Ihr Broker

  • DAX 0,70
  • EUR/USD 0,50
  • GOLD 0,30

Nur Spreads

Keine Kommission

Jetzt registrieren

CFDs sind komplexe Instrumente und umfassen aufgrund der Hebelfinanzierung ein hohes Risiko, schnell Geld zu verlieren.

Autoindustrie, Straßenverkehr

Der Chef der Verbraucherzentralen fordert eine stärkere Aufsichtspflicht bei Pkw-Zulassungen durch das Kraftfahrtbundesamt.

18.09.2020 - 01:04:13

VZBV für stärkere Aufsichtspflicht des Kraftfahrtbundesamts

"Die Bundesregierung muss endlich das Pkw-Label reformieren und die Marktüberwachung beim Kraftfahrt-Bundesamt stärken, in dem Verbraucherschutz zusätzliches Aufsichtsziel wird", sagte Klaus Müller, Vorsitzender des Verbraucherzentrale Bundesverbands (VZBV) den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Freitagausgaben), angesichts des Diesel-Skandals der Autohersteller. Die Verbraucher müssten sich bei allen Autos darauf verlassen können, "dass die Angaben der Hersteller zu Nachhaltigkeit, Effizienz, Verbrauch oder dem Datenschutz richtig sind".

Der Volkswagenkonzern habe mit seinem Betrug "Millionen Kunden und das Vertrauen in die deutsche Autoindustrie massiv geschädigt", kritisierte Müller. "Einen weiteren Skandal darf es nicht geben. Die Hersteller müssen Wahrheit und Klarheit zum Verkaufsmotto erklären." VW hat nach Ansicht des Verbraucherzentralen-Chefs immer noch nicht die richtigen Lehren aus dem Skandal gezogen. "Statt schneller Aufklärung und Demut gilt bis heute Abwehren und Hochmut. So weigert sich Wolfsburg weiterhin hartnäckig, die Betroffenen in anderen EU-Staaten angemessen zu entschädigen." Ein guter Effekt der Diesel-Affäre sei, dass die Verbraucherrechte gestärkt wurden. "Ohne den Betrug wäre das neue Instrument der Musterfeststellungsklage wahrscheinlich nicht so schnell gekommen", sagte Müller. Durch den Vergleich mit VW im Zuge der Sammelklage hätten knapp eine Viertelmillion Verbraucher in Deutschland eine Entschädigung von VW erhalten. "Viele dieser Verbraucher wären ohne diese Klage vermutlich leer ausgegangen, weil sie das Risiko und die Kosten einer eigenen Klage nicht eingehen konnten oder wollten." Damit diese Rechte auch europaweit gelten, fordert Müller die Bundesregierung auf, eine neue europäische Verbandsklagerichtlinie so umsetzen, dass Verbraucherverbände unmittelbar Schadenersatz von Unternehmen einklagen können: "So kommen Verbraucher einfach und direkt zu ihrem Geld."

dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

@ dts-nachrichtenagentur.de