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Berlin - Flüchtlinge aus Kriegsgebieten, die jetzt traumatisiert in Deutschland leben, seien "eine unterschätzte Gefahr für die Betroffenen selbst und für die Bevölkerung", sagte SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach im ARD-Mittagsmagazin.

08.11.2018 - 16:06:48

SPD-Gesundheitsexperte Lauterbach: Groko muss sich um traumatisierte Flüchtlinge kümmern

Berlin - Flüchtlinge aus Kriegsgebieten, die jetzt traumatisiert in Deutschland leben, seien "eine unterschätzte Gefahr für die Betroffenen selbst und für die Bevölkerung", sagte SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach im ARD-Mittagsmagazin. Bisherige Schätzungen, dass bis zu 50 Prozent der Geflüchteten an Depressionen erkrankt seien, hält Lauterbach für glaubwürdig. Unter den Kindern könnten es 60 Prozent sein. Lauterbach warnt: "Da sind viele dabei, die sich langfristig unvorhersehbar entwickeln können."

Bundesgesundheitsminister Spahn müsse aufgrund dieser Gefahr mehr tun, damit es genug Therapieplätze gibt. Das aktuelle CDU-Kandidatenrennen könnte das verhindern, glaubt Lauterbach: "Jetzt hat der Gesundheitsminister Sorge, etwas für Flüchtlinge zu tun, weil das seine Profilierung in dem Bereich gefährdet", sagte er. "Falls vom Ministerium nichts kommt, werden wir in der Großen Koalition da aktiv werden", kündigte er an. Die SPD-Fraktion wolle sich des Themas annehmen.

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Quelle: ARD-Mittagsmagazin vom 8.11.2018, ARD+ZDF, 13 Uhr

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