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BUND

Berlin - Anl?sslich des weltweiten "Erd?berlastungstags" (Earth Overshoot Day) am morgigen Samstag mahnt der Bund f?r Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) zu einer radikalen Kehrtwende in der Art wie wir wirtschaften und leben.

21.08.2020 - 14:37:16

Erd?berlastungstag am 22. August: Warnsignale h?ren - Ressourcenwende einleiten

Berlin - Anl?sslich des weltweiten "Erd?berlastungstags" (Earth Overshoot Day) am morgigen Samstag mahnt der Bund f?r Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) zu einer radikalen Kehrtwende in der Art wie wir wirtschaften und leben. Ab diesem Samstag hat die Menschheit nach Berechnungen des "Global Footprint Network" bereits die gesamten nat?rlichen Ressourcen verbraucht, die unser Planet innerhalb eines Jahres erzeugen und regenerieren kann. Um ihren Ressourcenbedarf nachhaltig zu decken, br?uchte die Weltbev?lkerung aktuell 1,6 Erden, gemessen am deutschen Verbrauch sogar etwa drei Erden. Olaf Bandt, BUND-Vorsitzender: "Die Warnsignale blinken rot: Unsere Erde ist bis zum Anschlag ?berlastet. Dabei geht es um nichts weniger als unsere Existenzgrundlage. Wir m?ssen endlich die Grenzen des Planeten einhalten."

Mit Blick darauf, dass der diesj?hrige Erd?berlastungstag drei Wochen sp?ter liegt als 2019, warnt der BUND-Vorsitzende vor Optimismus: "Es gibt keinen Grund zur Entwarnung. Der Tag liegt immer noch viel zu fr?h im Jahr. Und keinesfalls d?rfen wir jetzt zum Normalbetrieb zur?ckkehren, sonst r?ckt der Erd?berlastungstag schon im n?chsten Jahr wieder weit nach vorn im Kalender."

Im Vergleich zu den Auswirkungen der Corona-Krise werden die Folgen der Klimakrise, des Artensterbens und der Rohstoffkrise um ein Vielfaches drastischer sein. Bandt weiter: "Die von Menschen gemachten Krisen haben die Welt an einen Abgrund gef?hrt. Wie ein Bumerang kommen die Folgen unserer Art zu wirtschaften und zu leben auf uns zur?ck. Statt weiter auf Wirtschaftswachstum auf Kosten von Mensch und Umwelt zu setzen, muss die Bundesregierung endlich die sozial-?kologische Transformation unserer Wirtschaft zu ihrer Handlungsmaxime machen." Constantin Kuhn aus dem Vorstand der BUNDjugend erg?nzt: "Wenn wir jetzt nicht ambitioniert umsteuern, wird sich weltweit auch die Kluft zwischen Arm und Reich weiter vergr??ern, die Abfallmengen weiter zunehmen und es wird sehr teuer, diese Krisen abzuwenden - alles auf dem R?cken unserer und zuk?nftiger Generationen." In Deutschland ?berziehen Industrie und Bev?lkerung ihr Ressourcen-Budget vor allem mit der Folge eines viel zu hohen CO2-Aussto?es. Essenziell sind daher der Ausstieg aus der Kohle vor 2030 und eine Wende in der Verkehrs-, Ressourcen- und Agrarpolitik.

?ber 90 Prozent der des Biodiversit?tsverlustes sind auf die Gewinnung und Verarbeitung von Materialien, Brennstoffen und Lebensmitteln zur?ckzuf?hren. "Ob nun Moore entw?ssert werden, um die Fl?chen f?r die industrielle Landwirtschaft zu nutzen, Biotope zerst?rt werden, um Autobahnen oder Industriegebiete zu bauen oder der Regenwald im Amazonas abgeholzt wird, um Eisenerz oder Bauxit f?r die deutsche Autoindustrie zu gewinnen: Jeder Ressourcenverbrauch bedeutet am Ende einen Verlust von Lebensr?umen", so der BUND-Vorsitzende . "Die Regierung muss handeln, damit br?tend hei?e Sommer, ausgetrocknete Seen und sterbende W?lder nicht zur neuen, katastrophalen Normalit?t werden."

Hintergrund:

Wo steht Deutschland in puncto Nachhaltigkeit? Vor f?nf Jahren haben die Vereinten Nationen die 17 UN-Nachhaltigkeitsziele (SDGs) beschlossen, bis 2030 sollen die Ziele erreicht sein. Mit einer aktuell ver?ffentlichten Flyer-Serie zu den SDGs zeigt der BUND, wo Deutschland steht. Deutlich wird, dass ein "Weiter so wie bisher" nicht m?glich ist, wenn wir unsere Lebensgrundlagen bewahren wollen - jetzt, hier und weltweit.

BUND Flyer-Serie zu den UN-Nachhaltigkeitszielen Hunger und Armut, dem Ausbau der erneuerbaren Energien und im Hinblick auf sauberes Wasser und den Meeresschutz : http://www.bund.net/un-ziele

O-Ton (Audio) zum Erd?berlastungstag mit Transkript als Download:

Interview mit BUND-Nachhaltigkeitsexpertin Christine Wenzl: 5:14 Minuten. http://www.bund.net/interview_erdueberlastungstag bzw. http://www.bund.net/erdueberlastung_audio

Alle O-T?ne des BUND k?nnen Sie als mp3-Datei herunterladen, bearbeiten und lizenzfrei f?r Medienberichte verwenden: http://www.bund.net/service/presse/pressebilder

Kontakt: Christine Wenzl, BUND-Expertin f?r Nachhaltigkeit, Tel. (auch Mobil) 030-27586-462, E-Mail: Christine.Wenzl@bund.net

Pressekontakt:

BUND-Pressestelle: Sigrid Wolff | Daniel Jahn | Judith Freund | Heye Jensen Tel. 030-27586-425 | -531 | -497 | -464 | E-Mail: presse@bund.net, http://www.bund.net Sie erreichen die Pressestelle zurzeit vorrangig mobil: Judith Freund: 0176-476 841 64 Heye Jensen: 01590-633 23 72

Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/7666/4685758 BUND

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