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Unwetter, Katastrophen

Australien wird wie kaum ein anderes Land vom Klimawandel gebeutelt.

23.03.2021 - 12:24:09

Hochwasser - Keine Entwarnung bei Überschwemmungen in Australien. Nach den Bränden 2020 leiden die Menschen unter einem verheerenden Hochwasser. Viele stehen vor dem Nichts. Kleine Meldungen sind Lichtblicke: Ein Emu wurde lebend aus den Fluten gezogen.

  • Hochwasser in Australien - Foto: Mark Baker/AP/dpa

    Tagelanger Starkregen hat im Osten Australiens die schlimmsten ?berschwemmungen seit Jahrzehnten und die Evakuierung ganzer Ortschaften ausgel?st. Foto: Mark Baker/AP/dpa

  • Hochwasser - Foto: Rick Rycroft/AP/dpa

    Ein Schild mit Warnhinweis auf einer ?berfluteten Stra?e bei Windsor. Tagelanger Starkregen hat im Osten Australiens die schlimmsten ?berschwemmungen seit Jahrzehnten ausgel?st. Foto: Rick Rycroft/AP/dpa

  • ?berschwemmungen - Foto: Mark Baker/AP/dpa

    Menschen paddeln mit ihrem Boot durch das Wasser in einem Vorort von Sydney. Foto: Mark Baker/AP/dpa

  • ?berflutete Stra?en - Foto: Rick Rycroft/AP/dpa

    ?berflutete Stra?en in Windsor. Seit dem Wochenende wurden vor allem n?rdlich von Sydney Menschen in Sicherheit gebracht. Foto: Rick Rycroft/AP/dpa

  • Hochwasser in Australien - Foto: Jason O'brien/AAP/dpa

    Anwohner Mario Ratko r?umt Tr?mmer vor seinem Haus in Port Macquarie weg. Tagelanger Starkregen hat im S?dosten Australiens zu einem katastrophalen Hochwasser gef?hrt. Foto: Jason O'brien/AAP/dpa

Hochwasser in Australien - Foto: Mark Baker/AP/dpaHochwasser - Foto: Rick Rycroft/AP/dpa?berschwemmungen - Foto: Mark Baker/AP/dpa?berflutete Stra?en - Foto: Rick Rycroft/AP/dpaHochwasser in Australien - Foto: Jason O'brien/AAP/dpa

Sydney - In den Hochwassergebieten im Südosten Australiens ist noch keine Entspannung der Lage in Sicht. In vielen Regionen, so auch im Süden des schwer betroffenen Bundesstaates New South Wales, stiegen die Pegelstände weiter.

Einsatzkräfte waren unter anderem mit Hubschraubern und Booten im Einsatz, um Anwohnern zu helfen, die durch die Wassermassen von der Außenwelt abgeschnitten waren. Speziell im Gebiet des Colo River stieg das Wasser dramatisch. 500 Menschen wurden aufgefordert, ihre Häuser zu verlassen, wie die Nachrichtenagentur AAP berichtete.

Nach tagelangem Starkregen mussten seit dem Wochenende vor allem nördlich von Sydney 18.000 Menschen in Sicherheit gebracht werden. Die Premierministerin von New South Wales, Gladys Berejiklian, kündigte eine mögliche Evakuierungsorder für weitere Gebiete an, in denen 15.000 Menschen leben.

Tagelanger Starkregen hatte zuvor zu einem katastrophalen Hochwasser und der Evakuierung ganzer Ortschaften geführt. Häuser, Straßen und Felder versanken in den Fluten. Viele Australier haben alles verloren. «Was können wir tun, wir müssen stark sein», sagte eine Frau aus der Nähe von Sydney, deren Haus mit braunem Wasser vollgelaufen ist. «Ich habe eine 17-jährige Tochter, und sie hat gesehen, wie ich gestern Abend zusammengebrochen bin... Wir müssen irgendwie weitermachen.»

Auch viele Tiere wurden von den Fluten mitgerissen. Im Städtchen Windsor nahe Sydney retteten Helfer einen Emu, der dort als Haustier gehalten wird. Der Laufvogel «Gookie» sei völlig entkräftet aus dem Hawkesbury River gezogen worden, berichtete der Sender 9News.

Berejiklian sprach von einem «Wetterereignis, das alles übersteigt, was wir uns hätten vorstellen können». Es gilt bereits als das schlimmste Hochwasser in New South Wales seit Jahrzehnten. Erst im vergangenen Jahr hatten in der Region verheerende Brände gewütet. Klimaexperten warnten, dass sich schwere Naturkatastrophen in Zukunft immer häufiger wiederholen könnten.

Betroffen war nun auch der Süden von New South Wales an der Grenze zu Victoria. Auch aus dem tropischen Bundesstaat Queensland im Nordosten des Landes wurden am Dienstag Hochwasser und schwere Überschwemmungen gemeldet. Für viele Regionen war noch kein Ende der Niederschläge in Sicht.

Für manche Gebiete aber gab es zumindest vorübergehend ein Licht am Horizont: Das Unwettersystem mit heftigen Niederschlägen und starken Winden bewege sich schnell vorwärts, zitierte die Zeitung «Sydney Morning Herald» die Meteorologin Jane Golding. Dahinter klare es mancherorts auf. «Es scheint kaum zu glauben, aber es wird noch am Nachmittag im Westen von Sydney und an der Küste im Nordosten der Region blauen Himmel und Sonne geben.» Allerdings bleibe die Situation unsicher und gefährlich.

© dpa-infocom, dpa:210323-99-932606/3

@ dpa.de