Parteien, Wahlen

Berlin - Die SPD darf sich aus Sicht ihres früheren Kanzlerkandidaten Peer Steinbrück im Bundestagswahlkampf nicht allein auf das Thema Gerechtigkeit festlegen.

27.05.2017 - 15:24:07

Warnung vor Rot-Rot-Grün - Steinbrück rät SPD: Thema Gerechtigkeit allein reicht nicht

«Die SPD wird auf diesen Code nicht verzichten können», sagte der Ex-Bundesfinanzminister der «Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung». «Ich gebe aber allen recht, die sagen: Die Konzentration auf die Gerechtigkeit reicht nicht, es muss etwas dazu kommen, das Fortschritt, Zukunftsoptionen verdeutlicht.»

Zugleich empfahl Steinbrück seiner Partei, im Bundestagswahlkampf nicht auf Rot-Rot-Grün zu setzen. «Rot-Rot-Grün ist, jedenfalls im Westen, schlicht und einfach nicht akzeptabel, dem Wähler nicht vermittelbar. Vielleicht in mittlerer Zukunft ...».

Trotz der Niederlagen bei allen drei Landtagswahlen in diesem Jahr muss die SPD aus Steinbrücks Sicht weiter auf ihren Kanzlerkandidaten Martin Schulz setzen. «Man kann die Pferde nicht mitten im Galopp wechseln.»

Auf die Frage, was in der SPD beim Schulz-Hype schief gelaufen sei, antwortete Steinbrück, die 100 Prozent im März bei der Wahl von Schulz zum Parteivorsitzenden seien «vergiftet» gewesen. «Die Partei saß plötzlich auf Wolke sieben, es hat sich ein Realitätsverlust eingestellt und das Publikum hat sich gewundert: Steht da jetzt Erich Schulz-Honecker?»

Zugleich riet der SPD-Spitzenkandidat bei der Bundestagswahl 2013 seinen Parteifreunden zu mehr Lockerheit. Diese seien «häufig zu verbiestert, wahnsinnig überzeugt von der eigenen Mission». Und: «Der Begriff der Heulsusen trifft gelegentlich den Gemütszustand der SPD. Nur wehe, Sie sprechen ihn aus.»

@ dpa.de

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