Ihr Broker

  • DAX 0,70
  • EUR/USD 0,50
  • GOLD 0,30

Nur Spreads

Keine Kommission

Jetzt registrieren

CFDs sind komplexe Instrumente und umfassen aufgrund der Hebelfinanzierung ein hohes Risiko, schnell Geld zu verlieren.

Konflikte, Krieg

Das Chaos auf dem Flughafen in Kabul hat sich etwas gelichtet.

18.08.2021 - 15:18:09

Afghanistan - Evakuierungsaktion der Bundeswehr nimmt Fahrt auf. Die Bundeswehr versucht nun, bei ihrer Evakuierungsoperation einen Zahn zuzulegen. Bald soll sie dafür auch eine solide rechtliche Grundlage haben.

  • Lufthansa-Maschine - Foto: Sebastian Gollnow/dpa

    Ein Flugzeug der Lufthansa landet am Flughafen Frankfurt. Mit dem Flug wurden Menschen aus dem usbekischen Taschkent nach Deutschland gebracht, die zuvor aus Afghanistan evakuiert wurden. Foto: Sebastian Gollnow/dpa

  • Taschkent - Foto: Marc Tessensohn/Bundeswehr/dpa

    Ein Transportflugzeug Airbus A400M der Bundeswehr landet mit aus Kabul evakuierten Personen an Bord auf dem Flughafen in Taschkent. Foto: Marc Tessensohn/Bundeswehr/dpa

  • Taschkent - Foto: Marc Tessensohn/Bundeswehr/dpa

    Aus Kabul evakuierte Personen warten nach der Landung mit einem Transportflugzeug Airbus A400M der Bundeswehr darauf, dass sie das Flugzeug in Taschkent verlassen k?nnen. Foto: Marc Tessensohn/Bundeswehr/dpa

  • Frankfurt - Foto: Michael Probst/AP/dpa

    Die Evakuierten aus Kabul verlassen in Frankfurt das Flugzeug. Foto: Michael Probst/AP/dpa

Lufthansa-Maschine - Foto: Sebastian Gollnow/dpaTaschkent - Foto: Marc Tessensohn/Bundeswehr/dpaTaschkent - Foto: Marc Tessensohn/Bundeswehr/dpaFrankfurt - Foto: Michael Probst/AP/dpa

Berlin - Nach schwierigem Start nimmt der Evakuierungseinsatz der Bundeswehr in Afghanistan Fahrt auf. In der Hauptstadt Kabul startete am Mittwoch ein weiterer Militärtransporter mit etwa 180 Menschen an Bord. Damit wurden vom deutschen Militär bereits mehr als 400 Menschen aus mehr als 15 Ländern ausgeflogen.

Die Bundesregierung brachte zugleich die rechtliche Grundlage für den Einsatz auf den Weg. Nach dem vom Kabinett beschlossenen Mandatsentwurf sollen bis zu 600 Soldaten bis spätestens Ende September im Einsatz sein. Für die Operation werden etwa 40 Millionen Euro veranschlagt.

Dramatischer Beginn

Der Einsatz hatte am Montag unter dramatischen Bedingungen begonnen. Die beiden Bundeswehrmaschinen vom Typ A400M konnten lange Zeit nicht landen, weil auf dem Flughafen chaotische Zustände herrschten. Hunderte Afghanen versuchten verzweifelt, von Flugzeugen der US-Streitkräfte mitgenommen zu werden und blockierten zeitweise das Rollfeld. Inzwischen hat sich die Lage etwas beruhigt. Für Mittwoch sind vier Flüge zum Drehkreuz in der usbekischen Hauptstadt Taschkent geplant. Von dort geht es mit der Lufthansa weiter nach Deutschland.

Die ersten 130 Evakuierten kamen in der Nacht in Frankfurt am Main an. Alle ausgeflogenen Afghanen, die an Bord der Maschine waren, sollen zunächst in einer Aufnahmeeinrichtung nach Hamburg versorgt werden. Dies teilte ein Sprecher der Bundespolizei mit. Im ersten Flieger waren demnach 17 bis 19 Menschen mit afghanischem Pass.

Bundeskabinett billigt Evakuierungseinsatz der Bundeswehr

Über den vom Bundeskabinett beschlossenen Mandatstext soll der Bundestag nächste Woche abstimmen. Die Zustimmung gilt als sicher. Das Parlament muss jedem bewaffneten Einsatz der Bundeswehr zustimmen. In Ausnahmefällen ist das auch nachträglich möglich, vor allem, wenn Gefahr in Verzug ist. Das trifft nach Ansicht der Regierung auf die Evakuierungsaktion zu, bei der vor allem deutscher Staatsbürger und afghanischer Helfer von Bundeswehr und Bundesministerien ausgeflogen werden sollen.

«Die Entsendung bewaffneter deutscher Streitkräfte duldet keinen Aufschub», heißt es in einem Begleitschreiben von Außenminister Heiko Maas (SPD) und Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) zum Mandatsentwurf, das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. «Jedes weitere Zuwarten, bis der Deutsche Bundestag abschließend entschieden hat, könnte eine erfolgreiche Durchführung des Einsatzes der deutschen Kräfte in Frage stellen oder jedenfalls deutlich erschweren und damit auch Leib und Leben der zu schützenden Personen gefährden.»

Es handelt sich um ein so genanntes robustes Mandat, dass auch den Einsatz militärischer Gewalt erlaubt, «insbesondere zum Schutz der zu evakuierenden Personen und eigener Kräfte, sowie im Rahmen der Nothilfe».

Zum Einsatz kommen für Evakuierungen ausgebildete Fallschirmjäger, die Eliteeinheit KSK, aber auch Feldjäger, Sanitäter und die Flugzeugbesatzungen der Luftwaffe. Der Einsatz gilt als bisher größte Evakuierungsmission der Bundeswehr.

© dpa-infocom, dpa:210818-99-878970/7

@ dpa.de