Bundeswehr, Deutschland

Christine Lambrecht richtet nach den schweren Pannen mit dem Schützenpanzer Puma deutliche Worte an die Industrie.

20.12.2022 - 12:51:15

Lambrecht will bei Puma-Reparaturen Tempo von der Industrie. Auch zu den Panzerhaubitzen 2000 äußert sich die Verteidigungsministerin.

Verteidigungsministerin Christine Lambrecht hat ihren Ruf nach Tempo bei der Instandsetzung der bei Übungen ausgefallenen Schützenpanzer Puma bekräftigt. «Die Industrie ist in der Verantwortung, diese Systeme, die nicht einsatzfähig sind, jetzt instand zu setzen», sagte die SPD-Politikerin in Lest in der Slowakei, wo deutsche Soldaten zum Schutz der Nato-Ostflanke eingesetzt sind. Lambrecht: «Das ist eine Aufgabe, die auch sehr, sehr zügig erfüllt werden muss.»

Über die grundsätzliche Frage, ob der Puma weiter genutzt werden soll, will die SPD-Politikerin demnach später entscheiden. Sie erwarte eine Perspektive, «die aufgezeigt wird von der Industrie, dass wir die Pumas eben verlässlich einsetzen können». Sie sagte: «Und wenn das nicht gelingt, dann müssen wir eine Entscheidung treffen dahingehend gegebenenfalls auch, dass wir dieses System nicht weiter nutzen.»

Lambrecht wollte sich nicht im Detail zu einem Bericht äußern, wonach aktuell nur etwa ein Drittel der 105 Panzerhaubitzen 2000 der Bundeswehr einsatzfähig ist. «Der Einsatz in der Ukraine hat deutlich gemacht, welche hervorragenden Fähigkeiten damit verbunden sind. Und deswegen ist es wichtig, dass sie einsatzbereit ist, sowohl in der Ukraine, aber wir eben auch einsatzbereite Systeme zur Verfügung haben», sagte Lambrecht. Die Zahlen zur Einsatzbereitschaft werde sie nicht in der Öffentlichkeit diskutieren. Lambrecht: «Das hat was mit der Sicherheit der Bundesrepublik Deutschland zu tun.»

@ dpa.de

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