Gesundheit, RKI

Das Robert-Koch-Institut (RKI) empfiehlt der Politik, wegen der Omikron-Variante des Coronavirus "maximale Kontaktbeschränkungen" umzusetzen.

21.12.2021 - 12:54:48

RKI drängt auf maximale Kontaktbeschränkungen

Das geht aus einem Strategiepapier des RKI hervor, welches am Dienstag veröffentlicht wurde. Die Maßnahmen sollen demnach "sofort" beginnen und "bis zunächst Mitte Januar 2022" beibehalten werden.

Zudem fordert das Institut "maximale infektionspräventive Maßnahmen" sowie "maximale Geschwindigkeit bei der Impfung der Bevölkerung". Zudem müssten Reisen auf das "unbedingt Notwendige" reduziert werden und eine "intensive Begleitkommunikation zum Verständnis der Maßnahmen" stattfinden. Auch auf eine Verschärfung der generell geltenden Infektionsschutzmaßnahmen wird in dem Papier eingegangen. So sollte laut RKI für den Zugang zu Einrichtungen, Gottesdiensten und kulturellen Veranstaltungen 2G+ gelten, wobei die Testung für Personen mit Auffrischimpfung entfällt. Bei Kontakt mit Risikogruppen sollten aber auch vollständig Geimpfte mit Auffrischimpfung immer einen zusätzlichen Test durchführen. Für den Zugang zum Arbeitsplatz empfiehlt das RKI "3G+", wobei sich Ungeimpfte täglich und vollständig Geimpfte und Genesene ohne Auffrischimpfung "zwei bis drei Mal" wöchentlich testen lassen sollen. Den Zugang zu Ladengeschäften soll es nach Empfehlung der Behörde nur unter 2G-Bedingungen sowie mit FFP2-Maske geben. Selbst für den Zugang zu Geschäften des täglichen Bedarfs empfiehlt das RKI Einschränkungen - dort soll wie im öffentlichen Personenverkehr 3G gelten. Weitere Punkte im Maßnahmenpaket sind unter anderem das Verbot von Großveranstaltungen, die Schließung von Bars, Clubs und Diskotheken sowie die Schließung von Restaurants. Zur Begründung der Verschärfung schreibt das RKI, dass die Konzepte 2G/3G unter Berücksichtigung der Omikron-Variante geschärft werden sollten, "da von einer erheblichen Transmission dieser Variante auch durch Genese und vollständig Geimpfte ohne Auffrischimpfung ausgegangen werden muss".

dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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