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Fußball, Champions League

Bis zur 55.

15.04.2021 - 07:14:07

Champions League - Elfmeter verstärkt BVB-Frust über Europa-Abschied. Minute kann der BVB von einem Coup gegen den Titelfavoriten Manchester City träumen. Doch ein viel diskutierter Elfmeterpfiff bringt den Revierclub aus dem Tritt. Das verstärkt den Frust.

  • Marco Reus - Foto: Martin Meissner/AP-Pool/dpa

    Dortmunds Kapit?n Marco Reus (l) verl?sst traurig den Platz. Der Traum vom Halbfinale ist geplatzt. Foto: Martin Meissner/AP-Pool/dpa

  • Elfmeter - Foto: Martin Meissner/AP-Pool/dpa

    Dortmunds Torwart Marwin Hitz (l) kann den Treffer per Elfmeter von Riyad Mahrez (2.v.r.) von Manchester nicht halten. Foto: Martin Meissner/AP-Pool/dpa

Marco Reus - Foto: Martin Meissner/AP-Pool/dpaElfmeter - Foto: Martin Meissner/AP-Pool/dpa

Dortmund - Der 1:2 (1:0)-Knockout von Borussia Dortmund im Viertelfinale gegen Manchester City erhitzte auch nach dem Schlusspfiff die Gemüter.

Dass Schiedsrichter Carlos Del Cerro Grande (Spanien) mit einer umstrittenen Elfmeter-Entscheidung die Wende zugunsten der Engländer einleitete, verstärkte den Frust von Trainer Edin Terzic über den wohl längeren Abschied des BVB von der Königsklasse: «Wir hatten einen großen Traum, der ist nun vorbei. Nach drei von vier Halbzeiten waren wir eine Runde weiter. Dementsprechend ist die Enttäuschung groß.»

Nach der 1:0-Führung des erneut starken und erst 17 Jahre alten Jude Bellingham (15.) schien die von BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke erhoffte «Weltsensation» zum Greifen nahe. Doch der Elfmetertreffer von Riyad Mahrez (55.) wirkte auf den BVB wie ein K.o-Schlag. Nationalspieler Can, dem der Ball zuvor bei einem Abwehrversuch vom Kopf an den Arm gesprungen war, machte aus seiner Verärgerung keinen Hehl: «Ich glaube, in den Regeln steht, dass das kein Hand ist. Wenn wir deswegen einen Elfer bekommen und das Spiel verlieren, ist das bitter.»

Terzic pflichtete dem Defensiv-Allrounder bei - bei aller Anerkennung für den «verdienten Erfolg» der Gäste: «Wir haben jedes Jahr Schiri-Schulungen, wo uns die Regeln erklärt werden. Uns wurde vor der Saison ganz klar gesagt: Wenn man sich selbst an die Hand köpft, wird es nicht als regelwidrig angesehen. Es ist für mich sehr ärgerlich und kein strafbares Handspiel.» Zudem verwies der Fußball-Lehrer auf die fragwürdige Aberkennung eines Tores von Bellingham beim 1:2 vor einer Woche in Manchester: «So richtig Glück mit den Schiedsrichter-Entscheidungen hatten wir in den letzten sieben Tagen nicht.»

Die deutlichsten Worte der Kritik fand jedoch TV-Experte Dietmar Hamann und verwies auf den nicht vorhandenen «Interpretationsspielraum» bei dieser Regel. «Das ist skandalös. Wir haben den Videobeweis reingebracht, um die Sache gerechter zu machen. Wenn solche Sachen nicht zurückgenommen werden, dann weiß ich nicht, ob der Videobeweis eine Zukunft hat. Der Videobeweis wurde für mich heute begraben», klagte der ehemalige Fußball-Profi bei Sky.

City-Coach Pep Guardiola sah es dagegen anders. «Elfmeter, ganz klar», sagte der Spanier nach Ansicht der TV-Bilder und Manchesters Ilkay Gündogan ergänzte: «Ich hatte das Gefühl, dass der Arm relativ weit draußen war.»

Für den Bundesliga-Fünften aus Dortmund dürfte es ein Abschied von der lukrativen europäischen Eliteklasse für mindestens ein Jahr gewesen sein. Bei sieben Punkten Rückstand auf Rang vier erscheint eine erneute Qualifikation für den Wettbewerb derzeit unwahrscheinlich. Als letzte Titeloption in dieser Saison bleibt nur noch der DFB-Pokal, in dem die Dortmunder im Halbfinale Anfang Mai auf den Zweitligisten Holstein Kiel treffen.

Noch hat Terzic die Hoffnung auf einen erfolgreichen Bundesliga-Endspurt jedoch nicht aufgegeben. Die beiden guten Spiele gegen die «Citizens» weckten bei allen Beteiligten Lust auf mehr. «Wir werden in den restlichen Spielen alles reinwerfen, um nächstes Jahr wieder eine solche Chance zu bekommen», versprach der Coach.

© dpa-infocom, dpa:210415-99-209535/4

@ dpa.de

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