Unwetter, Notfälle

Casteldaccia - Die schweren Unwetter in Italien haben weitere Todesopfer gefordert.

04.11.2018 - 08:54:05

Ansteigende Wasserpegel - Unwetter in Italien: Neun Tote aus geflutetem Haus geborgen. Taucher bargen in der Nacht auf Sonntag bei einem «dramatischen Einsatz» neun Leichen aus einem gefluteten Landhaus auf Sizilien, wie die Feuerwehr auf Twitter mitteilte.

  • Unwetter in Italien - Foto: Luca Bruno/AP

    Touristen blicken auf ihre Smartphones, während sie über den überfluteten Markusplatz schlendern. Das Wetter lähmt seit Tagen weite Teile Italiens. Foto: Luca Bruno/AP

  • Unwetter in Italien - Foto: Vigili del Fuoco/AP

    Umgestürzte Bäume treiben bei BVelluno in Norditalien den Fluss Piave hinunter. Foto: Vigili del Fuoco/AP

  • Verwüstung - Foto: Uncredited/Vigili del Fuoco/Italian Firefighters/AP

    Umgestürzte Bäume in einem Wald bei Belluno. Unwetter haben in Italien Chaos und Verwüstung angerichtet. Foto: Uncredited/Vigili del Fuoco/Italian Firefighters/AP

Unwetter in Italien - Foto: Luca Bruno/APUnwetter in Italien - Foto: Vigili del Fuoco/APVerwüstung - Foto: Uncredited/Vigili del Fuoco/Italian Firefighters/AP

Das Unglück geschah demnach unweit von Palermo in Casteldaccia. Dort war der Wasserpegel eines Flusses wegen der heftigen Regenfälle in der Region rapide angestiegen, wie italienische Medien berichteten. Bei den Toten handele es sich um Angehörige zweier Familien, unter den Opfern seien auch kleine Kinder.

«Eine entsetzliche Tragödie hat uns getroffen», sagte der Bürgermeister von Casteldaccia, Giovanni Di Giacinto, laut der Nachrichtenagentur Ansa. Der Fluss habe nie eine Gefahr dargestellt. Ansa berichtete zudem von einem weiteren Toten, der im sizilianischen Vicari gefunden worden sei.

Seit nunmehr einer Woche sind weite Teile Italiens von Starkregen, Sturm und Gewitter betroffen. Mit den Toten von Sonntagnacht kamen mittlerweile deutlich mehr als 20 Menschen ums Leben.

Die Situation im Norden des Landes hatte der Chef des Zivilschutzes am Samstag als «apokalyptisch» bezeichnet. Winde mit Geschwindigkeiten von bis zu 180 Stundenkilometern hatten Schneisen der Verwüstung in Wälder gerissen, Straßen wurden durch Erdrutsche verschüttet. Vielerorts fehlten Strom und Trinkwasser. Am Sonntag wollte Innenminister Matteo Salvini die betroffene Region Venetien besuchen.

@ dpa.de