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Johanniter Unfall Hilfe e.V.

Berlin - Die Europ?ische Union wird gemeinsam mit den Mitgliedstaaten in 2021 weitere Bevorratungsstandorte f?r medizinische Schutzausstattung schaffen, um bei h?heren Bedarfen des Gesundheitswesens - wie aktuell in der Corona-Pandemie - vorbereitet zu sein.

12.01.2021 - 11:37:37

EU-Katastrophenschutzverfahren: Deutschland wird Bevorratungsstandort f?r die EU / Koordination erfolgt durch die Johanniter-Unfall-Hilfe

Berlin - Die Europ?ische Union wird gemeinsam mit den Mitgliedstaaten in 2021 weitere Bevorratungsstandorte f?r medizinische Schutzausstattung schaffen, um bei h?heren Bedarfen des Gesundheitswesens - wie aktuell in der Corona-Pandemie - vorbereitet zu sein. Ein Standort f?r das Projekt "rescEU stockpiling" wird in Deutschland aufgebaut werden und entscheidend dazu beitragen k?nnen, die EU-Mitgliedsstaaten und Teilnehmerstaaten am EU-Katastrophenschutzverfahren bei Versorgungsengp?ssen schnell und effektiv zu unterst?tzen.

Die Koordination des Gemeinschaftsprojekts mit einem Umfang von 108 Mio. Euro wird durch die Johanniter-Unfall-Hilfe (JUH) erfolgen. Weitere Partner sind das Deutsche Rote Kreuz und der Malteser Hilfsdienst. Der Projektantrag erfolgte in enger Absprache mit dem Bundesministerium des Innern, f?r Bau und Heimat (BMI). Der Arbeiter-Samariter-Bund, die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft, das Bundesministerium f?r Gesundheit, das Robert-Koch-Institut und die L?nder Brandenburg und Niedersachsen stehen beratend zur Seite.

Das auf sieben Jahre angelegte Projekt wird durch die EU-Kommission zu 100 % aus Mitteln des EU-Katastrophenschutzverfahrens finanziert.

J?rg L?ssem, Mitglied des Bundesvorstands der Johanniter-Unfall-Hilfe, sagt dazu: "In dieses Projekt flie?en die Erfahrungen aller Partner mit ein. Das macht das Projekt so stark: es vereint Knowhow aus der im Zivil- und Katastrophenschutz aktiven Hilfsorganisationen mit dem Wissen der staatlichen Akteure. Damit wird die rescEU-Kapazit?t ein wichtiger Beitrag zur Vermeidung von zuk?nftigen Mangelsituationen an Schutzausr?stung in der EU sein."

Der Auftrag sieht vor, Material, z.B. Schutzhandschuhe und FFP2-Masken, zu beschaffen, einzulagern und zu pflegen, sowie im Bedarfsfall die logistische Verteilung zu organisieren. Daf?r werden Logistikzentren im Bundesgebiet in der N?he der Flugh?fen Frankfurt und Halle/Leipzig eingerichtet.

Die Koordinierung zur Zusammenarbeit und zur Vereinbarung mit der Europ?ischen Kommission erfolgt dabei durch das Johanniter-Kompetenzzentrum f?r Europ?ischen Katastrophenschutz mit Sitz in Frankfurt.

Hintergrund

Im Kontext der Corona-Pandemie haben die EU-Kommission und die EU-Mitgliedsstaaten im M?rz 2020 beschlossen, im Rahmen des EU-Katastrophenschutzverfahrens (Unionsverfahren; Beschluss Nr. 1313/2013/EU) eine rescEU-Kapazit?t zur medizinischen Bevorratung aufzubauen.

In mehreren Etappen ist der Aufbau von Bevorratungsstandorten in der EU geplant, die von den EU-Mitgliedstaaten unterhalten und von der EU finanziert werden. Die beteiligten Staaten sollen auch die Verteilung der Materialien im Falle eines entsprechenden Hilfeersuchens im Rahmen des Unionsverfahrens gew?hrleisten.

Bereits in der ersten Phase im Fr?hjahr 2020 wurden durch Rum?nien und Deutschland (durch das DRK) dringend ben?tigte Schutzmaterialien im Rahmen von rescEU beschafft und verteilt. Im Zuge der zweiten Phase wurden im Sommer 2020 erste Standorte in Schweden, D?nemark, Griechenland und Ungarn errichtet. In der nun dritten Phase sollen weitere Bevorratungsstandorte in verschiedenen europ?ischen L?ndern aufgebaut werden.

?ber die Johanniter-Unfall-Hilfe

Die Johanniter-Unfall-Hilfe ist mit rund 25.000 Besch?ftigten, mehr als 40.000 ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern und 1,2 Millionen F?rdermitgliedern eine der gr??ten Hilfsorganisationen in Deutschland und zugleich ein gro?es Unternehmen der Sozialwirtschaft. Die Johanniter engagieren sich in den Bereichen Rettungs- und Sanit?tsdienst, Katastrophenschutz, Betreuung und Pflege von alten und kranken Menschen, Fahrdienst f?r Menschen mit eingeschr?nkter Mobilit?t, Arbeit mit Kindern und Jugendlichen, Hospizarbeit und anderen Hilfeleistungen im karitativen Bereich sowie in der humanit?ren Hilfe im Ausland.

Das Kompetenzzentrum Europ?ischer Katastrophenschutz der Johanniter, mit Sitz in Frankfurt und Hamburg, ist verantwortlich f?r die Aktivit?ten der Johanniter im Katastrophenschutzverfahren der Europ?ischen Kommission.

Seit vielen Jahren f?hrt es, ebenfalls gemeinsam mit Partnern, erfolgreich die EU MODEX-Katastrophenschutz?bungsreihe im Auftrag der europ?ischen Kommission durch.

Pressekontakt:

Juliane Flursch?tz, Pressereferentin Johanniter-Unfall-Hilfe e.V., Bundesgesch?ftsstelle Tel. 030-26997-361, Mobil 0173 619 3409 E-Mail: mailto:medien@johanniter.de

Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/14240/4809523 Johanniter Unfall Hilfe e.V.

@ presseportal.de