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dbb beamtenbund und tarifunion

Berlin - Der dbb Chef Ulrich Silberbach erwartet schwierige Tarifverhandlungen f?r den ?ffentlichen Dienst von Bund und Kommunen.

25.08.2020 - 16:57:29

Einkommensrunde f?r Besch?ftigte von Bund und Kommunen: ?ffentlicher Dienst fordert 4,8 Prozent - Nicht trotz, sondern wegen Corona. Die Forderung nach 4,8 Prozent, mindestens 150 Euro mehr Einkommen sei angesichts der Umst?nde "bescheiden".

Berlin - Der dbb Chef Ulrich Silberbach erwartet schwierige Tarifverhandlungen f?r den ?ffentlichen Dienst von Bund und Kommunen. Die Forderung nach 4,8 Prozent, mindestens 150 Euro mehr Einkommen sei angesichts der Umst?nde "bescheiden".

"Das werden ungew?hnlich schwere Verhandlungen", sagte der dbb Bundesvorsitzende Ulrich Silberbach am 25. August 2020 bei der Vorstellung der gewerkschaftlichen Forderung f?r die am 1. September beginnende diesj?hrige Einkommensrunde. "Unsere Forderung nach einem Plus von 4,8 Prozent, mindestens 150 Euro ist geradezu bescheiden, denn ohne die Kolleginnen und Kollegen h?tten wir die Corona-Krise bis zu heutigen Tag niemals so gut gemeistert. Diese Forderungen erheben wir also nicht trotz, sondern wegen Corona. Der ?ffentliche Dienst ist systemrelevant und die Besch?ftigten haben mehr verdient als warme Worte. Auf jeden Fall mehr als den von den Kommunen angebotenen Inflationsausgleich. Im Juli lag die Inflationsrate beispielsweise bei minus 0,1 Prozent. Hei?t das, die Besch?ftigten sollen jetzt sogar noch Geld mitbringen?"

Auch die geforderte Angleichung der Arbeitszeit in Ost und West sei mehr als ?berf?llig, erg?nzte dbb Fachvorstand Tarifpolitik Volker Geyer: "Im Herbst feiern wir den 30. Jahrestag der Deutschen Einheit. Statt noch mehr Sonntagsreden wollen wir dort ein klares Signal f?r mehr Gerechtigkeit und dass die Unterschiede bei der Arbeitszeit endlich aufgehoben werden." Gerade jetzt seien zudem auch bessere Arbeitsbedingungen und Bezahlung in der Pflege mehr als angebracht. "Der Bereich muss viel attraktiver werden. Die Krise ist noch l?ngst nicht rum und wer jetzt am falschen Ende spart, hat den Schuss nicht geh?rt."

"Und nat?rlich", so Silberbach abschlie?end "werden wir am Ende auf einer zeitgleichen und systemgerechten ?bertragung der Tarifeinigung auf den Bereich der Bundesbeamten bestehen. Auch hier erwarten wir klare Zusagen."

Die Kernforderungen:

-Erh?hung der Tabellenentgelte um 4,8 Prozent, mindestens 150 Euro (Laufzeit 12 Monate)

-Erh?hung der Ausbildungs- und Praktikantenentgelte um 100 Euro

-Angleichung der Arbeitszeit Ost an West

-Verbesserung der Arbeits- und Entgeltbedingungen im Pflegebereich

-Verl?ngerung und Verbesserung der Regelungen zur Gew?hrung von Altersteilzeit

Hintergrund:

Vom Tarifvertrag f?r den ?ffentlichen Dienst von Bund und Kommunen (TV?D) sind insgesamt etwa 2,5 Millionen Besch?ftigte direkt oder indirekt betroffen: Rund 2,3 Millionen Arbeitnehmende des Bundes und der Kommunen und weiterer Bereiche, f?r die der TV?D direkte Auswirkungen hat, sowie rund 225.000 Bundesbeamtinnen und Bundesbeamte sowie Anw?rterinnen und Anw?rter beim Bund, auf die der Tarifabschluss ?bertragen werden soll.

Pressekontakt:

dbb - beamtenbund und tarifunion Dr. Frank Zitka Telefon: 030.4081-5510 Fax: 030.4081-5599 Email: zitka@dbb.de

Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/7034/4688801 dbb beamtenbund und tarifunion

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