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Notfälle, Verkehr

Der Fund von gleich vier Weltkriegsbomben versetzt Teile Göttingens in einen Ausnahmezustand.

31.01.2021 - 03:22:12

Prüfung auf Schäden läuft - Bombensprengung in Göttingen erfolgreich. Tausende Menschen müssen ihre Wohnungen verlassen, die wichtige Nord-Süd-Verbindung der Deutschen Bahn wird unterbrochen. Mit den Sprengungen ist der Einsatz noch nicht beendet.

  • In Sicherheit - Foto: Swen Pf?rtner/dpa

    Einsatzkr?fte evakuieren einen Bewohner in G?ttingen. Foto: Swen Pf?rtner/dpa

  • Auch die Katzen - Foto: Swen Pf?rtner/dpa

    Die Katzen m?ssen nat?rlich auch mit: Diesem Anwohner mit einem Rollator wird geholfen seine Wohnung zu r?umen. Foto: Swen Pf?rtner/dpa

  • Bombenentsch?rfung - Foto: Swen Pf?rtner/dpa

    Ein Lautsprecherwagen der Polizei f?hrt durch das Evakuierungsgebiet. Im Bereich der Godehardstra?e in G?ttingen werden vier Blindg?nger aus dem Zweiten Weltkrieg im Boden vermutet. Foto: Swen Pf?rtner/dpa

In Sicherheit - Foto: Swen Pf?rtner/dpaAuch die Katzen - Foto: Swen Pf?rtner/dpaBombenentsch?rfung - Foto: Swen Pf?rtner/dpa

Göttingen - Nach einer aufwendigen Massenevakuierung sind in Göttingen vier Weltkriegsbomben durch den Kampfmittelbeseitigungsdienst gesprengt worden. Die Zehn-Zentner-Bomben mit Langzeitzündern waren bei Sondierungsarbeiten gefunden worden.

Die letzte Bombe sei gegen 01.00 Uhr in der Nacht auf Sonntag zur Explosion gebracht worden, teilte ein Sprecher der Stadt Göttingen mit. Zwischenzeitlich hatte es mehrere kleinere Verzögerungen gegeben. Auch der Fernverkehr der Deutschen Bahn war betroffen.

Nach ersten Erkenntnissen gab es keine Verletzten durch die Detonationen. Dennoch könnten die Anwohner vorerst noch nicht nach Hause zurückkehren, ließ die Stadtverwaltung wissen. Erkundungsteams müssten die Umgebung erst auf mögliche Schäden überprüfen. Dies könne bis in die Morgenstunden andauern. Unter anderem wurde mit einer Polizeidrohne aus der Luft nach Schäden gesucht.

Um den Fundort der Bomben war eine Gefahrenzone mit einem Radius von 1000 Metern eingerichtet worden. Mehr als 8000 Menschen mussten ihre Wohnungen verlassen. In mehreren Evakuierungszentren kamen insgesamt rund 260 Menschen unter, der Rest vor allem bei Verwandten und Freunden. Die Corona-Bestimmungen wurden für die Sondersituation zeitweise außer Kraft gesetzt.

Um die Fundstellen wurden mit Wassersäcken gefüllte Container aufgestellt, die die Druckwelle der Explosionen von angrenzenden Gebäuden ablenken sollten. Trotz dieses Schutzwalls wurde immer wieder vor umherfliegenden Splittern gewarnt. Neben mehreren Straßen wurde auch der Göttinger Bahnhof am Samstagmorgen gesperrt und die wichtige Nord-Süd-Verbindung der Deutschen Bahn unterbrochen. Der Fernverkehr wurde umgelenkt. Die Sperrung sollte gelten, solange die Arbeiten nicht vollständig abgeschlossen sind.

© dpa-infocom, dpa:210131-99-239126/2

@ dpa.de