International, Nato

Brüssel - US-Präsident Donald Trump lässt im erbitterten Streit mit Deutschland nicht locker.

12.07.2018 - 09:12:32

Tag zwei des Nato-Gipfels - Trump legt im Streit mit Deutschland nach. Nach dem Eklat um deutsche Erdgasimporte aus Russland zum Auftakt des Nato-Gipfels kritisierte Trump die Bundesregierung erneut scharf.

  • Ankunft Trump - Foto: Pablo Martinez Monsivais, AP

    US-Präsident Trump ist mit seiner Frau in Brüssel eingetroffen. Foto: Pablo Martinez Monsivais, AP

  • Stoltenberg und Trump in Brüssel - Foto: Bernd von Jutrczenka

    Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg und US-Präsident Donald Trump treffen sich anlässlich des Nato-Gipfels in der Residenz des amerikanischen Botschafters in Brüssel. Foto: Bernd von Jutrczenka

  • Merkel beim Nato-Gipfel in Brüssel - Foto: Francois Mori/AP

    Kanzlerin Merkel kommt zum Nato-Gipfel in Brüssel. Foto: Francois Mori/AP

  • Nato-Gipfel - Foto: Ludovic Marin/POOL AFP/AP

    Bundeskanzlerin Angela Merkel und Us-Präsident Donald Trump beim Nato-Gipfel in Brüssel. Foto: Ludovic Marin/POOL AFP/AP

  • Nato-Gipfel - Foto: Markus Schreiber/AP

    US-Präsident Donald Trump hat Deutschland in einer Brandrede zum Auftakt des Nato-Gipfels schwere Vorwürfe gemacht, dabei aber mit zweifelhaften Zahlen argumentiert. Foto: Markus Schreiber/AP

Ankunft Trump - Foto: Pablo Martinez Monsivais, APStoltenberg und Trump in Brüssel - Foto: Bernd von JutrczenkaMerkel beim Nato-Gipfel in Brüssel - Foto: Francois Mori/APNato-Gipfel - Foto: Ludovic Marin/POOL AFP/APNato-Gipfel - Foto: Markus Schreiber/AP

«Präsidenten haben jahrelang erfolglos versucht, Deutschland und andere reiche Nato-Staaten dazu zu bewegen, mehr für ihren eigenen Schutz vor Russland zu zahlen», schrieb Trump. «Sie bezahlen nur einen Bruchteil ihrer Kosten.» Die USA hingegen zahlten zweistellige Milliardenbeträge zuviel, um Europa zu subventionieren.

«Und als wäre das nicht genug, hat Deutschland gerade angefangen, Russland, dem Land, vor dem sie beschützt werden wollen, Milliarden Dollar für ihren Energiebedarf zu zahlen, der aus einer Pipeline aus Russland kommt», fügte er in einem weiteren Tweet hinzu. «Nicht akzeptabel! Alle Nato-Staaten müssen ihr Zwei-Prozent-Verpflichtung erfüllen, und sie müssen letztlich auf vier Prozent gehen.» Gemeint ist seine Forderung, zwei beziehungsweise vier Prozent des Bruttoinlandsprodukts für Verteidigung auszugeben. Deutschland liegt derzeit bei 1,24 Prozent.

Mit der neuen Twitterserie nahm Trump seine Verbalattacken gegen Deutschland wieder auf, obwohl er am Mittwochnachmittag nach einem Treffen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel Signale der Entspannung zu senden schien. Er hatte das Verhältnis zu Deutschland hervorragend genannt und Merkel auch persönlich gelobt.

Am zweiten und letzten Tag des Gipfels wollten sich die 29 Nato-Staaten auf ihre gemeinsame Linie für Afghanistan konzentrieren. Das Bündnis sagt dem Land am Hindukusch bis mindestens 2024 weitere Hilfe zu. Zudem geht es an diesem Donnerstag um die Beziehungen zu Georgien und zur Ukraine, die aber auch diesmal nicht die erhoffte konkrete Perspektive auf einen Nato-Beitritt bekommen werden.

@ dpa.de