Parteien, Schäuble

Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble (CDU) hält Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) durch die Abwahl des langjährigen Fraktionschefs und Vertrauten Volker Kauder (CDU) keineswegs für geschwächt.

07.10.2018 - 00:05:30

Schäuble: Merkel durch Abwahl von Kauder nicht geschwächt

"Die Kanzlerin könnte der Wechsel an der Fraktionsspitze sogar stabilisieren", sagte Schäuble der "Bild am Sonntag". "In der Union gab es seit geraumer Zeit eine unbehagliche Stimmung. Gut möglich, dass für viele das jetzt das Ventil war. Das ist bitter für den, der nicht gewählt wird. Aber alles hat eben seine Zeit."

Hierzu zitierte Schäuble nach `Wilhelm Tell`: "Es rast der See und will ein Opfer." Schäuble sieht für Merkels Zukunft drei Möglichkeiten: "Entweder, sie entscheidet selbst, wann die Zeit gekommen ist. Oder sie wird im Parlament zum Rücktritt gebracht. Oder der Wähler wird sie irgendwann abwählen." In allen drei Fällen ginge "eine außergewöhnliche, große Amtszeit demokratisch zu Ende", so Schäuble. "Wir alle haben nur eine Verantwortung auf Zeit." Es sei das Wesen der Demokratie, dass es "immer mal wieder einen Wechsel gibt." Angela Merkel wisse, "dass in der Demokratie das Amt irgendwann einmal weitergegeben wird". Er sei "aber sicher, dass Angela Merkel auf dem kommenden Parteitag als CDU-Vorsitzende wiedergewählt wird." Die CDU wählt Anfang Dezember auf ihrem Parteitag in Hamburg ihre Parteiführung.

dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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