bpa - Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e.V.

Berlin / Kiel - Angesichts des großen Fachkräftemangels in der Pflege müssen auch nach der Einführung der neuen Pflegeausbildung ab dem Jahr 2020 die Ausbildungskapazitäten der Pflegeschulen gesichert werden.

10.09.2018 - 15:51:49

Die Mieten der Pflegeschulen müssen refinanziert werden / Sozialpolitische Sprecherin der CDU Schleswig-Holstein weist auf Regelungslücke hin. Derzeit gibt es aber eine Regelungslücke für die Altenpflegeschulen.

Berlin/Kiel - Angesichts des großen Fachkräftemangels in der Pflege müssen auch nach der Einführung der neuen Pflegeausbildung ab dem Jahr 2020 die Ausbildungskapazitäten der Pflegeschulen gesichert werden. Derzeit gibt es aber eine Regelungslücke für die Altenpflegeschulen. "Die Mieten der Altenpflegeschulen müssen refinanziert werden. Wir brauchen jeden Schulplatz, denn in der Pflege müssen wir ausbilden, ausbilden, ausbilden!" Darauf wies die sozialpolitische Sprecherin der CDU-Landtagsfraktion Schleswig-Holstein, Katja Rathje-Hoffmann, am Montag bei einem Gespräch mit dem Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste (bpa) in Berlin hin.

Während Krankenpflegeschulen ihre Mietkosten über das Krankenhausfinanzierungsgesetz refinanzieren können, fehlt eine entsprechende Möglichkeit für die Altenpflegeschulen ab dem Jahr 2020. Ab diesem Zeitpunkt gilt das neue Pflegeberufegesetz, was eine Refinanzierung der Investkosten, zu denen auch die Miete zählt, über den Ausbildungsfonds ausdrücklich ausschließt.

"Wir brauchen hier eine schnelle und unbürokratische Lösung, damit die Altenpflegeschulen wissen, wie sie ab 2020 ihre Mieten bezahlen können. Ich appelliere an Bund und Länder sich umgehend zusammen zu setzen und Rechtssicherheit zu schaffen", so Rathje-Hoffmann.

Der bpa unterstützt diese Position. "Wir brauchen jeden Pflege-Azubi. Wir können es uns daher nicht erlauben, einen einzigen Schulplatz zu verlieren. Bisher ist aber die Frage ungeklärt, wie die Altenpflegeschulen künftig ihre Mieten bezahlen sollen. Es wäre wünschenswert, wenn der Bundesrat bei dem Beschluss der Pflegeberufe-Finanzierungsverordnung am 21. September zu einer Lösung kommt", so Bernd Tews, Geschäftsführer des bpa. "Sollte es auf Bundesebene keine rechtzeitige Entscheidung geben, müssen die Länder die Mieten der Altenpflegeschulen kurzfristig fördern."

Der Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e. V. (bpa) bildet mit mehr als 10.000 aktiven Mitgliedseinrichtungen die größte Interessenvertretung privater Anbieter sozialer Dienstleistungen in Deutschland. Einrichtungen der ambulanten und (teil-)stationären Pflege, der Behindertenhilfe und der Kinder- und Jugendhilfe in privater Trägerschaft sind im bpa organisiert. Die Mitglieder des bpa tragen die Verantwortung für rund 305.000 Arbeitsplätze und circa 23.000 Ausbildungsplätze (siehe www.youngpropflege.de oder auch www.facebook.com/Youngpropflege). Das investierte Kapital liegt bei etwa 24,2 Milliarden Euro.

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