Konflikte, Türkei

Damaskus - Was vor mehr als fünf Jahren in Syrien mit Demonstrationen in einer Provinzstadt begann, hat sich zu einem komplexen Bürgerkrieg mit internationaler Dimension ausgeweitet.

29.12.2016 - 13:44:06

Kompliziertes Netz - Wer kämpft gegen wen in Syrien?. Der Konflikt wird auch von außen immer weiter angefacht.

Er ist schwer lösbar, weil es viele Akteure mit unterschiedlichen Interessen sowie ein kompliziertes Netz gegenseitiger Abhängigkeiten gibt.

SYRISCHE REGIERUNG: Den Truppen von Präsident Baschar al-Assad ist mit Hilfe ihrer Verbündeten kürzlich ein wichtiger Etappensieg gelungen: Die Rückeroberung von Aleppo. Die syrische Regierung geht deutlich gestärkt aus den vergangenen Kämpfen hervor und kontrolliert mittlerweile wieder die großen Städte des Landes wie Damaskus, Homs, Aleppo und den Küstenstreifen am Mittelmeer. Syriens Armee hat allerdings viele Soldaten verloren und wird vor allem durch russische Kampfjets, iranische Kämpfer und die Schiitenmiliz Hisbollah unterstützt. Auch Verbände aus Afghanistan und dem Irak sollen aufseiten des Regimes kämpfen.

ISLAMISCHER STAAT (IS): Die Terrormiliz hat in den vergangenen Monaten zwar große Teile ihres Gebietes verloren, herrscht aber immer noch in vielen Gebieten entlang des Euphrats und in Zentralsyrien und konnte sogar die antike Oasenstadt Palmyra zurückerobern, nachdem sie schon von dort vertrieben worden war.

REBELLEN: Unzählige Rebellengruppen kämpfen in Syrien - von moderaten Gruppen, die vom Westen unterstützt werden, bis zu radikalen Islamisten, wie der früheren al-Kaida-nahen Nusra-Front. Immer wieder gehen die verschiedenen Truppen zeitweise Zweckbündnisse ein.

KURDEN: Kurdische Streitkräfte beherrschen mittlerweile den größten Teil der Grenze zur Türkei. Sie sind ein wichtiger Partner des Westens im Kampf gegen den IS. Sie kämpfen teilweise mit Rebellen zusammen, kooperieren aber auch mit der Führung in Damaskus.

DIE USA UND DER WESTEN: Washington führt den Kampf gegen den IS an der Spitze einer internationalen Koalition. Kampfjets fliegen täglich Angriffe. Beteiligt sind unter anderem Frankreich und Großbritannien. Deutschland stellt unter anderem sechs Tornados für Aufklärungsflüge.

RUSSLAND: Seit mehr als einem Jahr fliegt Russlands Luftwaffe Angriffe in Syrien und steht an der Seite von Machthaber Assad. Russland bekämpft offiziell den IS, greift aber immer wieder auch moderate Rebellengruppen an, die Seite an Seite mit Dschihadisten kämpfen.

IRAN: Teheran ist der treueste Unterstützer Assads. Nach Angaben Teherans sind Mitglieder der iranischen Revolutionsgarden als militärische Berater der syrischen Armee im Einsatz. Auch die vom Iran unterstützte Schiitenmiliz Hisbollah aus Syriens Nachbarland Libanon kämpft an der Seite Assads.

SAUDI-ARABIEN UND DIE TÜRKEI: Riad und Ankara sind wichtige Unterstützer von Rebellen. Sie fordern den Sturz Assads. Saudi-Arabien geht es darum, den iranischen Einfluss zurückzudrängen. Der Iran ist der saudische Erzrivale im Nahen Osten. Die Türkei will eine größere Selbstbestimmung der Kurden in Nordsyrien verhindern und kämpft mittlerweile auch innerhalb des syrischen Staatsgebietes mit Bodentruppen und Panzern gegen den IS.

@ dpa.de

Amazon wird sich schwarzärgern, aber …

… wir schenken Ihnen den Report „Börsenpsychologie - Markttechnik für Trader“ heute trotzdem kostenfrei. Normalerweise kostet der Report im Onlinehandel 39,99 Euro.

