Regierung, Migration

Bedminster - In Donald Trumps privatem Golfclub im US-Staat New Jersey sollen Migranten ohne gültige Papiere gearbeitet haben.

07.12.2018 - 12:46:05

Bericht der «New York Times» - Trump-Golfclub soll Migranten ohne Papiere beschäftigt haben. Das berichtete die «New York Times».

Die Zeitung bezieht sich auf Interviews mit zwei Frauen aus Mittelamerika, die über Jahre im Luxus-Golfclub des US-Präsidenten angestellt waren, sowie auf von ihnen vorgelegte Papiere.

Zur Zeit ihrer Einstellung hätten beide illegal in den USA gelebt. Eine der Frauen sei inzwischen eingebürgert worden, berichtete das Blatt.

Victorina Morales aus Guatemala und Sandra Diaz aus Costa Rica sagten im Interview der «New York Times», dass mindestens zwei ihrer Vorgesetzten über ihren Aufenthaltsstatus Bescheid gewusst hätten. Laut der Zeitung liegen dafür allerdings keine Beweise vor.

Die Trump Organization wies die Vorwürfe in einer Stellungnahme zurück: «Wir haben strenge Einstellungsverfahren. Falls ein Mitarbeiter falsche Dokumente vorgelegt hat, wird ihm unverzüglich gekündigt.»

Trump verfolgt beim Thema Migration einen harten Kurs. Seit Beginn seiner Amtszeit haben die USA die Einwanderung massiv erschwert. Durch Trumps Aussagen über Migranten aus Lateinamerika habe sich die Situation für die Angestellten des Golfplatzes deutlich verschlechtert, sagte Morales. Deshalb habe sie sich an die Presse gewandt: «Wir haben keine Lust mehr auf die Beleidigungen und die Art, wie er über uns spricht, obwohl er weiß, dass wir ihm dabei helfen, Geld zu verdienen.»

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Nach Krisensitzung - Belgiens Regierungskoalition zerbricht am UN-Migrationspakt. Mit der Entscheidung des Ministerpräsidenten für eine Unterzeichnung ist ihr Aus wohl besiegelt. Belgiens Regierungskoalition aus frankophonen Liberalen und flämischen Nationalisten liegt beim UN-Migrationspakt über Kreuz. (Politik, 09.12.2018 - 15:28) weiterlesen...

N-VA verlässt Regierung - Belgiens Koalition zerbricht am UN-Migrationspakt. Belgiens Regierungschef will sie unbedingt überschreiten. Gemeinsam weiterregieren können beide jetzt nicht mehr. Doch was daraus folgt, ist gar nicht so klar. Der UN-Migrationspakt ist für die flämischen Nationalisten eine rote Linie. (Politik, 09.12.2018 - 12:52) weiterlesen...

Belgische Nationalisten treten aus Regierungskoalition aus. Dies bestätigte Belgiens Innenminister und Vize-Regierungschef Jan Jambon nach Angaben der Nachrichtenagentur Belga. «Ich glaube, dass wir, formal gesprochen, zurücktreten», sagte Jambon dem flämischen Sender VRT. Die N-VA hatte sich gegen den Migrationspakt der Vereinten Nationen ausgesprochen, den jedoch Belgiens liberaler Ministerpräsident Charles Michel morgen auf der UN-Konferenz in Marrakesch unterstützen will. Brüssel - Die flämische Nationalistenpartei N-VA verlässt die belgische Regierungskoalition. (Politik, 09.12.2018 - 11:48) weiterlesen...

Belgiens Regierungskoalition zerbricht am UN-Migrationspakt. Ministerpräsident Charles Michel traf beim belgischen König ein, um eine Umbildung der Regierung ohne die Minister der flämischen Koalitionspartei N-VA anzukündigen. Michel plante zudem weiterhin, noch heute nach Marrakesch zu reisen, wo morgen der Migrationspakt der Vereinten Nationen gebilligt werden soll. Die flämische Regionalpartei N-VA lehnt den Vertrag jedoch kategorisch ab und hatte angekündigt, im Fall einer Unterzeichnung die Regierung mit Michels frankophonen Liberalen zu verlassen. Brüssel - In Belgien steht im Streit um den UN-Migrationspakt die Regierungskoalition vor dem Aus. (Politik, 09.12.2018 - 10:50) weiterlesen...