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Neue Westf?lische (Bielefeld)

Bielefeld - J?rg Rinne? Es ist erst wenige Tage her, dass Th?ringens Ministerpr?sident Bodo Ramelow sich bei Kanzlerin Angela Merkel entschuldigt hat.

13.01.2021 - 22:02:28

Virus-Mutationen bereiten Sorge? Sieg ?ber das Virus auf Sommer vertagt?. Er habe als Regierungschef in Erfurt die Corona-Warnungen aus Berlin im Sp?therbst nicht ernst genug genommen.

Bielefeld - J?rg Rinne? Es ist erst wenige Tage her, dass Th?ringens Ministerpr?sident Bodo Ramelow sich bei Kanzlerin Angela Merkel entschuldigt hat. Er habe als Regierungschef in Erfurt die Corona-Warnungen aus Berlin im Sp?therbst nicht ernst genug genommen. Die aktuellen Fallzahlen in seinem Bundesland h?tten ihn nun eines Besseren belehrt. Im vielstimmigen und dissonanten Chor der Bundesl?nder im Ringen um den Schutz der Bev?lkerung vor dem Virus eine bemerkenswerte Haltung.Nun warnt die Kanzlerin erneut und will ihrer coronam?den Nation einmal mehr signalisieren, dass die Zeit der Lockerungen trotz des Impfbeginns noch nicht gekommen ist. Im Gegenteil: Merkel geht davon aus, dass die kommenden Wochen und Monate wohl die schwierigsten in der Pandemie sein werden. Der Grund zu ihrer Sorge liegt in den sich schnell verbreitenden Virusmutationen. Mit bangem Blick schaut die Politik nach Irland. Dort lag der Inzidenzwert noch Mitte Dezember bei unter 50, jetzt n?hert er sich der 1.000-er Marke. Ein Wert, den Englands Metropole London schon ?berschritten hat. Britische Wissenschaftler haben errechnet, dass die dort grassierende Mutation einen um 0,4 Punkte h?heren Reproduktionswert hat, als die Ursprungsversion des Virus'. Zahlen, die das Kanzleramt unruhig werden lassen. Und auch der Bonner Virologe Hendrik Streeck hat die Mutationen im Auge. Der Infektionsanstieg sei ernst zu nehmen. Solange der Winter andauere, sei es fast unm?glich, die Zahlen deutlich zu senken. Daher m?sse dar?ber geredet werden, wie viele Infektionen f?r das Gesundheitswesen verkraftbar seien und wie einzelne Personen besser gesch?tzt werden k?nnten. Die Entscheidung, ob und wie wir die Pandemie besiegen, scheint damit auf den Sommer vertagt zu sein. Eine These, die auch der aufgrund des schleppenden Impfstartes in die Kritik geratene Bundesgesundheitsminister vermittelt. Angesichts der steigenden Produktion von Corona-Impfstoffen sei es m?glich, bis dahin ein "Impfangebot an alle" zu machen, so Jens Spahn. Um das Ziel einer sogenannten Herdenimmunit?t der Bev?lkerung bis dahin zu erreichen, m?ssten t?glich aber mehrere hunderttausend Personen geimpft werden - bislang sind es seit Weihnachten in ganz Deutschland 750.000.

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