Sie können sich den genialen Report heute jedoch absolut kostenfrei sichern. Wir senden Ihnen den Report vollkommen KOSTENFREI zu.

Jetzt HIER klicken und dank richtigen Timing reich an der Börse werden!

Weitere Meldungen

Türkei will Ausnahmezustand erneut um drei Monate verlängern. Istanbul - Die türkische Regierung will den Ausnahmezustand eineinhalb Jahre nach dem Putschversuch zum sechsten Mal um drei weitere Monate verlängern. Das habe das Kabinett nach einer Empfehlung des Nationalen Sicherheitsrats beschlossen, meldet die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu. Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan hatte den Notstand nach dem Putschversuch vom 15. Juli 2016 ausgerufen und kann seitdem weitestgehend per Dekret regieren. Die Dekrete sind bis zu einer Aufhebung des Ausnahmezustands nicht vor dem Verfassungsgericht anfechtbar. Türkei will Ausnahmezustand erneut um drei Monate verlängern (Politik, 18.01.2018 - 11:46) weiterlesen...

Ausnahmezustand in der Türkei vor sechster Verlängerung. Die Annahme des Vorschlags des Nationalen Sicherheitsrats durch das Parlament gilt angesichts der absoluten Mehrheit der AKP von Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan als Formsache. Die Opposition und Menschenrechtler fordern seit langem eine Aufhebung des Ausnahmezustands, unter dem Grundrechte eingeschränkt sind. Auch in der Wirtschaft regt sich Unmut über die Dauer der Maßnahme, die Investoren verunsichert. Istanbul - Eineinhalb Jahre nach dem Putschversuch in der Türkei steht der Ausnahmezustand in dem Land vor einer neuen, sechsten Verlängerung. (Politik, 17.01.2018 - 20:48) weiterlesen...

Gabriel zu Yücel: «Es gibt keine schmutzigen Deals». Yücel hatte in einem Interview mit der Deutschen Presse-Agentur gesagt, dass er schmutzige Deals zwischen Berlin und Ankara für seine Freilassung ablehne. Schmutzige Deals gebe es nicht, entgegnete Gabriel in Berlin. Berlin - Außenminister Sigmar Gabriel hat sich von den Äußerungen des in der Türkei inhaftierten «Welt»-Korrespondent Deniz Yücels zu möglichen Tauschgeschäften für seine Freilassung distanziert. (Politik, 17.01.2018 - 12:48) weiterlesen...

Interview mit Deniz Yücel - «Für schmutzige Deals stehe ich nicht zur Verfügung». Im dpa-Interview erzählt der Journalist, auf welche Art er auf keinen Fall freikommen möchte - und was er nach der Entlassung aus dem Gefängnis als erstes machen will. Deniz Yücel ist zum Symbol der deutsch-türkischen Krise geworden. (Politik, 17.01.2018 - 10:40) weiterlesen...

Deutsch-türkische Beziehungen - Deniz Yücel lehnt «schmutzige Deals» für Freilassung ab. Der Journalist sagt nun, er wolle auf keinen Fall mit Hilfe «schmutziger Deals» freikommen. Die Bundesregierung fordert die Entlassung von Deniz Yücel aus der Haft in der Türkei und hat Rüstungsexporte an den Nato-Partner eingeschränkt. (Politik, 17.01.2018 - 06:50) weiterlesen...

Yücel kündigt Buch an: «Wir sind ja nicht zum Spaß hier». Berlin  - Der seit mehr als elf Monaten in der Türkei inhaftierte «Welt»-Korrespondent Deniz Yücel hat die Veröffentlichung eines Buches angekündigt. «Es erscheint am 14. Februar in der Edition Nautilus», sagte Yücel in einem schriftlich über seine Anwälte geführten Interview der Deutschen Presse-Agentur. Das Buch trage den Titel «Wir sind ja nicht zum Spaß hier». Dabei handele es sich um «eine Sammlung aus überarbeiteten alten und ganz alten, aber, wie wir meinen, immer noch lesenswerten Texten aus der "Welt", der "taz" und der "Jungle World".» Yücel kündigt Buch an: «Wir sind ja nicht zum Spaß hier» (Politik, 17.01.2018 - 06:44) weiterlesen...