, die Pandemie einzudämmen, auch wenn Verbesserungen nötig seien: "Die Corona-Warn-App hat wahrscheinlich schon einen Beitrag geleistet, aber der ist nicht groß genug. Sie muss weiterentwickelt werden." Ein Allheilmittel gebe es in dieser Situation allerdings nicht. "Wir werden uns an Mundschutz, Abstand, Lüften noch eine ganze Zeit lang halten müssen. Das ist durch keinen technischen Fix, weder durch eine Impfung noch durch eine Warn-App, abwendbar. Es gibt keine technische Lösung, das ist klassische Public-Health-Arbeit, die hier geleistet werden muss", so Lauterbach.

dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

@ dts-nachrichtenagentur.de

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