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Prozesse, Kriminalität

Bei einem mutmaßlichen Autorennen wird an Ostern 2019 in Moers eine Frau getötet.

17.02.2020 - 13:30:05

Prozess in Kleve - Tödliches Autorennen - Anklage fordert Lebenslang. Angeklagt sind zwei junge Männer, einer wegen Mordes. Die Staatsanwaltschaft fordert eine drastische Strafe.

Kleve - Nach dem mutmaßlichen illegalen Autorennen mit einem Todesopfer in Moers fordert die Staatsanwaltschaft lebenslange Haft wegen Mordes für den 22 Jahre alten Unfallfahrer.

Für den zweiten Angeklagten, der das andere Auto steuerte, forderte die Anklage eine zweijährige Bewährungsstrafe wegen der Teilnahme an einem verbotenen Kraftfahrzeugrennen mit Todesfolge. Das Urteil wollten die Richter in Kleve noch am Nachmittag verkünden.

Der Kosovare und der Deutsche sollen sich im vergangenen April in Moers bei Duisburg mit ihren rund 600 PS starken Autos in einem Wohngebiet ein Rennen geliefert haben. Dabei stieß der 22-jährige Kosovare mit dem Kleinwagen einer unbeteiligten Frau zusammen, die gerade auf die Straße eingebogen war. Die 43-Jährige wurde herausgeschleudert und starb nach drei Tagen. Laut Gutachter soll der Unfallwagen bei dem Rennen auf bis zu 167 Kilometer pro Stunde beschleunigt haben.

In der Hauptverhandlung hatte der Fahrer des nicht direkt in den Unfall verwickelten Autos die Familie der Getöteten um Verzeihung geben. In einer von seinem Anwalt verlesenen Erklärung hieß es: «Es tut mir unfassbar leid, was dort geschehen ist. Ich wünschte, ich könnte alles ungeschehen machen.»

@ dpa.de