Ihr Broker

  • DAX 0,70
  • EUR/USD 0,50
  • GOLD 0,30

Nur Spreads

Keine Kommission

Jetzt registrieren

CFDs sind komplexe Instrumente und umfassen aufgrund der Hebelfinanzierung ein hohes Risiko, schnell Geld zu verlieren.

Unglücke, Katastrophenschutz-Bundesamt

Der Präsident des Bundesamtes für Bevölkerungs- und Katastrophenschutz (BBK), Armin Schuster, hat nach der Hochwasserkatastrophe ein "völlig neues Verständnis" beim Risiko- und Krisenmanagement gefordert.

20.07.2021 - 20:23:22

Katastrophenschutz-Bundesamt fordert Politikwechsel

Mit einer besseren Vorbereitung hätte man das Ausmaß des Schadens womgöglich reduzieren können, sagte Schuster der "Welt" (Mittwochausgabe). "Ein Land, das solche Krisenerfahrungen nicht gesammelt hat, war vielleicht auch noch nicht so bereit, sich präzise auf etwas vorzubereiten, das viele nicht für möglich gehalten haben", sagte er.

Man habe viel gelernt aus Hochwassern an großen Flüssen, "aber dieses Wissen wurde noch nicht auf die Gefahren an kleinen Fließgewässern übertragen". Die BBK-eigenen Warnsysteme hätten beim Krisenmanagement vergangene Woche "reibungslos funktioniert". "Für uns ist nicht ersichtlich, welche Maßnahmen am Ende der Meldekette im Einzelnen dann vor Ort getroffen werden. Das entzieht sich unserer Kenntnis, da wir als Bundesamt keine Zuständigkeit für den Katastrophenschutz vor Ort haben", so der BBK-Präsident. Die Länder benötigten zur Krisenbewältigung regelmäßig starke Unterstützung aus dem Bund, deshalb brauche man in Führungsstäben auch Vertreter des Bundes. "Die Länder müssen nicht Kompetenz abgeben, sondern der Bund muss mit an den Entscheidungstisch. Bevölkerungsschutz muss zur Gemeinschaftsaufgabe werden", so Schuster. In diesem Zusammenhang plädierte der Christdemokrat für die Einrichtung eines gemeinsamen Kompetenzzentrums beim BBK, in dem Bund, Länder, Kommunen und Hilfsorganisationen sitzen. Schuster forderte auch einen grundlegenden Politikwechsel für einen besseren Bevölkerungsschutz: "Es geht um einen kompletten Politikwechsel, den das Bundes- und viele Landesparlamente gerade beginnen einzuführen. Die verabschiedeten Klimaanpassungsgesetze sind der Einstieg in diesen Politikwechsel." Seine Behörde werbe seit Monaten dafür, dass man seit Corona alles größer denken müsse. "Der physische Schutz war bisher nicht so weit oben auf der Tagesordnung."

dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

@ dts-nachrichtenagentur.de

Weitere Meldungen

EU bietet Deutschland Finanzhilfen für Wiederaufbau Die EU-Kommission bietet an, Deutschland bei der Bewältigung von Folgen der Flutkatastrophe finanziell zu unterstützen. (Politik, 25.07.2021 - 02:03) weiterlesen...

Neue Straßen und Brücken in Flutgebieten kosten 700 Millionen Euro Das Bundesverkehrsministerium schätzt die Kosten für die Instandsetzung der im Hochwasser beschädigten oder zerstörten Autobahnen, Straßen und Brücken auf rund 700 Millionen Euro. (Politik, 25.07.2021 - 00:02) weiterlesen...

216 Tote nach Hochwasser - Helferansturm und Ratschläge von Außen Bei der Hochwasser-Katastrophe in der letzten Woche sind nach letzten Angaben 216 Menschen ums Leben gekommen. (Politik, 24.07.2021 - 14:47) weiterlesen...

Rund 30.000 Menschen in Flutgebieten ohne Strom oder Trinkwasser Rund 30.000 Menschen haben nach Informationen des Technischen Hilfswerks (THW) in den Flutgebieten derzeit kein Trinkwasser, keinen Strom oder müssen sogar auf beides verzichten. (Politik, 24.07.2021 - 11:55) weiterlesen...

Polizei weiß nichts von Beschimpfungen der Hilfskräfte Die für weite Teiles des Katastrophengebietes in Rheinland-Pfalz zuständige Polizei in Koblenz hat Medienberichte zurückgewiesen, wonach THW-Helfer beschimpft und angegriffen worden sein sollen. (Politik, 24.07.2021 - 11:53) weiterlesen...

Erste Behelfsbrücke im Katastrophengebiet kommt noch im Juli Die erste Behelfsbrücke des Bundes im Flutkatastrophengebiet kann vermutlich in wenigen Tagen in Betrieb genommen werden. (Politik, 24.07.2021 - 01:02) weiterlesen...