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Konflikte, Nato

Bagdad - Die aktuellen internationalen Militäreinsätze im Irak gehen auf das Jahr 2014 zurück.

06.01.2020 - 17:14:06

Hintergrund - Internationaler Militär-Einsatz im Irak. Damals überrannte die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) große Gebiete im Norden und Westen des Landes.

US-Präsident Barack Obama verkündete daraufhin im September 2014 die Gründung der Anti-IS-Koalition. Sie verfolgt das Ziel, die Terrormiliz dauerhaft zu zerstören. Dazu sollen auch die irakischen Streitkräfte gestärkt werden, darunter auch die Peschmerga-Kämpfer in den kurdischen Autonomiegebieten im Norden des Krisenlandes.

Angeführt wird die Koalition von den USA. Neben EU-Ländern wie Deutschland, Italien, Frankreich, Großbritannien oder den Niederlanden gehören dem Bündnis auch arabische Länder und Australien an, insgesamt rund 80 Staaten. Nur wenige von ihnen flogen in der Vergangenheit neben den USA Luftangriffe gegen die Terrormiliz. Im Irak waren das zum Beispiel Frankreich, Australien und Großbritannien. Die Bundeswehr beteiligte sich bisher mit «Tornado»-Aufklärungsjets, die über Syrien im Einsatz waren.

Für die Bundeswehr sind derzeit rund 120 Soldaten im Irak im Einsatz. Im hochgesicherten Militärkomplex Tadschi, 30 Kilometer nördlich von Bagdad, sind 27 Bundeswehrsoldaten für die Ausbildung irakischer Kräfte stationiert. Zudem gibt es in Hauptquartier der Anti-IS-Koalition in Bagdad fünf deutsche Soldaten. Knapp 90 Bundeswehrleute sind im nordirakischen Kurdengebiet im Einsatz. Allerdings ist die Ausbildung derzeit ausgesetzt.

Für Großbritannien sind nach Angaben des Verteidigungsministeriums in London derzeit 400 Soldaten zur Ausbildung irakischer Streitkräfte im Land. Frankreich hat in der gesamten Region (Syrien, Irak, Jordanien) rund 1000 Soldaten im Einsatz. Im diesem Rahmen sind auch rund 100 Militärs zur Ausbildung und zur Beratung in Bagdad.

Daneben gibt es im Irak einen Ausbildungseinsatz der Nato, der vorerst ebenfalls ausgesetzt wurde. Der aktuelle Irak-Einsatz der Nato war im Oktober 2018 angelaufen. Er soll die irakischen Streitkräfte in die Lage versetzen, ein Wiedererstarken der Terrormiliz IS zu verhindern. Insgesamt sind knapp 500 Soldaten verschiedener Nato-Länder sowie von Partnerstaaten wie Australien, Finnland und Schweden daran beteiligt. Sie schulen irakische Militärausbilder und helfen beim Aufbau von Militärschulen. Die Bundeswehr ist an diesem Einsatz der Nato nicht beteiligt.

Eine Mission der Europäischen Union unterstützt den Irak zudem bei der Reform des Sicherheitssektors. Ein Team von Experten aus unterschiedlichen europäischen Ländern berät die Regierung in Bagdad. Im Dezember wurde der Deutsche Christoph Buik zum Leiter der Mission berufen. Das Mandat läuft noch bis zu diesem April.

@ dpa.de