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Unwetter, Nordrhein-Westfalen

Der Dauerregen im Westen Deutschlands soll nachlassen - so weit die gute Nachricht.

15.07.2021 - 05:24:08

Unwetter - Hochwasser und Überschwemmungen - Feuerwehrmänner sterben. Doch die Lage bleibt vielerorts angespannt. Für zwei Feuerwehrmänner im Märkischen Kreis endeten ihre Einsätze tödlich.

  • Unwetter in Nordrhein-Westfalen - Foto: Roberto Pfeil/dpa

    Durch den starken Regenfall war die Wupper zum reissenden Gew?sser geworden. Foto: Roberto Pfeil/dpa

  • Unwetter in Nordrhein-Westfalen - Foto: Roberto Pfeil/dpa

    Anwohner der Ortschaft Balken helfen sich durch Fluten der Wupper. Foto: Roberto Pfeil/dpa

  • Unwetter in Nordrhein-Westfalen - Foto: Marius Becker/dpa

    Nur das Dach eines Autos schaut noch aus dem Wasser, das eine Bahnunterf?hrung geflutet hat. Foto: Marius Becker/dpa

  • Unwetter in Nordrhein-Westfalen - Foto: Marc Gruber/7aktuell.de /dpa

    Nach heftigem Starkregen ist in Altena ein Feuerwehrmann bei der Rettung eines Mannes ertrunken. Foto: Marc Gruber/7aktuell.de /dpa

  • Unwetter in Nordrhein-Westfalen - Foto: David Young/dpa

    Die Feuerwehr versucht, die Wassermassen mit Sands?cke zu stoppen. Foto: David Young/dpa

Unwetter in Nordrhein-Westfalen - Foto: Roberto Pfeil/dpaUnwetter in Nordrhein-Westfalen - Foto: Roberto Pfeil/dpaUnwetter in Nordrhein-Westfalen - Foto: Marius Becker/dpaUnwetter in Nordrhein-Westfalen - Foto: Marc Gruber/7aktuell.de /dpaUnwetter in Nordrhein-Westfalen - Foto: David Young/dpa

Tief «Bernd» bestimmt mit feuchtwarmen Luftmassen das Wetter in Deutschland. Dem DWD zufolge bleibt es in den nächsten Tagen wechselhaft mit Schauern und Gewittern, teils mit heftigem Starkregen. Dieser führte bereits am Mittwoch vielerorts zu Alarm: Es kam zu Erdrutschen, Straßen wurden überspült, Keller liefen voll und der Bahn- und Straßenverkehr war gestört.

In Altena im Sauerland kam bei der Rettung eines Mannes nach dem Starkregen ein 46 Jahre alter Feuerwehrmann ums Leben. Er wurde von den Wassermassen fortgerissen und ertrank. Das bestätigte ein Sprecher der Polizei im Märkischen Kreis. Nur zwei Stunden später kollabierte ein 52 Jahre alter Feuerwehrmann bei einem Einsatz im Bereich des Kraftwerks Werdohl-Elverlingsen. Er sei trotz Reanimations- und Hilfsmaßnahmen gestorben, teilte die Polizei mit. Die Polizei gehe von einem gesundheitlichen Notfall aus. In Altena waren - wie in vielen anderen Orten - Keller und Straßen überflutet. Der über die Ufer getretene Fluss Lenne verschärfte dort die Situation zusätzlich. Das Wasser lief in die Innenstadt. Altena sei «so gut wie nicht erreichbar», teilte die Polizei am Nachmittag mit.

Menschen mussten Häuser verlassen

In Hückeswagen im Oberbergischen Kreis lief aufgrund der heftigen Regenfälle die Bevertalsperre über. Das Wasser liefe aktuell unkontrolliert über den Rand der Staumauer, teilte ein Sprecher der Leitstelle am frühen Morgen mit. Mehr als 1000 Menschen mussten demnach ihre Häuser verlassen. Nach enormen Regenfällen haben die Behörden im Bergischen Land einen unkontrollierten Überlauf der Wupper-Talsperre bei Radevormwald befürchtet. Einsatzkräfte der Feuerwehr können das Wasser nach Angaben eines Sprechers der Leitstelle Oberbergischer Kreis mittlerweile jedoch kontrolliert ablaufen lassen. Aus Sicherheitsgründen wurden die Anwohner der Wupper in Radevormwald bereits seit dem späten Abend aufgefordert, ihre Wohnungen zu verlassen, auch mit Lautsprecherdurchsagen. Für Betroffene wurde eine Betreuungsstelle in einer Grundschule in Radevormwald eingerichtet.

Mehrere Häuser sowie ein Tierheim wurden am frühen Morgen in Solingen-Unterburg aufgrund des Hochwassers evakuiert. Der Wasserzufluss bleibe derzeit unvermindert hoch, wie ein Sprecher des Polizeipräsidiums Wuppertal mitteilte. Demnach werde das Wasser momentan von Einsatzkräften der Feuerwehr abgelassen, was sich auf das Stadtgebiet auswirkt. Die Bewohner konnten in Notunterkünften und teilweise bei Bekannten untergebracht werden.

Auch in Wuppertal sorgten heftige Regenfälle zu einem Anstieg der Wupper und so für überflutete Straßen. Wie ein Sprecher der Polizei am frühen Morgen mitteilte, wurden einige Straßen auf der Talachse entlang der Wupper gesperrt. Anwohner wurden demnach aufgefordert, sich nicht in Kellergeschossen aufzuhalten, sondern sich in höher gelegene Wohnungen zu begeben. Trotz der angekündigten Flutwelle sei die Unwetterlage in der Stadt aber noch überschaubar, teilte der Sprecher weiter mit. Die Feuerwehr wies auf Twitter vorzeitig darauf hin, den Trinkwasserverbrauch vorsorglich einzuschränken. Durch einen Stromausfall sei auch die Wasserversorgung betroffen.

Bahnbetrieb teilweise eingestellt

Die Deutsche Bahn riet allen Bahnreisenden, Nordrhein-Westfalen weiträumig zu umfahren. «Bitte verschieben Sie Reisen von und nach NRW nach Möglichkeit auf die kommenden Tage», hieß es in einer Mitteilung. Am Mittwoch wurde auf zahlreichen Bahnlinien der Betrieb eingestellt. Die Bahn berichtete unter anderem von Verspätungen und Ausfällen von Zügen zwischen Köln und Düsseldorf sowie zwischen Köln und Wuppertal. Die Strecken zwischen Köln und Koblenz waren auf beiden Seiten des Rheins nicht befahrbar. ICE-Züge zwischen Frankfurt und Brüssel fuhren nur zwischen Frankfurt und Köln.

In Rheinland-Pfalz rief der Kreis Vulkaneifel nach starken Regenfällen und Überschwemmungen den Katastrophenfall aus. «Die Lage ist sehr ernst, wir haben viele überschwemmte Straßen und Ortschaften, die nicht mehr erreichbar sind», sagte Landrätin Julia Gieseking am Mittwochabend in Daun. Die Schulen im Kreis sollen am Donnerstag geschlossen bleiben. «Ich appelliere an die Bevölkerung, dass alle zuhause bleiben und sich schützen vor den Wassermassen», sagte Gieseking.

© dpa-infocom, dpa:210715-99-386693/5

@ dpa.de

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