Internet, Gesellschaft

Bei den Internetnutzern in Deutschland überwiegt die Sorge vor einem Missbrauch persönlicher Daten: 61 Prozent haben sehr große oder große Sorge vor einem Missbrauch ihrer persönlichen Daten (unverändert im Vergleich zu April 2018); 39 Prozent haben geringe oder gar keine Sorge vor einem Missbrauch persönlicher Daten.

10.01.2019 - 22:47:05

Mehrheit der Internetnutzer fürchtet Datenmissbrauch

Das hat eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Infratest dimap für den "Deutschlandtrend" im Auftrag der ARD-"Tagesthemen" ergeben, die am Donnerstagabend veröffentlicht wurde. Bei den 18- bis 34-Jährigen ist die Sorge am geringsten: In dieser Altersgruppe gab eine knappe Mehrheit (51 Prozent) der Befragten an, dass sie geringe oder gar keine Sorge vor einem Missbrauch persönlicher Daten habe.

Bei der Angabe persönlicher Daten im Internet zeigt sich bei Internetnutzern, eine deutliche Tendenz: 60 Prozent der Befragten gaben im "Deutschlandtrend" an, dass sie so wenig wie möglich persönliche Daten im Internet angeben, auch wenn sie deshalb manche Dienste nicht nutzen können. 37 Prozent sagten, dass sie in Kauf nehmen, dass persönliche Daten erforderlich sind, damit sie bestimmte Dienste nutzen können. Und nur drei Prozent gaben an, dass sie die Angabe persönlicher Daten im Internet unproblematisch finden. Geht es um den Schutz vor Datenmissbrauch, so sagten 90 Prozent der befragten Internetnutzer, dass sie niemals E-Mail-Anhänge von unbekannten Absendern öffnen würden. 83 Prozent sagen, dass sie regelmäßig Software-Updates auf Computern oder Smartphones installieren. Eine Mehrheit (56 Prozent) gab an, dass sie keine öffentlichen WLAN-Hotspots verwenden. Gefragt zur Zwei-Faktor-Authentifizierung, die sowohl bei Online-Banking als auch teilweise bei E-Maildiensten und anderen Internet-Anwendungen verwendet wird, sagen 46 Prozent der Befragten, dass sie häufig diese Form nutzen würden. 40 Prozent sagen, dass sie mindestens alle paar Monate die Passwörter ihrer Online-Zugänge erneuern würden. In puncto Digitalisierung unserer Gesellschaft ist eine Mehrheit der befragten Deutschen der Ansicht, dass sich Chancen und Risiken die Waage halten, nämlich 53 Prozent der Befragten. 25 Prozent der Befragten sind der Ansicht, dass die Chancen überwiegen; 17 Prozent sind der Ansicht, dass die Risiken überwiegen. Für die Umfrage wurde am Montag und Dienstag telefonisch genau 1.005 Personen befragt.

dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

@ dts-nachrichtenagentur.de

Weitere Meldungen

Steinmeier: Schnelles Internet gehört zur Grundversorgung Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat mehr Anstrengungen bei der Versorgung des ländlichen Raums mit schnellem Internet angemahnt. (Politik, 23.01.2019 - 11:01) weiterlesen...

Immer mehr Bürger sehen sich für Datensicherheit in Verantwortung Internetnutzer in Deutschland sehen sich für die Sicherheit ihrer persönlichen Daten zunehmend selbst in der Hauptverantwortung. (Politik, 23.01.2019 - 10:23) weiterlesen...

Landwirtschaftsministerin will schnelles Internet für jeden Acker Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner hat die flächendeckende Versorgung des ländlichen Raums mit schnellem Internet (5G) gefordert. (Politik, 23.01.2019 - 07:38) weiterlesen...

Umfrage zeigt Mängel bei Digitalisierung in den Kommunen auf. Es gebe weiterhin eine große Diskrepanz zwischen den Erwartungen von Bürgern und Unternehmen und den Angeboten der Kommunen, berichten der Städte- und Gemeindebund und der TÜV Rheinland nach einer Umfrage unter mehr als 100 Kommunen. Ein schleppender Breitbandausbau, kein flächendeckendes öffentliches W-Lan und fehlende digitale Dienstleistungen sind der Untersuchung zufolge die gravierendsten Mängel. Hinzu komme, dass öffentliche Fördergelder oft ungenutzt blieben. KÖLN/BERLIN - Beim Ausbau der digitalen Infrastruktur haben viele Städte und Gemeinden in Deutschland einer Studie zufolge erheblichen Nachholbedarf. (Boerse, 22.01.2019 - 05:48) weiterlesen...

Weber für europäische Steuer für Digital-Unternehmen. "Es ist etwas, was wir tun müssen, um Fairness in diesem neuen Markt zu schaffen", sagte Weber am Montag auf der Digitalkonferenz DLD in München. Digitalfirmen zahlten nach wie vor deutlich niedrigere Steuern als Unternehmen klassischer Branchen. Und die Politik brauche Ressourcen, um Verlierer der Digitalisierung zu unterstützen. MÜNCHEN - Der Spitzenkandidat der Europäischen Volkspartei (EVP) bei der im Mai anstehenden Europawahl, Manfred Weber (CSU), hält eine Steuer für Digitalriesen wie Facebook und Google auch nach dem Scheitern eines ersten Anlaufs nach wie vor für notwendig. (Boerse, 21.01.2019 - 16:19) weiterlesen...

Altmaier: Deutschland sollte führend bei Roboterautos sein. "Wir haben das ganze Wissen darüber, wie man ein Auto konstruiert, wie man technische Probleme löst", sagte der CDU-Politiker am Montag auf der Innovationskonferenz DLD in München. Das müssen nun mit Daten und künstlicher Intelligenz verknüpft werden. MÜNCHEN - Deutschland mit seiner starken Autoindustrie sollte nach Ansicht von Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier eine Spitzenposition beim autonomen Fahren einnehmen. (Boerse, 21.01.2019 - 13:47) weiterlesen...