Ihr Broker

  • DAX 0,70
  • EUR/USD 0,50
  • GOLD 0,30

Nur Spreads

Keine Kommission

Jetzt registrieren

CFDs sind komplexe Instrumente und umfassen aufgrund der Hebelfinanzierung ein hohes Risiko, schnell Geld zu verlieren.

Konflikte, Irak

Aus dem Zentralirak sind die deutschen Soldaten bereits ausgeflogen worden.

08.01.2020 - 16:21:25

Eskalation in Nahost - Bundesregierung prüft Teilrückzug der Bundeswehr aus Erbil. Nun hat der iranische Vergeltungsschlag gegen die USA auch einen US-Stützpunkt im Nordirak getroffen. Dies dürfte Konsequenzen auch für die Bundeswehr in Erbil haben.

Berlin - Die Bundesregierung prüft nach den iranischen Vergeltungsangriffen auf US-Stützpunkte auch im Nordirak einen Teilrückzug der in Erbil stationierten Bundeswehrsoldaten.

Ein vollständiger Abzug der etwa 100 Soldaten wird nach Angaben aus dem Verteidigungsministerium in Berlin aber noch nicht vorbereitet. «Die Lage bleibt volatil im Irak. Die Bundeswehr ist da extrem wach», sagte ein Sprecherin am Mittwoch. «Wir sind mit unseren Verbündeten in ständigen Gesprächen und werden die Verantwortung unseren Frauen und Männern gegenüber wahrnehmen.» Nach ihren Angaben erhielten die Soldaten vor dem Angriff eine Warnung.

Aus dem Zentralirak hatte die Bundeswehr ihre Soldaten .

Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) sagte im ARD-«Morgenmagazin»: «Wir haben mit der internationalen Koalition sowieso vereinbart, dass alle Kräfte, die nicht benötigt werden, keinem unnötigen Risiko ausgesetzt werden.» Deshalb seien die deutschen Soldaten aus dem zentralirakischen Militärkomplex Tadschi abgezogen worden. Nun sei man in der Planung auch für «mögliche Teilrückverlegungen» von Soldaten in Erbil.

Der Iran hatte in der Nacht zum Mittwoch als Vergeltung für die Tötung von zwei von US-Soldaten genutzte , darunter eine Basis im Raum Erbil. Die in dem nordirakischen Kurdengebiet eingesetzten gut 100 deutschen Soldaten blieben nach Angaben des Verteidigungsministeriums bei den Angriffen unverletzt. Sie sind Teil der .

Bei dem möglichen Teilabzug aus Erbil gehe es um Kräfte, die sich im Moment sowieso nicht an der Ausbildung beteiligen könnten, sagte Kramp-Karrenbauer. Das betreffe nicht nur die Bundeswehr, sondern auch die internationalen Partner. Mit denen stehe man in enger Abstimmung. Den irakischen Streitkräften zufolge schlugen bei den nächtlichen Angriffen fünf iranische Raketen in Erbil ein.

Die Bundesregierung verurteilte den iranischen Vergeltungsangriff scharf. «Ich kann nur sagen, sicherlich im Namen der Bundesregierung, dass wir diese Aggression auf das Schärfste zurückweisen», sagte Kramp-Karrenbauer. Jetzt müsse alles getan werden, um die Lage zu beruhigen. «Es wird jetzt entscheidend darauf ankommen, dass wir diese Spirale sich nicht weiter nach oben drehen lassen», betonte Kramp-Karrenbauer. Die Bundesregierung werde dazu alle Möglichkeiten auf allen Kanälen nutzen. «Es ist jetzt vor allem an den Iranern, keine zusätzliche Eskalation zu betreiben, deswegen geht der Appell insbesondere noch einmal nach Teheran.»

«Wir fordern Iran auf, alle Schritte zu unterlassen, die zu einer weiteren Eskalation führen könnten», teilte Außenminister Heiko Maas (SPD) am Mittwoch in Berlin mit. «Wir stehen seit Tagen in Kontakt mit allen Seiten, um auf eine Beruhigung der Lage hinzuwirken. Alle sind aufgefordert, in dieser Lage Besonnenheit und Zurückhaltung zu üben.»

