Wahlen, Landtag

Am Wahltag zeigen sich die beiden Bewerberinnen um den Posten der Landeschefin an der Saar zuversichtlich.

26.03.2017 - 15:22:05

#LTWSAAR - Saar-Wahl: Etwas höhere Beteiligung. Für die Amtsinhaberin «passt alles», die Herausforderin kündigt einen SPD-Sieg an. Auch die Wahlbeteiligung scheint im Vergleich zur letzten Wahl zu steigen.

  • Stimmabgabe - Foto: Arne Dedert

    Familie bei der Stimmabgabe in Püttlingen. Die Landtagswahl im Saarland gilt mit Blick auf die Bundestagswahl im September als wichtiger erster Stimmungstest. Foto: Arne Dedert

  • Annegret Kramp-Karrenbauer - Foto: Oliver Dietze

    Die saarländische Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) mit ihrem Sohn Julian (r) bei der Stimmabgabe. Die CDU-Chefin ist seit 2011 die erste Ministerpräsidentin des Saarlandes. Foto: Oliver Dietze

  • Anke Rehlinger - Foto: Boris Roessler

    Die SPD-Spitzenkandidatin Anke Rehlinger ist seit Anfang 2014 stellvertretende Regierungschefin. Ins Amt kam die Rechtsanwältin, weil sie Heiko Maas ablöste, der als Bundesjustizminister nach Berlin ging. Foto: Boris Roessler

  • Oliver Luksic - Foto: Harald Tittel

    Oliver Luksic, Spitzenkandidat der FDP Saar für die Landtagswahl im Saarland kämpft um den Wiedereinzug seiner Partei ins Landesparlament. Foto: Harald Tittel

  • Landtagswahl im Saarland - Foto: Oliver Dietze

    Die saarländische Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU, M) und SPD-Spitzenkandidatin Anke Rehlinger (SPD, r) und Oskar Lafontaine, der Spitzenkandidat der Linken. Foto: Oliver Dietze

  • Landtagswahl im Saarland - Foto: Der Ausgang der Wahl wird auch in Berlin mit Spannung verfolgt. Foto: Uwe Anspach

    Der Ausgang der Wahl wird auch in Berlin mit Spannung verfolgt. Foto: Uwe Anspach

  • Landtagswahl Saarland - Foto: Uwe Anspach

    Im Saarland sind rund 800 000 Bürger dazu aufgerufen, einen neuen Landtag zu wählen. Foto: Uwe Anspach

Stimmabgabe - Foto: Arne DedertAnnegret Kramp-Karrenbauer - Foto: Oliver DietzeAnke Rehlinger - Foto: Boris RoesslerOliver Luksic - Foto: Harald TittelLandtagswahl im Saarland - Foto: Oliver DietzeLandtagswahl im Saarland - Foto: Der Ausgang der Wahl wird auch in Berlin mit Spannung verfolgt. Foto: Uwe AnspachLandtagswahl Saarland - Foto: Uwe Anspach

Nunkirchen/Püttlingen - Im Kampf um den Posten als Ministerpräsidentin des Saarlandes sehen sowohl Amtsinhaberin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) als auch Herausforderin Anke Rehlinger (SPD) am Wahltag gute Vorzeichen für einen eigenen Triumph.

«Das Wetter ist schön, alles passt», sagte Kramp-Karrenbauer bei ihrer Stimmabgabe für die Landtagswahl am Sonntagmorgen in Püttlingen. An einem herrlichen Frühlingstag mit strahlendem Sonnenschein gab die 54-Jährige quasi zeitgleich mit ihrer Konkurrentin Rehlinger ihre Stimme ab. Die Landtagswahl gilt mit Blick auf die Bundestagswahl im September als wichtiger Stimmungstest.

Rehlinger präsentierte sich siegessicher und positiv. «Wir werden vorne liegen», kündigte die 40-Jährige bei ihrem Urnengang in Nunkirchen in ihrem Heimat-Landkreis Merzig-Wadern an. Mit dem Wahlkampf, der in den vergangenen Wochen auch stark von Kanzlerkandidat Martin Schulz geprägt wurde, war sie aber schon vor Schließung der Wahllokale zufrieden. «Wir haben zehn Prozentpunkte aufgeholt und das Rennen erst so richtig wieder spannend gemacht», erklärte sie. Nach dem Erfolg von Ferrari-Fahrer Vettel in Melbourne wolle man am Abend den nächsten Sieg für die Roten feiern.

Bei der ersten Landtagswahl des Jahres könnte die Wahlbeteiligung im Vergleich zu 2012 leicht steigen. Bis 14 Uhr gaben laut Landeswahlleiterin 32,6 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimmen ab, wie durch Stichproben in 32 Bezirken ermittelt wurde. Vor fünf Jahren hatten zu diesem Zeitpunkt 31,1 Prozent der Stimmberechtigte gewählt - am Ende lag die Beteiligung bei 61,6 Prozent. Die Wahllokale haben am Sonntag noch bis 18.00 Uhr geöffnet, rund 800.000 Bürger sind im kleinsten Flächenland der Bundesrepublik zur Wahl aufgefordert.

Sowohl Kramp-Karrenbauer als auch Rehlinger haben sich zum Ziel gesetzt, stärkste Kraft zu werden und damit die nächste Regierung im Saarland anzuführen. Die SPD möchte zudem die AfD aus dem Landtag halten. «Wenn beides gelänge, wäre das sensationell», sagte Rehlinger. Für eine mögliche Koalition mit der Linkspartei und Oskar Lafontaine gebe es für die SPD «gewisse Vorbedingungen, auch für Sondierungen.» Lafontaine war am Sonntag nicht bei der Stimmabgabe zu sehen, der 73-Jährige soll per Briefwahl votiert haben.

An der Saar wird ein spannendes zwischen CDU und SPD erwartet. Ein mögliches Links-Bündnis wäre auch ein Fingerzeig für den Bund und ein weiterer Rückschlag für Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Union, die dann nur noch vier Landeschefs stellen würde.

@ dpa.de

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