Wahlen, Präsident

Das von Korruption und Rezession gebeutelte Brasilien wählt einen neuen Präsidenten.

07.10.2018 - 13:28:06

Ultrarechter ist Favorit - Brasilianer wählen neuen Präsidenten. Ex-Präsident Lula darf nicht antreten - weil er im Knast sitzt. Und Fernando Haddad, Ersatzkandidat der linken Arbeiterpartei, trifft auf einen brachialen Rechtsaußen.

  • «Er nicht» - Foto: Eine Frau hat sich «Ele nao» (auf Deutsch «er nicht») auf den Körper geschminkt. Mit dieser Parole protestieren viele Brasilaner gegen den rechtsextremen Präsidentschaftskandidaten Bolsonaro. Foto: Dario Oliveira/ZUMA Wire

    Eine Frau hat sich «Ele nao» (auf Deutsch «er nicht») auf den Körper geschminkt. Mit dieser Parole protestieren viele Brasilaner gegen den rechtsextremen Präsidentschaftskandidaten Bolsonaro. Foto: Dario Oliveira/ZUMA Wire

  • Wahlmaschinen - Foto: Eraldo Peres/AP

    Mitarbeiter des Regionalwahlgerichts tragen elektronische Wahlmaschinen in ein Wahllokal. Foto: Eraldo Peres/AP

  • Jair Bolsonaro - Foto: Leo Correa/AP

    Jair Bolsonaro (M.) feiert zusammen mit seiner Familie seine Nominierung als Präsidentschaftskandidat der rechten PSL. Foto: Leo Correa/AP

  • Fernando Haddad - Foto: Paulo Lopes/ZUMA Wire

    Fernando Haddad, Präsidentschaftskandidat der Arbeiterpartei, gilt nicht als sonderlich charismatisch. Foto: Paulo Lopes/ZUMA Wire

  • Protest gegen Bolsonaro - Foto: Cris Faga/ZUMA Wire

    Ein Mann hält ein Plakat hoch, auf dem der rechtsextreme Präsidentschaftskandidat Bolsonaro ein Hitlerbärtchen hat. Foto: Cris Faga/ZUMA Wire

  • Unterstützung - Foto: Warley Kenji

    Ein Unterstützer der Arbeiterpartei fordert die Freilassung des immer noch populären Ex-Präsidenten Lula da Silva. Foto: Warley Kenji

«Er nicht» - Foto: Eine Frau hat sich «Ele nao» (auf Deutsch «er nicht») auf den Körper geschminkt. Mit dieser Parole protestieren viele Brasilaner gegen den rechtsextremen Präsidentschaftskandidaten Bolsonaro. Foto: Dario Oliveira/ZUMA WireWahlmaschinen - Foto: Eraldo Peres/APJair Bolsonaro - Foto: Leo Correa/APFernando Haddad - Foto: Paulo Lopes/ZUMA WireProtest gegen Bolsonaro - Foto: Cris Faga/ZUMA WireUnterstützung - Foto: Warley Kenji

Brasilia - Inmitten einer schweren Krise hat in Brasilien die Präsidentenwahl begonnen. Als Favoriten gingen am Sonntag der ultarechte Jair Bolsonaro und der linke Fernando Haddad ins Rennen um das höchste Staatsamt.

Sollte kein Bewerber in der ersten Runde die absolute Mehrheit erzielen, treffen die beiden stärksten Kandidaten in der Stichwahl in drei Wochen wieder aufeinander.

Der Ex-Militär Bolsonaro spricht abfällig über Minderheiten und lobt die Militärdiktatur (1964-1985). Angesichts der ausufernden Kriminalität kommen die Forderungen des «Trumps Brasiliens» nach einer Politik der harten Hand bei vielen Wählern gut an. São Paulos früherer Bürgermeister Haddad geht für die linke Arbeiterpartei ins Rennen, weil der populäre Ex-Präsidenten Luiz Inácio Lula da Silva wegen Korruption im Gefängnis sitzt und nicht antreten darf.

Während Brasilien vor einigen Jahren noch als aufstrebende Regionalmacht galt, ist das Land heute ein Sorgenkind. Durch die jüngsten Korruptionsskandale ist fast die gesamte politische Klasse diskreditiert. Nach einer schweren Rezession erholt sich die Wirtschaft nur langsam. Und die Spirale der Gewalt dreht sich immer weiter.

@ dpa.de