International, Nato

Brüssel - Die Staats- und Regierungschefs der Nato-Staaten haben sich trotz des erbitterten Streits um die Verteidigungsausgaben auf eine gemeinsame Gipfelerklärung geeinigt.

11.07.2018 - 17:34:05

Spitzentreffen in Brüssel - Nato-Staaten einigen sich trotz Streits auf Gipfelerklärung

  • Ankunft Trump - Foto: Pablo Martinez Monsivais, AP

    US-Präsident Trump ist mit seiner Frau in Brüssel eingetroffen. Foto: Pablo Martinez Monsivais, AP

  • Stoltenberg und Trump in Brüssel - Foto: Bernd von Jutrczenka

    Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg und US-Präsident Donald Trump treffen sich anlässlich des Nato-Gipfels in der Residenz des amerikanischen Botschafters in Brüssel. Foto: Bernd von Jutrczenka

  • Merkel beim Nato-Gipfel in Brüssel - Foto: Francois Mori/AP

    Kanzlerin Merkel kommt zum Nato-Gipfel in Brüssel. Foto: Francois Mori/AP

  • Nato-Gipfel - Foto: Ludovic Marin/POOL AFP/AP

    Bundeskanzlerin Angela Merkel und Us-Präsident Donald Trump beim Nato-Gipfel in Brüssel. Foto: Ludovic Marin/POOL AFP/AP

Ankunft Trump - Foto: Pablo Martinez Monsivais, APStoltenberg und Trump in Brüssel - Foto: Bernd von JutrczenkaMerkel beim Nato-Gipfel in Brüssel - Foto: Francois Mori/APNato-Gipfel - Foto: Ludovic Marin/POOL AFP/AP

In dem in Brüssel verabschiedeten Text wird allerdings keine Lösung für die vor allem zwischen Deutschland und den USA ausgetragene Auseinandersetzung aufgezeigt. Die 29 Nato-Staaten bekräftigen lediglich noch einmal ihr «uneingeschränktes Bekenntnis» zu dem sogenannten «Zwei-Prozent-Ziel» aus dem Jahr 2014.

Dieses wird allerdings unterschiedlich interpretiert. Nach Auffassung von US-Präsident Donald Trump haben sich damals alle Nato-Staaten verpflichtet, spätestens 2024 mindestens zwei Prozent des Bruttoinlandsprodukts für Verteidigung auszugeben. Die Bundesregierung verweist jedoch darauf, dass im Beschluss lediglich davon die Rede ist, sich in Richtung der zwei Prozent zu bewegen.

Nach den jüngsten Prognosen der Nato werden 2018 neben den USA lediglich Griechenland, Großbritannien, Polen, Rumänien sowie die drei baltischen Staaten Litauen, Lettland und Estland das Zwei-Prozent-Ziel erreichen.

Deutschland liegt trotz deutlich steigender Verteidigungsausgaben derzeit bei etwa 1,24 Prozent. Nach deutscher Lesart haben sie sich damit auf die zwei Prozent zubewegt, weil die Quote 2014 nur bei 1,18 Prozent lag. 2024 soll die Quote nach einem Versprechen von Bundeskanzlerin Angela Merkel bei 1,5 Prozent liegen.

@ dpa.de