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Notfälle, Kriminalität

An der Technischen Universität Darmstadt haben mehrere Menschen Vergiftungserscheinungen und müssen ins Krankenhaus.

23.08.2021 - 22:02:09

Kriminalität - Vergiftungserscheinungen an TU Darmstadt: Ermittlungen. Die Ermittler finden in mehreren Getränken einen gesundheitsschädlichen Stoff.

Darmstadt - Die Polizei vermutet, dass ein gesundheitsschädlicher Stoff in mehreren Milch-Packungen und Wasserbehältern bei Menschen an der Technischen Universität Darmstadt Vergiftungserscheinungen hervorgerufen hat.

Um welchen Stoff es sich handelt, müsse noch untersucht werden, teilte die Polizei Südhessen mit. Die Behälter seien nach derzeitigem Stand zwischen Freitag und Montag mit dem Stoff versetzt worden. Besonders auffällig sei «der beißende Geruch der betroffenen Flüssigkeiten».

Ein Mann noch in kritischem Zustand

Sechs Menschen mussten in einem Krankenhaus versorgt werden. Alle hätten zuvor im Gebäude L201 auf dem Campus Lichtwiese etwas gegessen oder getrunken, sagte ein Polizeisprecher. Der Gesundheitszustand eines 30 Jahre alten Studenten, der sich in Lebensgefahr befand, sei weiterhin kritisch, teilten die Behörde am späten Abend mit. Die ersten Menschen seien mit Vergiftungserscheinungen wie Unwohlsein und Verfärbungen an den Extremitäten um die Mittagszeit in Kliniken gebracht worden.

Einsatzkräfte durchsuchten alle Räume des Gebäudes, in dem der Fachbereich Materialwissenschaft untergebracht ist, nach Lebensmitteln und Getränken. Für labortechnische Untersuchungen seien zahlreiche Proben genommen worden.

Bis zum Abend habe die Polizei keine Hinweise darauf bekommen, dass noch andere Gebäude betroffen seien, hieß es. Zuvor hatte sie angekündigt, dass Einsatzkräfte vorsorglich weitere Gebäude am Campus nach «kontaminierten Produkten» durchsuchen.

Warnungen auch per App

Die Polizei und das Präsidium der TU raten, keine Lebensmittel und Getränke zu essen oder trinken, die im mutmaßlichen Tatzeitraum in Räumen des Campus Lichtwiese gelagert waren. Wer am Montag im Gebäude L201 etwas getrunken oder gegessen habe und sich unwohl fühle oder wessen Extremitäten nun bläuliche verfärbt seien, solle umgehend ärztliche Hilfe suchen. Im Fall von Verfärbungen solle man sich möglichst nicht bewegen und sofort den Notarzt anrufen. Auch über die App Katwarn wurden die Menschen in Hessen gewarnt, die an der TU Darmstadt gegessen haben.

Bis zum Abend hatten sich bei der Polizei keine weiteren Menschen mit Unwohlsein oder Vergiftungserscheinungen gemeldet. Der Fokus der Ermittler hatte zunächst auf einer «Art Teeküche» gelegen, in der auch Gegenstände gelagert würden - zum Beispiel in einem Kühlschrank. Diese Räumlichkeiten seien frei zugänglich.

© dpa-infocom, dpa:210823-99-942602/2

@ dpa.de