Schweizerisches Rotes Kreuz / Croix-Rouge Suisse

Bern - Mit dem Monsun spitzt sich die Lage in den Flüchtlingscamps im Süden von Bangladesch weiter zu.

17.05.2018 - 12:16:58

SRK verstärkt Hilfe für Geflüchtete aus Myanmar. Überschwemmungen und Epidemien bedrohen die Menschen, die zu Hunderttausenden aus Myanmar geflohen sind.

Bern - Mit dem Monsun spitzt sich die Lage in den Flüchtlingscamps im Süden von Bangladesch weiter zu. Überschwemmungen und Epidemien bedrohen die Menschen, die zu Hunderttausenden aus Myanmar geflohen sind. Das SRK verstärkt die Nothilfe und setzt langfristig Projekte im Umfang von mindesten 3.5 Millionen Franken um.

Heftiger Regen, Erdrutsche und starker Wind bedrohen in den kommenden Monaten hunderttausende Menschen, die aus Myanmar nach Bangladesch geflohen sind. Das SRK baut seine Nothilfe aus, um die Menschen vor den Gefahren des Monsuns zu schützen.

Mit der Verteilung von Werkzeug-Sets im Umfang von 100'000 Franken beteiligt sich das SRK an einem Appell der Internationalen Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften. Rund 1000 Familien können so ihre einfachen Behausungen verstärken und notfalls selber das Nötigste reparieren.

Hygiene für bessere Gesundheit

Gleichzeitig intensiviert das SRK seine Hygienekampagnen. Regen und Unwetter drohen die ohnehin unzureichenden sanitären Anlagen zu unterspülen. Das führt zu massiven Hygiene- und Gesundheitsproblemen. Umso wichtiger ist es, die Menschen dafür zu sensibilisieren, wie mit einfachen Massnahmen die Gesundheit besser geschützt werden kann - etwa durch regelmässiges Händewaschen mit Seife.

Seit Ausbruch der Krise im Spätsommer 2017 leistet das SRK Nothilfe in den Camps. Es unterstützt die koordinierte Hilfsoperation der internationalen Rotkreuz-Föderation, unter anderem mit bisher 24 Fachpersonen aus seinem Nothilfe-Personalpool. Siebzehn von ihnen sind Gesundheitsfachleute - Hebammen, eine Kinderärztin, Allgemeinpraktiker und Pflegespezialisten - die in einem grossen Feldspital des Roten Kreuzes äusserst anspruchsvolle, mehrwöchige Einsätze leisteten.

Parallel dazu baut das SRK zusammen mit dem Roten Halbmond Bangladeschs und unterstützt von der Glückskette drei Gesundheitszentren auf, wovon eines Anfang April bereits eröffnet wurde. Täglich werden dort 130 bis 140 Personen behandelt.

Langfristige Hilfe

Das SRK ist seit vielen Jahren mit langfristigen Gesundheitsprogrammen in verschiedenen Regionen von Bangladesch tätig und dadurch sehr gut vernetzt. Auch das neue Engagement im Süden des Landes ist auf mehrere Jahre ausgerichtet. Das SRK wird zugunsten der notleidenden Menschen, die von Myanmar nach Bangladesch geflohen sind, mit Unterstützung der Glückskette Projekte im Umfang von mindestens 3.5 Millionen Franken umsetzen.

Spenden nimmt das SRK dankend entgegen auf dem Postkonto 30-9700-0, IBAN: CH97 0900 0000 3000 9700 0, Vermerk Flüchtlinge Asien.

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Pressekontakt: Verschiedene Mitglieder des SRK-Nothilfe-Personalpools stehen für Hintergrundinformationen und Interviews zu ihren Einsätzen in Bangladesch zur Verfügung. Für Auskünfte und Vermittlung von Interviews: Katharina Schindler, Leiterin Kommunikation Internationale Zusammenarbeit SRK Tel.: +41 58 400 43 41, Mobile: +41 76 309 43 71

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