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Bundes?rztekammer

Berlin - 17.02.2021 - Wie k?nnen alte und pflegebed?rftige Menschen besser vor einer Infektion mit dem Coronavirus gesch?tzt werden? Diese Frage beantwortet eine Expertengruppe des ?rztlichen Pandemierats der Bundes?rztekammer in einem aktuellen Positionspapier.

17.02.2021 - 13:12:41

?rztlicher Pandemierat der Bundes?rztekammer / Experten fordern mehr Fachpersonal zum Schutz vulnerabler Gruppen

Berlin - 17.02.2021 - Wie k?nnen alte und pflegebed?rftige Menschen besser vor einer Infektion mit dem Coronavirus gesch?tzt werden? Diese Frage beantwortet eine Expertengruppe des ?rztlichen Pandemierats der Bundes?rztekammer in einem aktuellen Positionspapier. Nach den Thesen zum verantwortungsvollen Umgang mit Corona-Schnelltests vom Dezember vergangenen Jahres ist es das zweite Papier, dass das f?cher?bergreifend besetzte Expertengremium nun vorlegt.

"Bewohner in Senioren- und Pflegeheimen tragen ein besonderes hohes Risiko, schwer an einer Corona-Infektion zu erkranken oder sogar daran zu sterben. Es ist eine zentrale Aufgabe des Krisenmanagements in der Pandemie, diese Menschen besser zu sch?tzen", sagt Dr. Klaus Reinhardt, Pr?sident der Bundes?rztekammer, anl?sslich der Vorstellung des Positionspapiers. Heime m?ssten noch st?rker als bisher bei der Umsetzung von Hygienepl?nen unterst?tzt werden. "Wir brauchen pragmatische L?sungen, um schnell und unb?rokratisch zus?tzliche Mitarbeiter zur Infektionspr?vention und zur Kompensation von infizierten und erkrankten Mitarbeitern zu qualifizieren", so Reinhardt. Der Schutz vulnerabler Gruppen sei Grundvoraussetzung f?r die Lockerung der Corona-Ma?nahmen und die schrittweise R?ckkehr zur gesellschaftlichen Normalit?t.

"Die Corona-Pandemie hat deutlich aufgezeigt, welche strukturellen Defizite w?hrend der Pandemie bei einem relevanten Teil der Heime vorlagen", betont Prof. Dr. J?rgen Bauer, Mitautor des Positionspapiers und Mitglied im Vorstand der Deutschen Gesellschaft f?r Geriatrie. Eine Pandemie sei nicht aus der Versorgungsroutine heraus zu bew?ltigen. "Wir werden in bessere Strukturen investieren m?ssen, wenn wir zuk?nftig besser vorbereitet sein wollen", so Bauer.

Die Expertengruppe des Pandemierats weist in diesem Zusammenhang auf den schon lange bekannten Fachkr?ftemangel in den Heimen hin. Es sei nun geboten, "eine bedarfsgerechte qualitative und quantitative Personalausstattung der Pflegeeinrichtungen zu definieren, die am tats?chlichen Versorgungsbedarf der Bewohner orientiert ist", fordern die Experten. Um die Attraktivit?t des Pflegeberufs zu steigern, reiche eine h?here Verg?tung allein nicht aus. Notwendig seien auch bessere Arbeitsbedingungen, Ausbildungsanreize und Personalentwicklungskonzepte.

Zudem weist der Rat auf die Bedeutung einer ad?quaten Information und Kommunikation zur Vorbeugung von Infektionen hin. Es bed?rfe hochwertiger Beratungen und Schulungen durch erfahrenes Hygienefachpersonal vor Ort. Notwendig seien zudem Informations-materialien, die die Heterogenit?t der Mitarbeiter bez?glich ihrer Vorkenntnisse und ihrer Sprachniveaus ber?cksichtigen, hei?t es in dem Positionspapier. Dar?ber sollten die Alten- und Pflegeheime bei der Entwicklung und Umsetzung von Schutzkonzepten von interdisziplin?ren und interprofessionellen Teams fachlich beraten werden.

Das Papier "Schutzkonzept f?r Alten- und Pflegeheime: Lessons Learned" der Arbeitsgruppe II des ?rztlichen Pandemierats kann im Internet unter http://www.baek.de/pandemierat-schutzkonzept heruntergeladen werden.

Mit der Frage effizienter und nachhaltiger Testkonzepte in Wohn- und Pflegeeinrichtungen f?r Senioren wird sich auch die Arbeitsgruppe Teststrategie des ?rztlichen Pandemierats befassen.

- Der ?rztliche Pandemierat der Bundes?rztekammer ist ein Zusammenschluss von ?rztinnen und ?rzten unterschiedlicher Fachdisziplinen zum Austausch ?ber die aktuelle pandemische Situation und den sich daraus ergebenden Handlungsnotwendigkeiten. Der Pandemierat setzt sich zusammen aus Vertretern der Bundes?rztekammer, des Wissenschaftlichen Beirats der Bundes?rztekammer sowie nachfolgenden Organisationen: Deutsche Gesellschaft f?r Allgemeinmedizin und Familienmedizin e.V. (DEGAM), Deutsche Gesellschaft f?r Medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie e.V. (GMDS), Deutsche Gesellschaft f?r Geriatrie e.V. (DGG), Deutsche Gesellschaft f?r Hygiene und Mikrobiologie e.V. (DGHM), Deutsche Gesellschaft f?r Infektiologie e.V. (DGI), Deutsche Gesellschaft f?r Innere Medizin e.V. (DGIM), Deutsche Gesellschaft f?r Internistische Intensivmedizin und Notfallmedizin (DGIIN), Deutsche Gesellschaft f?r interdisziplin?re Notfall- und Akutmedizin e.V. (DGINA), Deutsche Interdisziplin?re Vereinigung f?r Intensiv- und Notfallmedizin e.V. (DIVI), Deutsche Gesellschaft f?r An?sthesiologie und lntensivmedizin e.V. (DGAI), Akkreditierte Labore in der Medizin e.V. (ALM), Deutsche Gesellschaft f?r Klinische Chemie und Laboratoriumsmedizin e. V. (DGKL), Deutsche Gesellschaft f?r Neurologie e.V. (DGN), Deutsche Gesellschaft f?r Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde e.V. (DGPPN), Deutsche Gesellschaft f?r Kinder und Jugendmedizin e.V. (DGKJ), Deutsche Gesellschaft f?r Palliativmedizin e.V. (DGP), Deutsche Gesellschaft f?r Pathologie e.V. (DGP), Deutsche Gesellschaft f?r Pharmakologie e.V. (DGP), Deutsche Gesellschaft f?r Pneumologie und Beatmungsmedizin e.V. (DGP), Gesellschaft f?r Virologie e.V. (GfV), Deutsche Gesellschaft f?r Tropenmedizin, Reisemedizin und Globale Gesundheit (DTG) e.V., Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften e.V. (AWMF), Bundesverband der ?rztinnen und ?rzte des ?ffentlichen Gesundheitsdienstes e.V., St?ndige Impfkommission des RKI

Pressekontakt:

Mit freundlichen Gr??en Bundes?rztekammer Stabsbereich Politik und Kommunikation Herbert-Lewin-Platz 1 10623 Berlin

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