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Gesundheit, Krankheiten

Das Saarland hat den Kurswechsel bereits vollzogen, Bayern und Berlin folgen: Auch dort mĂŒssen SchĂŒlerinnen und SchĂŒler im Unterricht nun keine Maske mehr tragen.

04.10.2021 - 09:48:08

Corona-Pandemie - Weitere BundeslÀnder lockern Maskenpflicht an Schulen. Streit ist vorprogrammiert.

Berlin - In zwei BundeslĂ€ndern greifen an diesem Montag Lockerungen bei der Maskenpflicht an Schulen. In Berlin ist die Pflicht zum Masketragen im Unterricht bis zur sechsten Klasse fortan aufgehoben, in Bayern mĂŒssen im Unterricht nun generell keine Masken mehr getragen werden.

Über die Aufhebung der Pflicht wird seit Tagen erbittert gestritten. Einige Ärztevertreter hatten eine generelle Fortsetzung der Maßnahme an Schulen als unangemessen bezeichnet. Andere, etwa Virologen, halten den Kurswechsel fĂŒr verfrĂŒht, weil in den KlassenrĂ€umen die Abstandsregeln nicht gelten, dort altersbedingt viele Ungeimpfte sitzen und die Zahl der Infektionen gerade unter jungen Menschen hoch ist. Das Coronavirus geht nach Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) besonders stark bei Kindern ab dem Vorschulalter und Heranwachsenden bis zum Teenager-Alter um.

Kommunen warnen vor genereller Aufhebung

Vor einer vorschnellen Aufhebung der Maskenpflicht an Schulen warnte auch der StĂ€dte- und Gemeindebund. SchĂŒlerinnen und SchĂŒler seien eine besonders gefĂ€hrdete Gruppe, sagte HauptgeschĂ€ftsfĂŒhrer Gerd Landsberg den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Montag). Sie könnten zum großen Teil noch nicht geimpft werden und mĂŒssten ĂŒber viele Stunden auf vergleichsweise engem Raum tĂ€glich am Unterricht teilnehmen. «Deswegen ist es weiterhin wichtig, dass SchĂŒlerinnen und SchĂŒler regelmĂ€ĂŸig getestet werden und insbesondere in Gebieten, wo die Inzidenzzahlen vergleichsweise hoch sind, auch an der Maskenpflicht festgehalten wird.»

Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) Ă€ußerte VerstĂ€ndnis fĂŒr das Ende der Maskenpflicht an Schulen, das im Saarland seit Freitag bereits gilt und in Baden-WĂŒrttemberg und Sachsen erwogen wird. «Das Tragen von Masken beeintrĂ€chtigt einen normalen Unterricht und ist fĂŒr die SchĂŒlerinnen und SchĂŒler belastend», sagte sie der DĂŒsseldorfer «Rheinischen Post» (Montag). «Allerdings muss bei einer Lockerung der Maskenpflicht weiter oder sogar vermehrt in den Schulen getestet werden», verlangte sie vor allem mit Blick auf die Zeit nach den Herbstferien. «Denn dann kann es nach den Erfahrungen aus der Vergangenheit durchaus sein, dass die Infektionszahlen wieder steigen. Nach wie vor ist eine InfektionsprĂ€vention an den Schulen auch zum Schutz der Kinder und Jugendlichen wichtig.»

Frage nach Langzeitfolgen

Die Frage der GefĂ€hrdung von Kindern und Jugendlichen durch Covid-19 wird schon seit langem kontrovers diskutiert. BefĂŒrworter strengerer Sicherheitsmaßnahmen an Schulen argumentieren, dass auch Kinder schwer erkranken können, und weisen auf mögliche Langzeitfolgen («Long Covid») hin. Mehrere Kinder- und Jugendmediziner hatten Anfang September dagegen in einem offenen Brief fĂŒr weniger strenge Maßnahmen geworben: Kinder und Jugendliche erkrankten selbst nur in seltenen FĂ€llen schwer und wĂŒrden in der Regel schnell genesen.

Seit einigen Tagen nimmt die Zahl der Corona-Neuinfektionen wieder zu. Die Sieben-Tage-Inzidenz stieg nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Montagmorgen auf 64,7 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche. Eine Woche zuvor hatte der Wert noch bei 61,7 gelegen.

Kritik an Schließung der Impfzentren

StĂ€dtetagsprĂ€sident Burkhard Jung forderte angesichts wieder steigender Inzidenzwerte die Ausweitung der 2G-Regeln auf weitere Einrichtungen und kritisierte die Schließung der Impfzentren. «Etwa 70 Prozent der Erwachsenen sind aktuell geimpft. Das ist zu wenig», sagte der Leipziger OberbĂŒrgermeister der DĂŒsseldorfer «Rheinischen Post» (Montag). «Wir wollen unbedingt die Schließung von Kitas und Schulen vermeiden, sorgenfrei WeihnachtsmĂ€rkte und -konzerte besuchen.» Deshalb sei die Ausweitung der 2G-Regel geboten, besonders in pĂ€dagogischen und pflegerischen Bereichen. «Und auch in Kinos, Clubs, Fitnessstudios sollten nur Geimpfte und Genesene Zutritt haben», forderte Jung.

© dpa-infocom, dpa:211004-99-468786/4

@ dpa.de

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