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BERLINER MORGENPOST

Berlin - Kurzform: Ausrichter privater Partys sollen nun, unabh?ngig davon, ob sie in der Wohnung oder im Garten feiern, ein individuelles Schutz- und Hygienekonzept erstellen m?ssen, wenn sie mehr als 50 G?ste eingeladen haben.

01.09.2020 - 20:42:25

Maskenpflicht mit Augenma? /Kommentar von Isabell J?rgens zu Senatsbeschl?ssen zu neuen Corona-Vorgaben

Berlin - Kurzform:

Ausrichter privater Partys sollen nun, unabh?ngig davon, ob sie in der Wohnung oder im Garten feiern, ein individuelles Schutz- und Hygienekonzept erstellen m?ssen, wenn sie mehr als 50 G?ste eingeladen haben. Ganz abgesehen davon, dass Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci am Dienstag nicht sagen konnte, wie genau ein solches Konzept aussehen soll und entsprechende Vorlagen erst "zeitnah" nachliefern will, ist auch kaum vorstellbar, wie so etwas kontrolliert werden soll - und durch wen. Schwer ertr?glich jedenfalls ist die Vorstellung, dass sich selbst ernannte Blockwarte auf die Lauer legen und durchz?hlen, wie viel Menschen bei Nachbars ein- und ausgehen. Die meisten Berliner verzichten schon zum Schutz ihrer Familien und Freunde freiwillig auf Superspreader-Events. Alle Familienfeiern unter Generalverdacht zu stellen, schie?t ?ber das Ziel hinaus.

Der vollst?ndige Kommentar:

Die teils v?llig aus dem Ruder gelaufenen Demonstrationen gegen die Corona-Ma?nahmen am Wochenende haben nun ein Nachspiel. Wie von Innensenator Andreas Geisel (SPD) bereits am Montag angek?ndigt, macht der Senat ernst und beschlie?t eine generelle Maskenpflicht bei Versammlungen mit mehr als 100 Teilnehmern. Ob diese neue, bu?geldbewehrte Pflicht befolgt wird, wird sich schnell zeigen - die entsprechende Rechtsverordnung gilt nach Aussage der Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) sofort. Nat?rlich wird es aber darauf ankommen, ob auch entsprechend kontrolliert und geahndet wird. Denn dass die Teilnehmer der sogenannten "Querdenker"-Demonstrationen dieses Verbot so ohne weiteres beherzigen werden, glaubt wohl niemand. Aber immerhin: Der Anfang ist gemacht, schlie?lich waren die Demonstranten laut bisheriger Infektionsschutzverordnung nicht dazu verpflichtet, eine Maske zu tragen. Etwas anders verh?lt es sich dagegen mit einem weiteren Beschluss des Senats. Ausrichter privater Partys sollen nun, unabh?ngig davon, ob sie in der Wohnung oder im Garten feiern, ein individuelles Schutz- und Hygienekonzept erstellen m?ssen, wenn sie mehr als 50 G?ste eingeladen haben. Ganz abgesehen davon, dass die Senatorin am Dienstag nicht sagen konnte, wie genau ein solches Konzept aussehen soll und entsprechende Vorlagen erst "zeitnah" nachliefern will, ist auch kaum vorstellbar, wie so etwas kontrolliert werden soll - und durch wen. Schwer ertr?glich jedenfalls ist die Vorstellung, dass sich selbst ernannte Blockwarte auf die Lauer legen und durchz?hlen, wie viel Menschen bei Nachbars ein- und ausgehen. Die meisten Berliner verzichten schon zum Schutz ihrer Familien und Freunde freiwillig auf Superspreader-Events. Alle Familienfeiern unter Generalverdacht zu stellen, schie?t ?ber das Ziel hinaus.

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