Ihr Broker

  • DAX 0,70
  • EUR/USD 0,50
  • GOLD 0,30

Nur Spreads

Keine Kommission

Jetzt registrieren

CFDs sind komplexe Instrumente und umfassen aufgrund der Hebelfinanzierung ein hohes Risiko, schnell Geld zu verlieren.

rbb - Rundfunk Berlin-Brandenburg

Berlin - 18.292 unbegleitete gefl?chtete Kinder und Jugendliche sind zwischen 2018 und 2020 in Europa als verschwunden gemeldet worden, nachdem sie in staatlicher Obhut waren.

18.04.2021 - 11:57:18

rbb24 Recherche exklusiv: ?ber 18.000 verschwundene unbegleitete Kinder und Jugendliche in Europa zwischen 2018 und 2020. Das zeigt eine exklusive Datenanalyse des Rechercheverbunds "Lost in Europe".

Berlin - 18.292 unbegleitete gefl?chtete Kinder und Jugendliche sind zwischen 2018 und 2020 in Europa als verschwunden gemeldet worden, nachdem sie in staatlicher Obhut waren. Das zeigt eine exklusive Datenanalyse des Rechercheverbunds "Lost in Europe". Die meisten der verschwundenen Minderj?hrigen stammen aus Marokko, Algerien und Eritrea.

In Deutschland wurden nach Angaben des Bundeskriminalamts zwischen 2018 und 2020 7.806 unbegleitete Minderj?hrige vermisst gemeldet. Die meisten kamen aus Afghanistan, gefolgt von Marokko und Algerien. 7.082 sind wieder aufgetaucht, doch von 724 fehlt jede Spur.

Das BKA bezeichnet die eigenen Daten als N?herungswerte. Dar?ber zeigt sich Holger Hofmann, Bundesgesch?ftsf?hrer des Deutschen Kinderhilfswerkes, emp?rt: "Dass das Bundeskriminalamt bei den Vermisstenzahlen der unbegleiteten, gefl?chteten Kinder und Jugendliche an vielen Stellen im Dunkeln tappt, ist aus Kinderschutzgr?nden ein Skandal."

Die europaweite Analyse des Rechercheverbunds offenbart eklatante Unterschiede der nationalen Statistiken: So erheben Frankreich, D?nemark und Rum?nien gar keine Daten zu unbegleiteten, minderj?hrigen Fl?chtlingen, Bulgarien unterscheidet nicht zwischen begleiteten und allein reisenden Kindern und Jugendlichen.

Die f?r Fl?chtlingsfragen zust?ndige EU-Innenkommissarin Ylva Johansson l?sst ?ber ihren Sprecher auf Anfrage mitteilen, dass "die EU-Kommission den Mitgliedsstaaten bereits signalisiert habe, dass sie mehr gegen das Verschwinden gefl?chteter Kinder unternehmen m?ssten, unter anderem durch bessere Datensammlungen".

Nach Auffassung von Kinderrechtsorganisationen wie ECPAT und des Deutschen Kinderhilfswerkes sowie Kevin Hyland, Menschenhandelsexperte des Europarats, d?rfte die tats?chliche Anzahl vermisster Minderj?hriger noch h?her liegen. Dabei seien gerade sie gef?hrdet, von kriminellen Netzwerken ausgebeutet zu werden. Das Deutsche Kinderhilfswerk fordert nun eine europaweit einheitliche Datenerhebung sowie die Einf?hrung eines EU-Sonderbeauftragten f?r vermisste Fl?chtlingskinder.

Bei der Recherche haben unter anderem der britische "Guardian", der niederl?ndische Rundfunk VPRO, der belgische "de Standaard" und der rbb zusammengearbeitet.

Pressekontakt:

rbb24 Recherche Masurenallee 8 - 14 14057 Berlin Tel.: (030) 97 99 3-30333 Fax: (030) 97 99 3-30309 Mail: mailto:koordination@rbb-online.de

Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/51580/4891715 rbb - Rundfunk Berlin-Brandenburg

@ presseportal.de