Notfälle, Brände

Bei einem Großbrand an der Siegburger ICE-Strecke sind zahlreiche Menschen verletzt worden.

08.08.2018 - 06:52:05

Fernverkehr rollt wieder - 32 Verletzte bei Brand an ICE-Strecke. Die wichtige Bahnverbindung musste gesperrt werden. Am frühen Morgen konnte zumindest der Fernverkehr wieder aufgenommen werden.

Siegburg - Nach einem Großbrand an der Siegburger ICE-Strecke mit zahlreichen Verletzten ist der Fernverkehr am frühen Morgen wieder aufgenommen worden. Wann die wichtige Bahnstrecke zwischen Köln und Frankfurt auch wieder für den Regionalverkehr freigegeben werden kann, sei noch unklar.

Das sagte ein Bahnsprecher. Bei dem Brand am Dienstag waren 32 Menschen verletzt worden, wie ein Sprecher der Leitstelle Rhein-Sieg-Kreis am frühen Mittwochmorgen sagte. Demnach wurde eine Person durch die Flammen schwer verletzt. Die übrigen Betroffenen erlitten leichte Rauchgasvergiftungen oder litten an Kreislaufproblemen. Die Angaben der Behörden zur Zahl der Verletzten waren am Abend noch auseinander gegangen. Die Leitstelle hatte zunächst von 28 Verletzten gesprochen.

Durch die wochenlange Dürre konnte sich der Böschungsbrand rasend schnell ausbreiten und auf mehrere Häuser übergreifen. Acht Gebäude wurden teils massiv beschädigt, die Bahnstrecke musste gesperrt werden. Nach Angaben der Leitstelle konnten 15 Bewohner ihre Häuser nicht mehr betreten. 13 von ihnen wurden in Ersatzquartieren der Stadt untergebracht, zwei kamen bei Familienmitgliedern unter.

Nach mehreren Stunden hatten die rund 550 Einsatzkräfte den Brand unter Kontrolle. Auch ein Wasserwerfer der Bundespolizei und ein Hubschrauber wurden angefordert. Am frühen Morgen war der Großeinsatz der Feuerwehr beendet. Lediglich ein Fahrzeug war den Angaben zufolge noch zur Brandschutzwache vor Ort.

«Die ersten Einsatzkräfte hatten quasi eine Feuerwand vor sich», berichtete ein Feuerwehrsprecher von dem Einsatz. Durch die Trockenheit und die Hitze der vergangenen Wochen hätten die Flammen sich auf der Böschung sehr schnell ausbreiten können. Aus den Häusern schlugen Flammen und dichter Rauch. Anwohner sollten Fenster und Türen geschlossen halten, Lüftungs- und Klimaanlagen sollten abgeschaltet werden.

Die Stadt Siegburg teilte schon bald nach Ausbruch des Brandes mit, vermutlich habe ein vorbeifahrender Zug Funken geschlagen und so die Flammen entfacht. Später relativierte die Stadt diese Aussage und betonte, es seien auch andere Brandursachen möglich. Die Bahn warnte vor voreiligen Schlüssen. Man könne zunächst «keine abschließende Aussage» zu der Ursache für den Böschungsbrand machen, betonte ein Unternehmenssprecher. Über die Höhe des finanziellen Schadens gab es zunächst keine Angaben.

ICEs zwischen Köln und Frankfurt wurden zeitweise am Rhein entlang umgeleitet. Neben den Fernzügen waren zahlreiche Regionalzüge und S-Bahnen betroffen. Züge der RE9 aus Richtung Siegen fuhren nur bis Siegburg. Züge aus Köln fuhren nur bis Troisdorf. Auf dem Stück dazwischen waren Ersatzbusse eingesetzt. Die Bahn bat alle Reisenden, sich vor der Fahrt zu informieren, ob ihr Zug fährt.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Mittlerweile 77 Tote bei Brandkatastrophe in Kalifornien. Das Feuer um den besonders stark betroffenen Ort Paradise ist mittlerweile zu 65 Prozent unter Kontrolle. Die Zahl der Vermissten sank von mehr als 1200 Menschen auf 993. Der Sheriff hatte die Menschen aufgerufen, sich zu melden, wenn sie in Sicherheit sind. Viele Menschen waren wegen ausgefallener Mobilfunknetze nicht zu erreichen gewesen. Das Feuer gilt schon als das tödlichste in der Geschichte Kaliforniens. Los Angeles - Die offizielle Zahl der Toten durch den Waldbrand im Norden Kaliforniens ist auf 77 Menschen gestiegen. (Politik, 19.11.2018 - 07:44) weiterlesen...

Noch 993 Menschen vermisst - Mittlerweile 77 Tote bei Brandkatastrophe in Kalifornien. Das Feuer gilt jetzt schon als das tödlichste und zerstörerischste in der Geschichte des Westküstenstaates. Verkohlte Ruinen, kahlgebrannte Landschaften, viele Tote, noch viel mehr Vermisste: Das Ausmaß der Brände in Kalifornien ist furchterregend. (Politik, 19.11.2018 - 07:34) weiterlesen...

Nach ICE-Brand: Schnellfahrstrecke Köln-Frankfurt frei. «Der Verkehr auf der Schnellfahrstrecke Köln - Rhein/Main ist heute Morgen planmäßig angelaufen», sagte ein Bahnsprecher. Am frühen Abend zog das Unternehmen eine positive Bilanz des ersten Tages. «Der Fahrplan läuft stabil.» Züge in beide Richtungen seien weitestgehend pünktlich oder nur wenige Minuten zu spät gewesen. Montabaur - Gut einen Monat nach einem heftigen ICE-Brand rollen die Züge auf der wichtigen Strecke zwischen Köln und Frankfurt/Main wieder auf beiden Gleisen. (Politik, 18.11.2018 - 19:24) weiterlesen...

Trump in Kalifornien. Trump ist wegen der Waldbrandkatastrophe nach Kalifornien gereist. Kinder mit Mundschutz stehen am Straßenrand und halten eine amerikanische Flagge, während die Autokolonne von US-Präsident Trump vorbeifährt. (Media, 18.11.2018 - 12:28) weiterlesen...

Fast 80 Tote nach Buschbränden in Kalifornien. Weit mehr als 1000 Menschen galten am Wochenende noch als vermisst. US-Präsident Trump besuchte am Samstag die Gegend um den am schwersten betroffenen Ort Paradise nördlich von Sacramento, dankte den Rettungskräften und sagte Kalifornien Unterstützung zu. Das «Camp Fire» rund um Paradise gilt schon jetzt als das tödlichste und zerstörerischste in der Geschichte des Westküstenstaates. Los Angeles - Bei den schweren Waldbränden im US-Bundesstaat Kalifornien ist die bestätigte Zahl der Toten auf fast 80 gestiegen. (Politik, 18.11.2018 - 11:52) weiterlesen...

Zahl der Toten bei Feuer in Kalifornien steigt auf 76. Rettungskräfte hätten fünf weitere Leichen gefunden, sagte der Sheriff von Butte County, Kory Honea. Die Zahl der Vermissten bezifferte er auf 1276 - das sind 265 mehr als am Vortag. Der Polizist sagte, der Anstieg komme daher, dass die Behörden nach wie vor Informationen auswerten. Er rief die Menschen dazu auf, sich zu melden, wenn sie in Sicherheit seien. Es sei vorgekommen, dass jemand doppelt auf der Liste gestanden habe. Paradise - Bei dem schweren Feuer im Norden von Kalifornien ist die Zahl der Todesopfer auf 76 gestiegen. (Politik, 18.11.2018 - 04:42) weiterlesen...