Wahlen, Verfassung

Das Referendum in der Türkei wurde zum langen Kopf-an-Kopf-Rennen.

16.04.2017 - 23:18:06

Verfassungsreferendum - Erdogan sieht sich als Sieger. Erst nach Stunden verkündet die Wahlkommission den Sieg des «Ja»-Lagers. Die ersten Reaktionen aus Europa sind harsch.

  • Türkei Referendum - Foto: Emrah Gurel

    Wahlkampfabschluss bei Istanbul. Die Türken entscheiden heute über eine Verfassungsänderung zur Einführung eines Präsidialsystems, das Staatspräsident Erdogan mehr Macht verleihen würde. Foto: Emrah Gurel

  • Erdogan - Foto: Michael Kappeler

    Der türkische Präsident Erdogan spricht beim Wahlkampfabschluss. Foto: Michael Kappeler

  • Oppositionsführer Kilicdaroglu - Foto: AP/dpa

    Der türkische Oppositionsführer und CHP-Chef Kemal Kilicdaroglu gibt einer Frau in Ankara die Hand. Foto: AP/dpa

  • Abgestimmt - Foto: Emrah Gurel

    Eine Frau kommt in Istanbul aus einer Wahlkabine. Foto: Emrah Gurel

  • An der Wahlurne - Foto: Depo Photos

    Die Türken stimmen über eine Verfassungsänderung zur Einführung eines Präsidialsystems ab. Foto: Depo Photos

  • Wahllokal - Foto: Michael Kappeler

    Wähler warten vor einem Wahllokal. Foto: Michael Kappeler

  • Erdogan - Foto: Michael Kappeler

    Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan kommt neben seiner Frau Emine aus dem Wahllokal und winkt zum Volk. Foto: Michael Kappeler

  • Türkei Referendum - Foto: Emrah Gurel

    Unterstützer der türkischen Regierungspartei AKP schwenken in Istanbul (Türkei) Flaggen und halten ein Poster von Staatspräsident Erdogan hoch. Foto: Emrah Gurel

  • AKP-Anhänger - Foto: Michael Kappeler

    Anhänger der türkischen Regierungspartei AKP stehen in Ankara vor der AKP-Zentrale. Foto: Michael Kappeler

Türkei Referendum - Foto: Emrah GurelErdogan - Foto: Michael KappelerOppositionsführer Kilicdaroglu - Foto: AP/dpaAbgestimmt - Foto: Emrah GurelAn der Wahlurne - Foto: Depo PhotosWahllokal - Foto: Michael KappelerErdogan - Foto: Michael KappelerTürkei Referendum - Foto: Emrah GurelAKP-Anhänger - Foto: Michael Kappeler

Istanbul/Ankara/Berlin Durch Manipulationen ist es dem türkischen Präsidenten Erdogan gelungen, eine Mehrheit für eine Diktatur zu erreichen.» Der Grünen-Vorsitzende Cem Özdemir forderte eine Neubewertung der deutsch-türkischen Beziehungen: «Ein «Weiter so» kann es jedenfalls nicht geben».

Bundesaußenminister Sigmar Gabriel (SPD) erklärte in Berlin: «Wir sind gut beraten, jetzt kühlen Kopf zu bewahren und besonnen vorzugehen». Er zeigte sich erleichtert, dass der «erbittert geführte Wahlkampf» vorbei sei. Dieser hat die deutsch-türkischen Beziehungen massiv belastet.

Die Türken in Deutschland stimmten nach vorläufigen Teilergebnissen mit großer Mehrheit für das Präsidialsystem. Nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Anadolu kam das «Ja» nach Auszählung von mehr als der Hälfte der Stimmen auf 63,2 Prozent. Die Wahlbeteiligung in Deutschland lag bei knapp 50 Prozent.

Insgesamt waren rund 58,2 Millionen Wahlberechtigte zur Abstimmung aufgerufen: 55,3 Millionen in der Türkei und 2,9 Millionen im Ausland. Letztere hatten bis zum Sonntag vergangener Woche die Möglichkeit, in ihren jeweiligen Ländern abzustimmen.

@ dpa.de

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