Konflikte, Autonomie

Berlin - Der katalanische Separatistenführer Carles Puigdemont will vorerst in Berlin bleiben.

07.04.2018 - 13:04:05

Ruf nach Vermittlung - Puigdemont will zunächst in Berlin bleiben. Einen Tag nach seiner Freilassung aus dem Gefängnis in Neumünster sagte der frühere katalanische Regionalpräsident, Berlin sei nun sein Wohnsitz «bis zum Ende dieses Prozesses».

  • Neumünster - Foto: Christian Charisius

    Ein Unterstützer von Puigdemont präsentiert vor dem Gefängnis in Neumünster die Estelada, der Fahne der katalanischen Nationalisten. Foto: Christian Charisius

  • Warten auf Puigdemont - Foto: Axel Heimken

    Journalisten warten vor der JVA Neumünster auf die Freilassung von Carles Puigdemont. Foto: Axel Heimken

  • Jaume Alonso Cuevillas - Foto: Jaume Alonso Cuevillas, der Anwalt von Puigdemont, in Neumünster. Foto:  Markus Scholz

    Jaume Alonso Cuevillas, der Anwalt von Puigdemont, in Neumünster. Foto:  Markus Scholz

  • Demonstration in Katalonien - Foto: Emilio Morenatti/AP

    Im Fall Puigdemont ging ihr Wunsch in Erfüllung: Katalanen fordern im Januar 2018 auf Bannern «Llibertat» (Freiheit) für die inhaftierten separatistischen Politiker. Foto: Emilio Morenatti/AP

  • König Felipe VI. von Spanien - Foto: Casa De S.M. El Rey/Europa Press

    Der spanische König Felipe VI. hatte sich energisch gegen die Politik der katalanischen Separatisten ausgesprochen Foto: Casa De S.M. El Rey/Europa Press

  • Wahlen in Katalonien - Foto: Bei der Neuwahl des katalanischen Regionalparlaments im Dezember 2017 hatten sich die Separatisten erneut durchgesetzt. Foto: Celestino Arce Lavin/ZUMA Wire

    Bei der Neuwahl des katalanischen Regionalparlaments im Dezember 2017 hatten sich die Separatisten erneut durchgesetzt. Foto: Celestino Arce Lavin/ZUMA Wire

  • Carles Puigdemont - Foto: Axel Heimken

    Wieder frei: Carles Puigdemont, ehemaliger Präsident der spanischen Region Katalonien, steht nach seiner Entlassung aus der JVA Neumünster vor Journalisten. Foto: Axel Heimken

  • Wieder frei - Foto: Carsten Rehder

    Lächelnd verlässt Carles Puigdemont die JVA Neumünster. Foto: Carsten Rehder

  • Carles Puigdemont - Foto: Carsten Rehder

    Sollte Puigdemont am Ende tatsächlich nach Spanien ausgeliefert werden, dürfte er dort nur noch wegen Untreue angeklagt werden - weil Rebellion als Auslieferungsgrund abgelehnt wurde. Foto: Carsten Rehder

  • Carles Puigdemont - Foto: Michael Kappeler

    Carles Puigdemontc gibt in Berlin eine Pressekonferenz. Foto: Michael Kappeler

  • Pk in Berlin - Foto: Michael Kappeler

    Carles Puigdemont forderte in Berlin eine internationale Vermittlung im Konflikt um die Zukunft Kataloniens. Foto: Michael Kappeler

Neumünster - Foto: Christian CharisiusWarten auf Puigdemont - Foto: Axel HeimkenJaume Alonso Cuevillas - Foto: Jaume Alonso Cuevillas, der Anwalt von Puigdemont, in Neumünster. Foto:  Markus ScholzDemonstration in Katalonien - Foto: Emilio Morenatti/APKönig Felipe VI. von Spanien - Foto: Casa De S.M. El Rey/Europa PressWahlen in Katalonien - Foto: Bei der Neuwahl des katalanischen Regionalparlaments im Dezember 2017 hatten sich die Separatisten erneut durchgesetzt. Foto: Celestino Arce Lavin/ZUMA WireCarles Puigdemont - Foto: Axel HeimkenWieder frei - Foto: Carsten RehderCarles Puigdemont - Foto: Carsten RehderCarles Puigdemont - Foto: Michael KappelerPk in Berlin - Foto: Michael Kappeler

Zugleich forderte Puigdemont auf einer Pressekonferenz eine internationale Vermittlung im Konflikt um die Zukunft Kataloniens. Die spanische Zentralregierung rief er zu Dialogbereitschaft und «Respekt für die Demokratie» auf. «Ich glaube, das Land braucht jemanden, der als Vermittler auftritt», sagte er und nannte als Möglichkeit Staaten oder internationale Organisationen. Der Konflikt müsse mit «politischen Werkzeugen» gelöst werden. Nötig und dem Gesetz entsprechend sei auch die Bildung einer Regionalregierung Kataloniens.

Nach knapp zwei Wochen in der Justizvollzugsanstalt Neumünster war der von der spanischen Justiz verfolgte Puigdemont am Freitag unter Auflagen auf freien Fuß gesetzt worden. Der 55-Jährige war am 25. März in Schleswig-Holstein festgenommen worden. Grundlage war ein Europäischer Haftbefehl Spaniens.

Hintergrund ist das von der Zentralregierung in Madrid untersagte und vom spanischen Verfassungsgericht für verfassungswidrig eingestufte Referendum vom 1. Oktober 2017 über die Unabhängigkeit Kataloniens sowie ein anschließender Abspaltungsbeschluss der Separatisten. Der Politiker war angesichts des anschließenden massiven Vorgehens der spanischen Behörden zunächst nach Belgien geflüchtet.

@ dpa.de