Kramp-Karrenbauer bestätigte, dass bei den iranischen Raketenangriffen auf US-Stützpunkte im Irak keine deutschen Soldaten verletzt wurden. Nach ihren Angaben stand die Bundesregierung während der ganzen Nacht im Kontakt mit dem US-Verteidigungsministerium. «Das hat sehr gut funktioniert», sagte sie. Am Mittwochfrüh seien die zuständigen Abgeordneten im Bundestag informiert worden.

Das Bundesverteidigungsministerium werde nun beantragen, dass die 13 Rahmennationen der internationalen Koalition schnellstmöglich zusammenkämen, um über die weitere Situation zu beraten.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

US-Ziele im Irak - Rakete trifft Gelände der US-Botschaft in Bagdad. Der Verdacht richtete sich meist gegen örtliche Milizen. Opfer oder größere Schäden gab es zuletzt nicht - nun aber trifft eine Rakete die Botschaft der USA. Immer wieder schlugen in und nahe dem Bagdader Regierungsviertel Raketen ein. (Politik, 27.01.2020 - 06:48) weiterlesen...

Kramp-Karrenbauer: IS-Gefahr im Irak nicht gebannt. «Wir kämpfen dort gegen den IS, eine schreckliche Terrororganisation», sagte die CDU-Chefin der «Augsburger Allgemeinen». Sie halte nichts von der Einschätzung, dass man den Druck verringern könne, weil die Terrormiliz Islamischer Staat schwächer geworden sei. «Tatsächlich ist die Gefahr nicht gebannt, im vorigen Jahr ist die Zahl der Terroranschläge wieder angestiegen», betonte Kramp-Karrenbauer. Augsburg - Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer hat den Einsatz der Bundeswehr im Irak verteidigt. (Politik, 27.01.2020 - 04:46) weiterlesen...

US-Ziele im Irak - Gelände der US-Botschaft in Bagdad von Rakete getroffen Bagdad - Nach mehreren Raketenangriffen auf US-Ziele im Irak ist nun auch das Gelände der amerikanischen Botschaft in Bagdad direkt getroffen worden. (Politik, 27.01.2020 - 00:40) weiterlesen...

Irak: Gelände der US-Botschaft in Bagdad von Rakete getroffen. Der geschäftsführende Ministerpräsident Adel Abdel Mahdi bestätigte den Angriff und kündigte an, dass irakische Sicherheitskräfte den Fall untersuchen würden. Laut einem Bericht der irakischen Nachrichtenseite Al-Sumaria wurden mindestens drei Menschen verletzt. Bagdad - Nach mehreren Raketenangriffen auf US-Ziele im Irak ist nun auch das Gelände der amerikanischen Botschaft in Bagdad direkt getroffen worden. (Politik, 27.01.2020 - 00:34) weiterlesen...

Bundeswehr nimmt Ausbildung von Kurden wieder auf. Dies sei nach einer Entscheidung des Hauptquartiers der Koalition gegen die Terrormiliz IS und zusammen mit multinationalen Partnern erfolgt, teilte die Bundeswehr mit. In Erbil sind etwa 100 deutsche Soldaten im Einsatz. Sie sind Teil der internationalen Koalition gegen die Terrormiliz IS. Im Zentralirak bleibt die Ausbildung zunächst aber ausgesetzt. Berlin - Die Bundeswehr hat die vor gut drei Wochen wegen der Eskalation im Irankonflikt unterbrochene Ausbildung kurdischer Sicherheitskräfte im Nordirak wieder aufgenommen. (Politik, 26.01.2020 - 15:16) weiterlesen...

Nach Spannungen - Bundeswehr hat Ausbildung im Nordirak wieder aufgenommen. Wie es im Zentralirak weitergeht, wird noch sondiert. Nach den Militärschlägen zwischen den USA und dem Iran stehen die Zeichen in der Region zunächst auf Entspannung: Seit dem Morgen bilden deutsche Soldaten im Nordirak dort wieder kurdische Sicherheitskräfte aus. (Politik, 26.01.2020 - 09:16) weiterlesen...