Oleksii Makeiev, Deutschland

Andrij Melnyk ist weg, Oleksii Makeiev ist da.

17.10.2022 - 17:51:40

Melnyks Nachfolger: Werden Krieg gegen Russland gewinnen. Der neue Botschafter der Ukraine ist mit dem Auto in Berlin angekommen und hat sich auf Twitter vorgestellt - im lila Rollkragenpullover. Auch er wünscht sich von Deutschland mehr Waffen.

Der designierte neue Botschafter der Ukraine in Deutschland, Oleksii Makeiev, erwartet einen Sieg seines Landes im Abwehrkampf gegen die russische Invasion. «Die deutsche Bevölkerung unterstützt die Ukraine so stark, dass ich sicher bin, dass wir gemeinsam mit Deutschland und allen anderen europäischen Partnern den Krieg gewinnen werden! Je schneller, desto besser», sagte er der «Bild»-Zeitung (Montag). Sein Botschaftsteam und er würden «jeden Tag einen enormen Beitrag zum Sieg leisten», versicherte er.

Auf Twitter stellte sich Makeiev am Montag in einem Kurzvideo persönlich vor: «Guten Tag, Deutschland!». Er dankte der deutschen Bevölkerung für die Aufnahme von Flüchtlingen und der Bundesregierung für die Unterstützung seines Landes, unter anderem durch Waffen. «Ich muss ehrlich sein: Wir brauchen mehr, wir brauchen viel mehr», sagte Makeiev weiter. Er sei inzwischen in Deutschland eingetroffen. Sein Vorgänger Andrij Melnyk wiederum twitterte aus seiner neuen Heimat: «Endlich Kyjiw (Kiew)! Die mutigste Stadt der Welt! Ich liebe Dich.»

Melnyk war am Wochenende nach fast acht Jahren als Botschafter in die Ukraine zurückgekehrt. Über ihn sagte Makeiev der «Bild»: «Andrij hat einen tollen Job gemacht, und ich werde immer wieder auf seine Expertise zurückkommen. Wir haben den Übergang nahtlos gestaltet und den Wechsel am Wochenende vollzogen.»

Makeiev hatte sich am Sonntag mit dem Auto auf den Weg nach Berlin gemacht. Der Wechsel an der Spitze der Botschaft wird formell aber erst mit Makeievs Akkreditierung bei Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier vollzogen, für die es noch keinen offiziellen Termin gibt. Makeiev war bisher Regierungsbeauftragter für die Sanktionen gegen Russland.

@ dpa.de