Asyl, Lindner

Der FDP-Vorsitzende Christian Lindner hat die Kritik an seinen Äußerungen zum Umgang mit Kriegsflüchtlingen zurückgewiesen.

08.09.2017 - 01:03:37

Lindner weist Grünen-Kritik zurück

"Deutschland muss Realismus lernen", sagte Lindner der "Berliner Zeitung" (Freitag-Ausgabe). "Wir brauchen ein Einwanderungsrecht, das klar unterscheidet zwischen dauerhafter Zuwanderung von Qualifizierten, die wir uns aussuchen, und humanitärem Schutz, der zeitlich befristet ist und eine Option auf dauerhaften Aufenthalt enthält, aber keinen Automatismus."

Er fügte hinzu: "Wenn die Grünen die FDP für diese Position in einen Zusammenhang mit der AfD bringen, dann zeigt das, dass die Grünen noch keine Konsequenz aus der Flüchtlingskrise von 2015 gezogen haben." Er persönlich könne mit der Kritik der Grünen leben. "Aber das Schlimme ist, dass wenn man so eine völkisch-autoritäre Partei mit einer liberalen Partei in einen Topf wirft, nicht die liberale Partei geschädigt wird, sondern die völkischen Gefährder unserer politischen Kultur aufgewertet werden." Im Übrigen sei das, was er sage, gar nichts Neues, unterstrich der FDP-Vorsitzende. Das sage er vielmehr schon seit zwei Jahren und sei Position seiner Partei. Lindner hatte in der "Bild"-Zeitung gefordert, dass Kriegsflüchtlinge sobald wie möglich in ihre Heimat zurückkehren müssten. Aus dem Flüchtlingsstatus könne "nicht automatisch ein dauerhafter Aufenthaltsstatus werden". Das sei "humanitäres Völkerrecht" und gelte auch für hier geborene Kinder von Flüchtlingen. Wenn es in Syrien wieder sicher sei, müsse der Flüchtlingsschutz "erlöschen". Die Grünen-Abgeordnete Renate Künast hatte daraufhin erklärt, die FDP befinde sich offensichtlich "im Wettbewerb mit der AfD". Der Linken-Vorsitzende Bernd Riexinger hatte gesagt: "Lindner fischt im braunen Teich."

dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

@ dts-nachrichtenagentur.de

Amazon wird sich schwarzärgern, aber …

… wir schenken Ihnen den Report „Börsenpsychologie - Markttechnik für Trader“ heute trotzdem kostenfrei. Normalerweise kostet der Report im Onlinehandel 39,99 Euro.

Sie können sich den genialen Report heute jedoch absolut kostenfrei sichern. Wir senden Ihnen den Report vollkommen KOSTENFREI zu.

Jetzt HIER klicken und dank richtigen Timing reich an der Börse werden!

Weitere Meldungen

Pistorius: Von der Obergrenze der CSU bleibt nichts übrig Der niedersächsische Innenminister Boris Pistorius (SPD) hat das Flüchtlingskapitel des Sondierungspapiers mit der Union verteidigt. (Politik, 18.01.2018 - 15:31) weiterlesen...

Baerbock: GroKo-Flüchtlingspolitik bricht mir das Herz Die mögliche neue Grünen-Parteichefin Annalena Baerbock hat die flüchtlingspolitischen Beschlüsse von Union und SPD als "Angriff auf das Grundrecht auf Asyl" bezeichnet. (Politik, 18.01.2018 - 11:27) weiterlesen...

Seehofer: Keine Vergemeinschaftung von Schulden vereinbart CSU-Chef Horst Seehofer hat Kritikern widersprochen, die im Europa-Kapitel des Sondierungspapiers eine Vergemeinschaftung von Schulden in der EU befürchten. (Politik, 18.01.2018 - 00:03) weiterlesen...

Grüne machen mit Gesetzentwurf Druck beim Familiennachzug Die Grünen im Bundestag wollen am Freitag einen Gesetzentwurf in den Bundestag einbringen, der es auch subsidiär geschützten Flüchtlingen ermöglicht, ihre engsten Angehörigen nach Deutschland zu holen. (Politik, 17.01.2018 - 07:41) weiterlesen...

CSU-Innenpolitiker befürchtet Zuwanderung in nicht absehbarem Ausmaß Die Pläne des EU-Parlaments könnten nach Meinung des innenpolitischen Sprechers der CDU/CSU-Fraktion, Stephan Mayer (CSU), zu einer neuen Zuwanderungswelle nach Deutschland führen. (Politik, 17.01.2018 - 00:03) weiterlesen...

Bericht: Zahl der Familiennachzüge weiter gestiegen Die Zahl der Familiennachzüge nach Deutschland ist offenbar weiter gestiegen. (Politik, 16.01.2018 - 12:03) weiterlesen...