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Greenpeace e.V.

Berlin - Damit der Verkehr in Europa die Pariser Klimaziele einh?lt, d?rfen ab dem Jahr 2028 keine weiteren Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor mehr zugelassen werden.

14.09.2020 - 08:07:22

Greenpeace-Studie: Wie Europas Verkehr in 20 Jahren klimaneutral werden kann Ab 2028 keine weiteren Verbrenner - Zahl der Pkw muss halbiert werden

Berlin - Damit der Verkehr in Europa die Pariser Klimaziele einh?lt, d?rfen ab dem Jahr 2028 keine weiteren Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor mehr zugelassen werden. Dies zeigt eine heute ver?ffentlichte Studie des belgischen Forschungsinstituts Climact und des K?lner NewClimate Instituts im Auftrag von Greenpeace (Online: https://act.gp/33tfhA2). Alternativen zum Pkw wie Bus und Bahn sowie die st?dtischen Radwegenetze m?ssen so ausgebaut werden, dass die Zahl der Autos in der EU bis zum Jahr 2040 um 47 Prozent sinken kann. Die verbleibenden Pkw m?ssen st?rker ausgelastet werden. Der europaweite Aussto? an Treibhausgasen im Verkehr stagniert seit Jahren auf hohem Niveau und lag zuletzt 28 Prozent h?her als 1990. "Der Verkehr ist in Deutschland und Europa die Schmuddelecke im Klimaschutz", sagt Greenpeace-Verkehrsexperte Benjamin Stephan. "Die Studie zeigt, dass wir viel schneller als bislang aus dem Verbrennungsmotor aussteigen und gleichzeitig die Zahl der Autos insgesamt deutlich senken m?ssen, damit der Verkehr auf Klimakurs kommt."

Diesen Mittwoch stellt EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen ihren Vorschlag f?r ein verbessertes EU-Klimaziel f?r das Jahr 2030 offiziell vor. Durch die erwartete Anhebung des CO2-Einsparziels auf 55 Prozent gegen?ber 1990 ergeben sich f?r Neuwagen striktere CO2-Grenzwerte. Um diese zu erreichen, muss der Verkauf von Diesel und Benzinern schnell und deutlich sinken.

Ausbau der Bahn spielt zentrale Rolle f?r klimaschonenden Verkehr

Die Studie liefert auch einen Beitrag zur aktuellen Debatte ?ber m?gliche Hilfen f?r die Autoindustrie in Deutschland. Wenn bereits in wenigen Jahren aus Klimaschutzgr?nden keine weiteren Diesel und Benziner mehr zugelassen werden d?rfen, dann m?ssen m?gliche Wirtschaftshilfen jetzt ausschlie?lich in saubere Alternativen und klimaschonende Produkte flie?en. "Wer heute noch Verbrenner f?rdern will, ignoriert die Folgen der Klimakrise und die weltweite Dynamik der Autobranche", so Stephan. "Europas Autoindustrie hat nur dann eine Zukunft, wenn sie Klimaschutz als Herausforderung annimmt und ihr Gesch?ftsmodell darauf einstellt."

Voraussetzung f?r einen CO2-neutralen Verkehr in Europa ist ein deutlicher Ausbau des Personen- und G?terverkehrs auf der Schiene. Laut Studie muss sich der Anteil der mit dem Zug transportierten G?ter bis zum Jahr 2040 verglichen mit heute auf 58 Prozent verdoppeln. Im gleichen Zeitraum muss die Zahl der Lkw in Europa von derzeit 6 Millionen auf 3,6 Millionen sinken. Auch der Anteil der Schiene am Personenverkehr muss sich bis 2040 verdoppeln, die Zahl der Fl?ge hingegen deutlich sinken. Selbst wenn bis 2040 gro?e Mengen synthetischen Kerosins mit erneuerbaren Energien hergestellt werden k?nnen, muss die Zahl der geflogenen Personenkilometer um ein Drittel sinken. Gibt es solche E-Fuels nicht in ausreichender Menge, m?sste der Flugverkehr noch deutlicher zur?ckgehen.

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Achtung Redaktionen: R?ckfragen bitte an Benjamin Stephan, Tel. 0151-5720815 oder Pressesprecher Gregor Kessler, Tel. 0151-72702918. Internet: www.greenpeace.de. Greenpeace-Pressestelle: Telefon 040-30618-340, Email presse@greenpeace.de; Greenpeace auf Twitter: http://twitter.com/greenpeace_de, auf Facebook: www.facebook.com/greenpeace.de.

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