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Demonstrationen, Wahlen

Am Sonntag vor einer Woche erlebte Belarus die bisher größten Proteste gegen Staatschef Lukaschenko.

23.08.2020 - 13:34:07

Proteste in Belarus - Zehntausende demonstrieren gegen Lukaschenko in Minsk. Nun soll es eine Neuauflage des Marsches der Freiheit geben. Doch der Machtapparat warnt die Demokratiebewegung vor einer Revolution und droht.

  • Proteste in Belarus - Foto: Dmitri Lovetsky/AP/dpa

    Anh?nger der Opposition nehmen an einem Protest vor dem Regierungsgeb?ude teil. Foto: Dmitri Lovetsky/AP/dpa

  • Proteste in Belarus - Foto: Dmitri Lo

    Wei? gekleidete Frauen bilden w?hrend eines Protests eine Menschenkette. Demonstranten gehen in der belarussischen Hauptstadt und in anderen St?dten auf die Stra?e und dr?ngen weiterhin auf den R?cktritt des autorit?ren F?hrers des Landes. Foto: Dmitri Lo

Proteste in Belarus - Foto: Dmitri Lovetsky/AP/dpaProteste in Belarus - Foto: Dmitri Lo

Minsk ? Zehntausende Menschen haben in Belarus (Weißrussland) zwei Wochen nach der umstrittenen Präsidentenwahl mit neuen Massenprotesten gegen Staatschef Alexander Lukaschenko begonnen.

Auf dem Unabhängigkeitsplatz in Minsk kamen am Nachmittag Bürger aller Schichten aus allen Teilen der Hauptstadt zusammen ? trotz massiver Drohungen des Machtapparats. Sie riefen: «Uchodi!» - zu Deutsch: Hau ab! Weil die Sicherheitskräfte viele Metrostationen sperrten, machten sich große Menschengruppen zu Fuß auf den Weg. Die Polizei warnte in Lautsprecherdurchsagen vor der Teilnahme an der ungenehmigten Kundgebung. Es handelt sich um friedliche Proteste.

Im Anschluss war auch ein Marsch der Freiheit für ein neues Belarus geplant. Bei einer Großdemonstration mit einem Protestzug am vergangenen Sonntag waren Hunderttausende zusammengekommen.

«Die Durchführung von Massenveranstaltungen ist illegal, für die Teilnahme ist vorgesehen, Sie zur Verantwortung zu ziehen», teilte das Innenministerium mit. Generalmajor Iwan Kubrakow von der städtischen Miliz, wie die Polizei in Belarus genannt wird, warnte in einer Videobotschaft, es bestehe die Gefahr einer Provokation. Die Menschen sollten sich fernhalten von dem Platz. Staatschef Lukaschenko hatte mit «hartem Durchgreifen» gedroht, um die Ex-Sowjetrepublik wieder zur Ruhe zu bringen.

Das Verteidigungsministerium warnte in einer Mitteilung: «Falls es Störungen der Ordnung oder Unruhen auf diesen Plätzen geben sollte, werden Sie es schon nicht mehr mit der Miliz zu tun bekommen, sondern mit der Armee». Lukaschenko hatte immer wieder damit gedroht, notfalls auch die Armee zur Sicherung seiner Macht einzusetzen. Viele Bürger in Belarus betonen seit Wochen, dass sie keine Angst mehr hätten vor «Europas letztem Diktator».

© dpa-infocom, dpa:200823-99-270872/6

@ dpa.de

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