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Demonstrationen, Konflikte

Bei Protesten gegen den Umgang der russischen Regierung mit dem inhaftierten Kremlkritiker greift der Staatsapparat hart durch.

21.04.2021 - 16:08:11

Kremlkritiker - Mehr als 100 Festnahmen bei Pro-Nawalny-Demos in Russland. Auch zwei führende Mitarbeiterinnen Nawalnys wurden in Gewahrsam genommen.

  • Alexej Nawalny - Foto: Alexander Zemlianichenko/AP/dpa

    Der russische Oppositionsf?hrer Alexej Nawalny steht in einem K?fig im Bezirksgericht Babuskinskij in Moskau, Russland. Foto: Alexander Zemlianichenko/AP/dpa

  • Festnahme einer Nawalny-Mitarbeiterin - Foto: Dmitry Golubovich/TASS/dpa

    Unter den Festgenommenen ist auch Ljubow Sobol: Die Juristin ist eine enge Mitarbeiterin von?Kremlkritiker Nawalny. Foto: Dmitry Golubovich/TASS/dpa

Alexej Nawalny - Foto: Alexander Zemlianichenko/AP/dpaFestnahme einer Nawalny-Mitarbeiterin - Foto: Dmitry Golubovich/TASS/dpa

Moskau - Bei Protesten gegen die Inhaftierung des Kremlgegners Alexej Nawalny hat es in Russland erste Festnahmen gegeben.

Das Bürgerrechtsportal Owd-Info zählte am Mittwochnachmittag schon mehr als 100 Fälle - darunter in mehreren sibirischen Städten, wo die Menschen aufgrund der Zeitverschiebung schon Stunden früher auf die Straßen gingen als etwa in der Hauptstadt Moskau.

Videos aus Irkutsk zeigten eine große Menschenmenge, die «Freiheit für Alexej Nawalny» rief und den Rücktritt von Präsident Wladimir Putin forderte. Dieser hatte kurz zuvor in Moskau seine Rede zur Lage der Nation gehalten. In Nowosibirsk gingen einem lokalen Medienbericht zufolge rund 4000 Menschen auf die Straße.

Nawalnys Team hatte in mehr als 200 russischen Städten spontan Proteste angekündigt, weil sich der Gesundheitszustand des 44-Jährigen im Straflager massiv verschlechtert haben soll. Der Oppositionelle, der im vergangenen Sommer nur knapp einen Giftanschlag überlebte, klagt bereits seit längerem über starke Rückenschmerzen und Lähmungserscheinungen in Arm und Bein. Aus Protest gegen mangelnde medizinische Versorgung ist er vor rund drei Wochen in einen Hungerstreik getreten.

In der Hauptstadt Moskau wurden schon Stunden vor der für den Abend geplanten Demo auf zentralen Plätzen Absperrgitter aufgestellt. Zuvor hatte die Stadt eindringlich vor einer Teilnahme an den nicht genehmigten Kundgebungen gewarnt.

Am Vormittag waren in Moskau bereits zwei führende Mitarbeiterinnen Nawalnys in Polizeigewahrsam genommen worden: seine Pressesprecherin Kira Jarmysch auf dem Weg zum Einkaufen und die Juristin Ljubow Sobol in einem Taxi.

Anfang des Jahres waren bei ähnlichen Protesten russlandweit Tausende Nawalny-Unterstützer festgenommen worden. Das harte Vorgehen der russischen Behörden war damals international teils heftig kritisiert worden.

© dpa-infocom, dpa:210421-99-290439/3

@ dpa.de