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BERLINER MORGENPOST

Berlin - Kurzform: Entscheidend f?r Giffey ist, dass ihre Partei hinter ihr steht.

13.11.2020 - 21:22:27

Der richtige Schritt / Kommentar von Joachim Fahrun zu Franziska Giffey. Daran kann sp?testens seit diesem Freitag kein Zweifel bestehen. Berlins SPD wird Giffey in zwei Wochen zur Landesvorsitzenden w?hlen und sie bald darauf zur Spitzenkandidatin ausrufen.

Berlin - Kurzform: Entscheidend f?r Giffey ist, dass ihre Partei hinter ihr steht. Daran kann sp?testens seit diesem Freitag kein Zweifel bestehen. Berlins SPD wird Giffey in zwei Wochen zur Landesvorsitzenden w?hlen und sie bald darauf zur Spitzenkandidatin ausrufen. Dann kann der politische Wettstreit dar?ber beginnen, wer die besten Ideen f?r Berlin hat und wer als Person ?berzeugt. Franziska Giffey muss sich gegen?ber den anderen Bewerbern um das Rote Rathaus nicht verstecken. Die B?rger k?nnen den Makel mit der Doktorarbeit mit anderen Kritik- und Pluspunkten abw?gen. Aber er wird nicht den Wahlkampf bestimmen. Das ist f?r Berlin eine gute Nachricht.

Der vollst?ndige Kommentar: Ein blauer Fleck wird bleiben. F?r eine Spitzenpolitikerin ist es nie sch?n, wenn ihr unsaubere Arbeit vorgehalten wird, und sei es in einer vor zehn Jahren erstellten Dissertation, als sie noch eine kleine Referentin im Bezirksamt Neuk?lln war.

Franziska Giffey tut jetzt das einzig Richtige. Sie wird selbst aktiv und verzichtet darauf, ihren umstrittenen Doktortitel weiterhin zu f?hren. Zur?ckgeben kann sie den akademischen Grad zwar formaljuristisch nicht. Wer aber solche Spitzfindigkeiten gegen eine bei vielen Menschen beliebte Politikerin ins Felde f?hrt und den R?cktritt wegen eines wom?glich abzuerkennenden Doktortitels fordert, wird bei vielen B?rgern eher eine Solidarisierung mit der Angegriffenen erzeugen.

Man kann Giffey vorhalten, dass sie nicht eher diesen Schritt gegangen ist. Schon der Freispruch zweiter Klasse, also die R?ge der Freien Universit?t f?r ihre unsaubere Zitierweise, h?tte sie bewegen k?nnen, nicht auf ihrem Titel zu bestehen. Aber jetzt hat sie sich endg?ltig von den undurchsichtigen Vorg?ngen frei gemacht, die an der Universit?t selbst zu dem angek?ndigten zweiten Verfahren gef?hrt haben.

Entscheidend f?r Giffey ist, dass ihre Partei hinter ihr steht. Daran kann sp?testens seit diesem Freitag kein Zweifel bestehen. Berlins SPD wird Giffey in zwei Wochen zur Landesvorsitzenden w?hlen und sie bald darauf zur Spitzenkandidatin ausrufen. Dann kann der politische Wettstreit dar?ber beginnen, wer die besten Ideen f?r Berlin hat und wer als Person ?berzeugt. Franziska Giffey muss sich gegen?ber den anderen Bewerbern um das Rote Rathaus nicht verstecken. Die B?rger k?nnen den Makel mit der Doktorarbeit mit anderen Kritik- und Pluspunkten abw?gen. Aber er wird nicht den Wahlkampf bestimmen. Das ist f?r Berlin eine gute Nachricht.

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